Arthur Gossard

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Arthur C. Gossard (* 18. Juni 1935 in Ottawa (Illinois)) ist ein US-amerikanischer Festkörperphysiker.

Gossard studierte an der Harvard University (Bachelor 1956) und promovierte 1960 an der University of California, Berkeley. Danach war er von 1960 bis 1987 an den Bell Laboratories (zuletzt als Distinguished Member of Technical Staff), wo er mit Horst Ludwig Störmer und Daniel Chee Tsui (die dafür den Nobelpreis bekamen) 1981 den gebrochenzahligen Quanten-Hall-Effekt (FQHE) entdeckte. Seit 1987 ist er Professor für Elektrotechnik, Materialwissenschaften und Informatik an der University of California, Santa Barbara.

Gossard beschäftigte sich unter anderem mit Molekularstrahl-Epitaxie, Wachstum von Quantum Wells, Supergittern, magnetische Halbleiter und zusammengesetzte (Metall/Halbleiter) Nanomaterialien. Er ist Mitentdecker des „beschränkten Quanten-Stark-Effekts“ (quantum confined Stark Effect, QCSE).

1962/63 war er am Kernforschungszentrum in Saclay und 1996 war er als Humboldt Fellow an der Universität Erlangen.

1984 erhielt er mit Tsui und Störmer den Oliver E. Buckley Condensed Matter Prize. 2001 erhielt er den James C. McGroddy Prize for New Materials der American Physical Society. Seit 2001 ist er Mitglied der National Academy of Sciences. 2006 erhielt er den Newcomb Cleveland Prize der American Association for the Advancement of Science.

Schriften[Bearbeiten]

  • mit Tsui, Störmer: Two dimensional Magnetotransport in the extreme quantum limit. Phys.Rev. Lett., Bd.48, 1982, S. 1559–1562 (Entdeckung des FQHE)

Weblinks[Bearbeiten]