Arthur Lloyd Eshbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Arthur Lloyd Eshbach (Pseudonym: L. A. Eshbach; * 20. Juni 1910 in Palm, Pennsylvania; † 23. Oktober 2003 in Myerstown, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Science-Fiction-Autor und Herausgeber.

Leben[Bearbeiten]

Eshbach wurde als fünftes von sechs Kindern der Katheryn und des Oswin Eshbach geboren. Er wuchs in Reading auf. 1926 verließ er 15-jährig die Schule, um zu arbeiten, und entdeckte im örtlichen Buchshop die erste Ausgabe von Amazing Stories. Science Fiction fesselte ihn fortan.

Er begann Fan-Post zu schreiben, verfasste bald schon eigene Geschichten und am 14. Oktober 1929 gelang es ihm eine Kurzgeschichte an Science Wonder Stories zu verkaufen. So begann seine schriftstellerische Laufbahn. Amazing, Astounding, Weird, Startling und Wonder waren die Magazine welche ihn auf diesem Weg begleiteten. Sein erster SF-Titel war The Voice from the Ether und wurde 1931 im Magazin Amazing veröffentlicht. In diesem Jahr wurde er auch Herausgeber der Magazine Marvel Tales und The Galleon. Es war aber vorläufig nur ein erstes kurzes Gastspiel als Verleger.

Als Mitglied des First Fandoms nahm er regen Anteil an der sich entwickelnden Scene im Fandom. 1939 besuchte er den ersten Worldcon und nahm in der Folge auch weiter über Jahrzehnte an vielen verschiedenen Conventions teil.

1946 kam die Buchform in der Science Fiction auf und dies inspirierte ihn ins Verlagsgeschäft einzusteigen. Er gründete Fantasy Press und publizierte in der Folge Werke von E. E. Smith, Jack Williamson und einigen anderen. Fantasy Press war einer der ersten Verlage welche SF-Bücher als Hardcover veröffentlichten. Eshbach war mit diesem Kleinverlag nicht der erste Kleinverleger, aber sehr erfolgreich (obwohl er schließlich Konkurs machte).

Das erste Buch das er verlegte war Spacehounds of IPC von E. E. Smith und sein monetärer Einsatz dafür betrug rund 80 Dollar. Um die Veröffentlichungen zu finanzieren, kam Eshbach auf die Idee der signierten, nummerierten Auflage. Eine Innovation die bis heute zahlreiche Nachahmer fand.

Seine bekannteste Reihenveröffentlichung war sicherlich Lensman. Sein Erfolg war trug maßgeblich dazu bei, dass größere Verlage sich dem Genre zuwandten. Fantasy Press wurde 1950, nach Publizierung von 52 Büchern, aufgelöst und 1952 gründete er den kurzlebigen Verlag Polaris Press in dem er weitere 2 Bücher veröffentlichte.

Eshbach beobachtete die Verlegerszene genau. Gnome, Shasta, Grant, Prime, FPCI, Arkham House und wie die Verlage der ersten Stunde alle hießen. In seinen Memoiren Over My Shoulder: Reflections on a Science Fiction Era, 1982 veröffentlicht, spielen sie die Hauptrolle. Mit ihnen zeichnet er eine Welt des frühen Zukunftsromans-Fans, des Laienverlegers und des Science Fiction Autors.

Auch soll der Begriff Speculativ Fiction auf Arthur L. Eshbach zurückgehen. Im Versuch das entstehende neue Genre in Science Fiction und Fantasy zu trennen, machten Robert A. Heinlein und Eshbach den Vorschlag, letztere als Speculativ Fiction zu bezeichnen. Dies hätte die Verleger davor gerettet, die Label umbenennen zu müssen, welche in der Regel durchgehend mit SF bezeichnet waren und damit dann beides bedeuten konnten. Dieser Vorschlag setzte sich aber nicht durch. 1947 veröffentlichte er mit Of Worlds Beyond das erste Sekundärwerk der Science Fiction. Robert A. Heinlein, John Taine, Jack Williamson, A. E. van Vogt, Edward E. Smith, Ph.D., Delager L. Sprague und John W. Campbell, Jr. geben in sieben Abhandlungen Tipps und Insiderinformationen für SF-Schriftsteller und bieten dem Leser wertvolle Hintergrundinformationen über die Erstellung von SF-Texten. Auch heute wird es noch von vielen Dozenten zu Lehrzwecken verwendet.

Die meisten seiner Romane entstanden spät in seiner Karriere als Schriftsteller. Der Letzte, Scroll Of Lucifer, wurde 1990 veröffentlicht.

Er war von 1958 bis 1962 Verleger von Kirchenliteratur und von 1962 bis zu seiner Pensionierung, im Jahre 1975, war er Verkäufer für das Moody Bible Institute, Chicago.

Nach seiner Pensionierung wurde er Prediger in der Evangelical Congregational Denomination und der Mount Culmen Evangelical Congregational Church nahe Bowmansville, Lancaster (New York), zugeteilt. Im folgenden Jahr diente er als Pastor der First Evangelical Congregational in Reading und 1977 absolvierte er ein Jahr bei der Trinity EC Church in Womelsdorf.

Cris Owen, ein ehemaliges Mitglied der Scientology-Kirche, bringt Athur Eshbach in seinem Essay Die Korruption von Scientology – Wie „die Straße zur totalen Freiheit“ mit Gold bezahlt wurde" auch mit Ron Hubbard in Verbindung. Er bezeichnet Arthur Eshbach als Verbündeten Hubbards und führt ihn unter anderen als Zeugen für die Aussage an, dass der Ausspruch, dass „...ein Mann, wenn er wirklich eine Million Dollar machen will, am besten den Weg einschlägt eine Religion zu gründen.“ auf Hubbard, und nicht auf George Orwell, zurückzuführen ist. Als Beweis wird die betreffende Stelle in Eshbachs Memoiren angeführt.

Als aktives Mitglied des First Fandom war Eshbach Ehrengast beim World Science Fiction Convention 1949 und auf der World Fantasy Convention 1995.

Als er am 23. Oktober 2003 93-jährig verstarb, hinterließ er seinen Sohn Daniel R., fünf Enkelkinder und zehn Urenkel.

Auszeichnungen (Auszug)[Bearbeiten]

Deutsche Bibliographie (Auszug)[Bearbeiten]

  • Rächer vom Jupiter (Mutineers Of Space, 1939) Pabel Utopia 97 (1957)

Englische Bibliographie (Auszug)[Bearbeiten]

Serie Gates of Lucifer

  • The Land Beyond The Gate (1984) Roman
  • The Armlet Of The Gods (1986) Roman
  • The Sorceress Of Scath(1988) Roman
  • The Scroll Of Lucifer (1990) Roman

Serie Subspace

  • The Garden of Fear and Other Stories of the Bizarre and Fantastic (1945) Collection
  • Tyrant of Time (1955) Collection
  • The History of the Science Fiction Magazine Part 1: 1926–1935 (1974) Collection
  • Of Worlds Beyond: The Science of Science Fiction Writing (1947) Non-Fiction
  • Over My Shoulder: Reflections on a Science Fiction Era (1983) Non-Fiction
  • A Most Uncommon Man: E. E. “Doc” Smith (1998) Non-Fiction
  • The Gray Plague (1930) Story
  • The Invisible Destroyer (1930) Story
  • The Voice from the Ether (1931) Story (auch A Voice from the Ether)
  • The Valley of Titans (1931) Story
  • The Tyrant of Time (1932) Story (auch The Time Conqueror)
  • Light from Infinity (1932) Story
  • The Man with the Hour Glass (1934) Story
  • The Brain of Ali Khan (1934) Story
  • The Kongdom of Thought (1935) Story
  • The Meteor Miners (1935) Story
  • Isle of the Undead (1936)
  • The Outpost on Ceres (1936) Story
  • Isle of the Ordeal (1936)
  • Dust (1939) Story
  • Three Wise Men (1939) Story
  • The God that Science Made (1939) Story (auch The Place of Orchids)
  • Singing Blades (1940) Story
  • The Cauldron of Life (1940) Story (auch The Cauldron)
  • The Hyper Sense (1941) Story
  • God of Light (1944) Story (auch The Light from Beyond)
  • The City of Dread (1955) Story
  • Spaceways Incident (1955) Story
  • Expert Assistance(1957) Story
  • Murder by Hex (1958) Story
  • The Armlet of the Gods (1986)
  • Sister Abigail’s Collection (1988) Story
  • Wodan’s Army (1989) Story
  • The Wanderer (1934) Gedicht
  • The Martian Cry (1934) Gedicht
  • Lunar Doom (1935) Gedicht
  • Letter (1931) Essay in Wonder Stories (1931)
  • Introduction (1964) Essay in Of World Beyond (1964)