Arthur B. Davies

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Gertrude Käsebier: Arthur B. Davies, Fotografie um 1907
Elysische Felder, undatiert, Öl auf Leinwand, The Phillips Collection, Washington, D. C.
Lesendes Mädchen, 1911, Zeichnung, Pastell auf grauem Papier

Arthur Bowen Davies (* 26. September 1863 in Utica, New York; † 24. Oktober 1928 in Florenz, Italien) war ein amerikanischer Maler des Symbolismus. Beeinflusst wurde er durch die Hudson River School, vor allem durch den Luministen und Traumlandschaftsmaler George Inness.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Davies studierte an der „School of the Art Institute of Chicago“ von 1879 bis 1882. Er besuchte kurz das Art Institute of Chicago und zog im Jahre 1987 nach New York, wo er ein Studium an der Art Students League begann und Robert Henri und George Benjamin Luks kennenlernte. Von 1888 bis 1891 war er in der Werbung tätig, wo er Reklameflächen entwarf, außerdem fertigte er technische Zeichnungen an und gestaltete Illustrationen für Zeitschriften.

Davies war Mitglied der Gruppe The Eight, einer Malergruppe mit fünf assoziierten Mitgliedern der Ashcan School: William Glackens (1870–1938), Robert Henri (1865–1929), George Benjamin Luks (1867–1933), Everett Shinn (1876–1953), John French Sloan (1871–1951), sowie Davies selbst, Ernest Lawson (1873–1939) und Maurice Prendergast (1859–1924). Die Gruppe The Eight stellte nur einmal in der Macbeth Gallery in New York im Jahr 1908 aus.

In den Jahren 1912 bis 1914 war Davies Präsident der Association of American Painters and Sculptors und in dieser Position im Jahre 1913 zusammen mit Walt Kuhn und Walter Pach einer der Hauptbegründer der Armory Show. Davies, der sein Leben lang ein Verfechter abstrakter Kunst war, hatte Alfred Barr bei der Gründung des Museum of Modern Art in New York unterstützt. Nach einem Herzinfarkt im Jahr 1923 reiste er nach Florenz, wo er noch eine Serie von romantischen Bildern der Landschaft Norditaliens malte, bevor er einsam in seinem Atelier verstarb.

Er ist bekannt für die ätherischen Figuren in seinen Gemälden, die eine romantische, nostalgische und oft eine mysteriöse Qualität besitzen. Die klein gehaltenen Figuren arrangierte er oftmals vor einen dunklen Hintergrund, wobei seine Bilder eine eigene poetische Stimmung und einen speziellen Symbolismus erhalten.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1916: „Clark Prize“, Corcoran Biennale

Literatur[Bearbeiten]

  • Burroughs, A., The Art of Arthur B. Davies, Print Connoisseur, 1923, Seite 196
  • Joseph S. Czestochowski: Arthur B. Davies: A Catalogue Raisonne of the Prints. University of Delaware Press, 1987, ISBN 0-87413-242-8
  • Bennard B. Perlman: The Lives, Loves and Art of Arthur B. Davies, State University of New York Press, 1998, ISBN 0-7914-3835-X (online verfügbar)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Arthur B. Davies – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien