Arrone

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Arrone
Wappen
Arrone (Italien)
Arrone
Staat: Italien
Region: Umbrien
Provinz: Terni (TR)
Koordinaten: 42° 34′ N, 12° 46′ O42.56666666666712.766666666667239Koordinaten: 42° 34′ 0″ N, 12° 46′ 0″ O
Höhe: 239 m s.l.m.
Fläche: 40 km²
Einwohner: 2.843 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einw./km²
Postleitzahl: 05031
Vorwahl: 0744
ISTAT-Nummer: 055005
Volksbezeichnung: Arronesi
Schutzpatron: San Giovanni Battista (24. Juni)
Website: Gemeinde Arrone
Panorama von Arrone
Panorama von Arrone

Arrone ist eine Gemeinde mit 2843 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz Terni in der italienischen Region Umbrien.

Geographie[Bearbeiten]

Lage der Gemeinde Arrone in der Provinz Terni

Arrone liegt im Süden Umbriens an der Grenze zur Provinz Rieti (Latium) im Tal des Flusses Nera, ca. 15 km östlich der Provinzhauptstadt Terni und 66 km südöstlich der Regionalhauptstadt Perugia in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 800 GG[2]. Das Gemeindegebiet gehört zum Naturpark Parco Fluviale del Nera. Der Ort ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Comunità montana Valle del Nera e Monte San Pancrazio.

Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Arrone, der auf einem Hügel auf der linken Seite der Nera liegt, sowie den Ortsteilen Bonacquisto, Casteldilago, Castiglioni, Colle Sant’Angelo, Palombare, Rosciano, Tripozzo, Valleludra und Vallecupa. [3]

Die Nachbargemeinden sind Ferentillo, Labro (RI), Montefranco, Morro Reatino (RI), Polino und Terni.

Geschichte[Bearbeiten]

Arrone entstand als Ansiedlung um eine zu Ende des 9. Jahrhunderts von einer gleichnamigen römischen Familie gegründeten Burg. Im Mittelalter war der Ort bedeutend, da er an der Straße lag, die die Abruzzen über Rieti mit dem Herzogtum Spoleto verband. Von 1229 bis ins 15. Jahrhundert gehörte der Ort zum Herzogtum Spoleto, danach, bis zur italienischen Einigung, zum Kirchenstaat. Das Gemeindestatut stammt aus dem Jahre 1542.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde Arrone lebt von Landwirtschaft (Olivenanbau, dazu typische Produkte wie Trüffeln, Forellen), Handwerksbetrieben und sportlich geprägtem Tourismus (Kanusport, Rafting, Trekking, Klettern).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Hauptort Arrone besteht aus zwei mittelalterlichen Ansiedlungen, dem höher gelegenen La Terra innerhalb der Mauern der mittelalterlichen Burg, sowie Santa Maria zu Füßen des Hügels. Eine weitere Siedlung mit mittelalterlichem Kern ist der Ortsteil Casteldilago.

  • Chiesa di San Giovanni Battista – Kirche in La Terra (14. – 15. Jahrhundert). In der Apsis sind Fresken der Umbrischen Schule aus dem 15. Jahrhundert erhalten.
  • Chiesa di Santa Maria – Dreischiffige Kirche mit einem Portal aus dem 15. Jahrhundert. Im Innenraum befinden sich Fresken von Vincenzo Tamagni, Giovanni da Spoleto (Storie della Vergine) und Jacopo Siculo, dazu Bilder von Künstlern der Umbrischen Schule.
  • Convento di San Francesco – ehemaliges Kloster, heute Kongresszentrum
  • Chiesa di San Nicola – Kirche in Casteldilago, mit Fresken von Lo Spagna (Giovanni di Pietro), 16. Jahrhundert
  • Santuario della Madonna dello Scoglio – Wallfahrtskirche in Casteldilago

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Fest des Ortspatrons San Giovanni Battista (24. Juni)
  • Trofeo delle Acque - Kanuwettbewerb auf dem Fluss Nera (erster Julisonntag)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Arrone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA) (PDF-Datei; 322 kB), abgerufen am 2. Dezember 2012 (ital.)
  3. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Terni, abgerufen am 2. Dezember 2012 (ital.)