Aromarad

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Das Aromarad ist ein standardisiertes System zur sensorischen Beschreibung von Aromen. Aromaräder gibt es in der Lebensmittelindustrie für verschiedene Nahrungs- und Genussmittel (z. B. Schokolade, Kaffee, Tee, Wein, Whisky).

Als Beispiel sei hier das Weinaromarad vorgestellt. Dieses wurde Mitte der 1980er-Jahre von der Universität von Kalifornien im Fachbereich Önologie und Weinbau entwickelt.

Das deutsche Weinaromarad besteht aus drei konzentrischen Kreisen:

  • Der innerste Kreis unterteilt sich in 8 grobe Geruchsklassen (floral, mikrobiologisch, chemisch, erdig, balsamisch, vegetabil, würzig, fruchtig)
  • der mittlere Kreis besitzt 25 Unterteilungen die die 8 inneren feiner untergliedern (floral-Blumen, Blüten; mikrobiologisch-animalisch, laktisch, Hefe; chemisch-Säure, Chemie, Schwefel; erdig-Mineralien, Feuchtigkeit; balsamisch-Röstaromen, Hölzer, Edelhölzer, Fette, Nüsse; vegetabil-Blätterpflanzen, Trockenpflanzen, Gemüse; würzig-Kräuter, Gewürze; fruchtig-Zitrusfrüchte, Beeren, Obst, Tropenfrüchte, Dörrfrüchte)
  • der äußere Kreis umfasst 119 Aromen, die auf die jeweils inneren Kreise aufsetzen (z. B.: würzig-Kräuter-geschnittenes Gras, Eukalyptos, Minze, Melisse)

Damit kann sich der Nutzer von innen, also von der übergeordneten Klassifizierung, bis ganz nach außen in der Beschreibung verfeinern. Auf diese Weise kommt die „Weinsprache“ zustande.

Es gibt unterschiedliche Weinaromaräder für Weiß- und Rotwein.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]