Art Arfons

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Arthur Eugene „Art“ Arfons (* 3. Februar 1926 in Akron, Ohio; † 3. Dezember 2007 ebenda) war ein US-amerikanischer Dragster- und Powerboat-Rennfahrer, Tractorpuller sowie dreifacher Landgeschwindigkeitsrekordhalter.

In den Jahren 1964 und 1965 verbesserte Arfons auf den Bonneville Flats in der Großen Salzwüste dreimal den Landgeschwindigkeitsrekord mit seinem Green Monster genannten Spezialfahrzeug. Arfons baute und konstruierte seine Wagen, Boote und Traktoren weitgehend selbst zusammen mit seinem Halbbruder Walt Arfons (1916–2013). Diese besaßen zumeist ein Strahltriebwerk.

Das erste Green Monster war 1952 ein dreirädriger Dragster, angetrieben vom Sechszylindermotor eines Oldsmobile - lackiert mit grüner Traktorenfarbe. Ab Fahrzeug Nummer 3 war Grün nicht mehr die dominierende Farbe, der Name blieb jedoch. Als die Brüder mit dem Original-Green-Monster erstmals antraten, sagte der Ansager: "Okay folks here it comes; The Green Monster". Das Fahrzeug erreichte lediglich 137 km/h.

Green Monster Nummer 2 war ein 6 m langes sechsrädriges Fahrzeug, angetrieben von einem Allison-Flugzeugmotor mit 2000 PS. Diesmal war die Maximalgeschwindigkeit 435 km/h, mit einer Startgeschwindigkeit von 225 km/h nach acht Sekunden. Green Monster Nummer 6 war der erste Dragster, der die Marke von 150 mph (241 km/h) auf der Viertelmeile durchbrach. Mit Green Monster Nummer 11, Arts Favoriten, erreichten sie 191 mph und schlugen damit Don Garlits. Danach trennten sich die Arfons-Brüder als Dragster-Fahrer.

Das berühmteste Green Monster wurde durch ein bis zu 17000 PS leistendes[1] Düsentriebwerk des Typs General Electric J79 angetrieben, welches aus einem Düsenjäger des Typs Starfighter stammte. Art hatte das Triebwerk für 600 USD von einem Schrotthändler erworben. Als er es für einen Schubtest an Bäumen in seinem Garten befestigt hatte, beschwerten sich die Nachbarn. Das Fahrzeug gewann 1964/65 dreimal den Landgeschwindigkeitsrekord mit 434, 536 und 576 mph. 1966 erreichte er in Bonneville nur durchschnittlich 554 mph. Im siebten Lauf sorgte ein gefrorenes Kugellager bei 610 mph (982 km/h) für einen Crash. Anschließend baute er ein neues Green Monster, das er aber an einen kalifornischen Farmer verkaufte. 1989 trat er in Bonneville mit Green Monster Nummer 27 an.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Do it yourself. In: Der Spiegel. Nr. 48, 1964, S. 98 (online).

Weblinks[Bearbeiten]