Gilden und Zünfte in Florenz

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Wappenschild der Arte della Lana, Andrea Della Robbia, 1487, Museo dell’Opera del Duomo in Florenz

Im Florenz des 15. Jahrhunderts entstanden Gilden oder Zünfte, die als „Künste“ bezeichnet wurden und die in die „höheren Künste“, die Arti maggiori (die „edlen“ Berufe) und in die „niederen Künste“, die Arti minori (die einfacheren Handwerke wie Schmied, Schuhmacher, Steinmetz) unterteilt wurden.

Es gab sieben Arti maggiori, davon waren die sechs Handelsgilden die bedeutendsten, wie die Gilden der Stoffveredeler, und -händler - Arte dei Mercatanti o di Calimala - , der Geldwechsler und Bankiers - Arte del Cambio - und der Tuch- und Pelzhändler - Arte della Lana. Die „niederen Künste“ erlaubten keinen gesellschaftlichen Aufstieg, und standen weit unter diesen Gilden.

Die Gilden hatten eigene Versammlungsgebäude dazu. Auch Banken wie z. B. die der Medici in Florenz gehörten den Gilden an. Die Unternehmungen der Medici gehörten verschiedenen Wirtschaftszweigen an. Deswegen gehörten sie über die Geldwechslerzunft hinaus auch anderen höheren Künsten an. Ihnen gelang ein bemerkenswerter politischer Aufstieg.

1770 schaffte Leopold II. (HRR) die Florentiner Zünfte ab.

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