Arrernte

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Kulturareal Desert

Die Arrernte (auch Aranda oder Arunta) sind ein Stamm der Aborigines in Zentral-Australien, die an der Macdonnell-Gebirgskette und in Alice Springs leben. Sie werden unterteilt in westliche, östliche, nördliche, südliche und zentrale Arrernte. In der Stadt Alice Springs führen rund 20 Prozent der 28000 Einwohner ihre Herkunft auf die zentralen Arrernte zurück. Bekanntester Vertreter dieses Volkes war der Künstler Albert Namatjira.[1]

Die Aufzeichnungen ihrer Mythen von Carl Strehlow, Moritz von Leonhardi, Theodore George Henry Strehlow, Walter Baldwin Spencer und Francis James Gillen waren von großem Einfluss auf das Spätwerk des französischen Philosophen Lucien Lévy-Bruhl (La mythologie primitive) und auf die Anschauungen über die Verwandlung in Elias Canettis Studie Masse und Macht (Selbstvermehrung und Selbstverzehrung. Die Doppelgestalt des Totems).

Gleichzeitig ist Arrernte auch die Sprache der Arrernte; sie gehört zur Sprachgruppe Arandic[2] und ist somit eine Pama–Nyunga–Sprache.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lonely Planet (2001): Aboriginal Australia & The Torres Strait Islands
  2. ABS Australian Standard Classification of Languages (PDF; 1,8 MB) Seite 55

Literatur[Bearbeiten]

  •  Carl Strehlow: Die Aranda- und Loritjastämme in Zentral-Australien. Frankfurt am Main 1908ff.
  •  Baldwin Spencer, Francis James Gillen: The Arunta. London 1927.
  •  Theodore George Henry Strehlow: Aranda Traditions. Melbourne 1947.
  •  Lucien Lévy-Bruhl: La Mythologie primitive. Le monde mythique des Australiens et des Papous. PUF, Paris 1935.
  •  Günter Guhr: Heirat und Verwandtschaftssystem bei den Aranda in Zentralaustralien. Kritik des sogenannten Aranda-Typs von Radcliffe-Brown. Akademie-Verlag, Berlin (DDR) 1963.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Arrernte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien