Ars Vitalis

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Ars Vitalis mit Fahrenheiten im Kult, Niederstetten 2010

Die Kabarettgruppe Ars Vitalis betrieb seit 1979 „Muzik als Theater. Mitglieder waren Klaus Huber († in der Nacht zum 1. Januar 2012[1]), Peter Wilmanns und Buddy Sacher.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Werdegang und Stil

Gegründet 1979, bestand Ars Vitalis bis zum Tod von Klaus de Huber in der Originalbesetzung. Ihre Form von Musikkabarett ist schwerlich in einen Stil einzuordnen. Text, Musik, Klänge und Geräusche verbanden sich als gleichberechtigte Ausdrucksformen. Prägend für die Aufführungen waren die drei stoisch ernsten Charaktere, die mimisch und musikalisch auf hohem Niveau feine, hintersinnige bis absurde Szenen hervorbrachten. Ihre Komik bestand in der Selbstironie, dem Spaß am Andersartigen, am Absurden und war bisweilen von trauriger Natur.

Selbst bezeichneten sie sich seit 30 Jahren als „Die Enkel des Pierre de Naufrage”, der als „belgischer Schleusenwächter” allerlei Hörmaschinen erfunden haben soll und zu dessen Namen Julia Amalie Heyer schrieb: „Naufrage” etwa bedeutet im Wortsinn Schiffbruch und im übertragen Sinn das Schwinden wahnwitziger Hoffnungen, das Aus jeder Utopien.” [2]

„Und wenn die drei Männer inzwischen auch gelernt haben, in ganzen Sätzen zu sprechen … zuweilen fällt ein Wort ins Niemandsland zwischen Bühne und Publikum und eine erstaunliche Suche beginnt, denn mehrere Töne sind dem Wort hinter her gesprungen und fehlen nun auch …“ (Ars Vitalis)

Ars Vitalis arbeiteten unter anderem mit Meret Becker und dem japanischen Schauspieler Issey Ogata zusammen. Sie spielten regelmäßig auf den namhaften Kabarett-Bühnen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. Mit ihnen wurde 1992 die Bar jeder Vernunft in Berlin eröffnet. Ihre internationalen Tourneen (Einladungen des Goethe-Instituts ins Ausland) führten nach Kanada, Mexiko, USA, Japan, Frankreich, und zuletzt nach Ungarn, Georgien und Australien.

Vor dem Tod von Klaus Huber fanden die letzten Konzerte im November 2011 in der Kellerbühne St. Gallen und in der Comedia Köln statt. Klaus Huber wurde am 10. Januar 2012 in Köln beigesetzt.

[Bearbeiten] Das wüste Gobi

Seit Februar 2012 machen Peter Wilmanns und Buddy Sacher als Duo unter dem Namen Das wüste Gobi weiter. Das neue Programm Freie Sicht auf die Ambiente richtet sich nach den Texten aus dem gleichnamigen Buch von Buddy Sacher erschienen ist. Stilistisch orientieren sie sich dabei an ihrer bisherigen Arbeit.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Programme

  • 1999: Wiese seen seense nix
  • 2004: Jubiläum Premiere 1. April, Comedia (Köln)
  • 2006: Harmonie Desastres Ars Vitalis gemeinsam mit Meret Becker, Premiere 17. März, Comedia (Köln)
  • 2007: Fernwehen Premiere 19. Januar, Comedia (Köln)
  • 2009: Fahrenheiten Premiere 30. Januar, Comedia (Köln)
  • 2011: Wir machen Musik – Ars Vitalis in Concert Premiere 27. Januar, Comedia (Köln)
  • 2012: neu als Das wüste Gobi: Freie Sicht auf die Ambiente Premiere 18. Februar, Kult Niederstetten

[Bearbeiten] Veröffentlichungen

  • 1992-1995 Meret Becker und Ars Vitalis (CD)
  • eher Muzik (CD)
  • kleine schöne japanische Platte (CD)
  • Wiese Seen Seense Nix (Film in Zusammenarbeit mit dem WDR)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Kölner Stadtanzeiger, Druckausgabe 4. Januar 2012, S. 27
  2. Rezension eines Theaterstücks von Ariane Mnouchkine in der Süddeutschen Zeitung am 24.Februar 2010
  3. Gutedelpreis: Die Preisträger

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Ars Vitalis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Das wüste Gobi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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