Arthur Cecil Alport

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Arthur Cecil Alport (auch Cecil Arthur Alport oder Arthur C. Alport; * 25. Januar 1880 in Beaufort West, Karoo, Provinz Westkap; † 17. April 1959 in London) war ein südafrikanischer Mediziner.

Nach dem Studium der Medizin an der Universität Edinburgh kehrte Alport 1905 nach Südafrika zurück, um in Johannesburg zu praktizieren, wo ihm auch eine kleine (jedoch unproduktive) Goldmine gehörte.

Während des Ersten Weltkrieges diente Alport beim Royal Army Medical Corps (RAMC) in Südwestafrika, Mazedonien und Salonika. Anschließend arbeitete er als Spezialist für Tropenmedizin beim Wohlfahrtsministerium (MPNI) in London, ab 1922 für vierzehn Jahre als stellvertretender Direktor unter Samuel Langmead in der neu gegründeten Abteilung des St. Mary’s Hospital in Paddington.

Auf Anraten Sir Alexander Flemings folgte Alport 1937 einem Ruf an das King Fuad I Hospital der Universität Kairo. Dort kämpfte er gegen die damals herrschenden Bedingungen, die von Korruption und schlechter Behandlung den ärmeren Patienten gegenüber geprägt waren. Die Missstände waren Grundlage seines Buches „One Hour of Justice: The Black Book of the Egyptian Hospitals“, das er zunächst auf eigene Kosten veröffentlichen ließ und das letztlich zum gewünschten Erfolg führte – einer Reform des ägyptischen Gesundheitswesens.

1947 legte er, der seiner Meinung nach von seinen britischen Kollegen im Stich gelassen worden war, seine Mitgliedschaft im Royal College of Physicians nieder. Alport starb im Alter von 79 Jahren an seiner alten Wirkungsstätte in London.

Nach Alport ist das Alport-Syndrom benannt, eine Erbkrankheit mit fehlgebildetem Kollagenfasern.

Werke[Bearbeiten]

  • Malaria and Its Treatment. – Erfahrungen mit Malaria in den Jahren 1915
  • One Hour of Justice: The Black Book of the Egyptian Hospitals – Beschreibung des maroden ägyptischen Gesundheitssystems

Nachrufe[Bearbeiten]

  • British Medical Journal, London, 1959, 1: 1191.
  • Lancet, London, 1959, I: 947.

Quelle[Bearbeiten]