Arracourt

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Arracourt
Wappen von Arracourt
Arracourt (Frankreich)
Arracourt
Region Lothringen
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Arracourt
Gemeindeverband Pays du Sânon.
Koordinaten 48° 43′ N, 6° 32′ O48.7244444444446.5338888888889230Koordinaten: 48° 43′ N, 6° 32′ O
Höhe 215–335 m
Fläche 17,41 km²
Einwohner 245 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 14 Einw./km²
Postleitzahl 54370
INSEE-Code

Blick zur Kirche St. Mauritius

Arracourt ist eine französische Gemeinde mit 245 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Lothringen. Administrativ gehört sie zum Arrondissement Lunéville und ist Hauptort des Kantons Arracourt. Sie ist überdies Mitglied des 1998 gegründeten Kommunalverbandes Pays du Sânon.

Geografie[Bearbeiten]

Arracourt liegt auf 230 m Meereshöhe, etwa 18 Kilometer nördlich der Stadt Lunéville und etwa 28 Kilometer ostnordöstlich der Stadt Nancy. Im Norden grenzt das Gebiet der Gemeinde an das Département Moselle.

Das Gemeindegebiet umfasst einen Abschnitt des Loutre Noire-Tales. Die knapp 18 Kilometer lange Loutre Noire entspringt östlich von Arracourt und mündet bei Pettoncourt in den Mosel-Nebenfluss Seille. Nördlich und südlich des Talbereiches steigt das Terrain allmählich an. Im Norden leitet der Geländerücken Haut des Monts sowie das große Waldgebiet Forêt Domaniale de Bezange-la-Grande zum Seilletal über; im Süden bilden die Höhen des Bois de Bénamont die Grenze zum Einzugsgebiet des Sânon. Bis auf die Wälder im Norden und Süden wird das Gemeindeareal durch große Ackerflächen geprägt.

Zu Arracourt gehören die Weiler Vaudrécourt und Riouville - letzterer bestehend aus den Höfen Basse Riouville, Haute Riouville und La Quittaine.

Nachbargemeinden von Arracourt sind Vic-sur-Seille im Norden, Juvrecourt im Nordosten, Réchicourt-la-Petite im Osten, Bures im Südosten, Bathelémont im Süden, Athienville im Westen sowie Bezange-la-Grande im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf Arracourt lag von 1871 bis 1914 an der Grenze zum Deutschen Reich.

Zu den zu Beginn des Ersten Weltkrieges zerstörten Objekten in Arracourt gehörten das Schloss aus dem 18. Jahrhundert, die Kirche und eine Kapelle. Das Schloss wurde nicht wieder aufgebaut, die Kapelle Notre-Dame-de-Pitié wurde 1918 rekonstruiert, die Kirche St. Mauritius entstand 1920 neu. Bei den Kämpfen in Arracourt fiel unter anderem Richard Deeken, Gründer der Deutschen Samoa-Gesellschaft, Schriftsteller und Kolonialpolitiker.

Im September 1944 fand um Arracourt eine Panzerschlacht statt, bei der sich die 4. Division der 3. US-Armee und die 5. Panzerarmee der Wehrmacht gegenüberstanden. Sie ist als Battle of Arracourt (Schlacht von Arracourt) in die Geschichte eingegangen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 362 321 259 215 259 234 241

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche St. Mauritius (Église Saint-Maurice)
  • Kapelle Notre-Dame-de-Pitié mit einer geschnitzten Marienskulptur[1]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Arracourt ist Grundschul- und Kindergarten-Standort (École élémentaire publique).

Durch Arracourt führt die Fernstraße von Lunéville über Moyenvic nach Château-Salins. Weitere Straßen verbinden das Dorf mit den Nachbargemeinden Juvrecourt, Réchicourt-la-Petite, Athienville und Bezange-la-Grande.

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag auf patrimoine-de-france.org (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Arracourt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien