Arthur von Seckendorff-Gudent

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Arthur Freiherr von Seckendorff-Gudent (* 1. Juli 1845 in Schweizerhalle bei Basel; † 29. November 1886 in Wien) war ein schweizerisch-österreichischer Forstwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten]

1868 war von Seckendorff Privatdozent in Zürich; 1870 wurde er Professor an der Forstakademie Mariabrunn. Von 1874 bis 1886 leitete er die Forstliche Bundesversuchsanstalt Österreichs. Dieses Waldforschungszentrum war 1874 durch Kaiser Franz Josef begründet worden, um insbesondere die Folgen von Großkahlschlägen und Entwaldungen zu untersuchen. Seit 1875 war er auch Professor an der Hochschule für Bodenkultur in Wien.

Seckendorff-Gudent hat erste Versuche zur „Überlappung“ von Jahrringen unterschiedlicher Bäume gemacht und kann somit als ein Vorläufer der Dendrochronologie gelten, die dann von Andrew Ellicott Douglass begründet wurde.

1988 wurde der Seckendorff-Gudent-Weg in Wien-Hietzing nach ihm benannt.

Schriften[Bearbeiten]

Wissenschaftliche Hauptschriften[Bearbeiten]

  • Kreisflächentafeln zum Gebrauche bei Holzmassenaufnahmen (1875, 2. Auflage)
  • Die forstlichen Verhältnisse Frankreichs (1879)
  • Beiträge zur Kenntnis der Schwarzföhre (1881)
  • Verbauung der Wildbäche, Aufforstung und Berasung der Gebirgsgründe (1884)
  • Zur Geschichte der Wildbachverbauung (1886)

Herausgebertätigkeiten[Bearbeiten]

  • Mitteilungen aus dem forstlichen Versuchswesen Österreichs
  • Zentralblatt über das gesamte Forstwesen

Literatur[Bearbeiten]