Arthur MacArthur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den amerikanischen General und Militärgouverneur Arthur MacArthur, für seinen gleichnamigen Vater und Gouverneur von Wisconsin siehe Arthur MacArthur senior.
Arthur MacArthur junior

Arthur MacArthur Jr. (* 2. Juni 1845 in Springfield, Massachusetts; † 7. September 1912 in Milwaukee) war ein US-amerikanischer Generalleutnant und 1900 bis 1901 Militärgouverneur der Philippinen.

Sezessionskrieg und frühe militärische Laufbahn[Bearbeiten]

Der Sohn des Gouverneurs von Wisconsin, Arthur MacArthur senior, und Vater des späteren US-Generals Douglas MacArthur trat beim Ausbruch des Sezessionskrieges als Freiwilliger in das 24. Infanterieregiment in Wisconsin ein und nahm an verschiedenen Schlachten teil. Für seinen Einsatz als Oberleutnant und Adjutant seiner Einheit während der Schlacht um Missionary Ridge (Tennessee) am 25. November 1863 erhielt er 1890 die „Medal of Honor“ des US-Kongresses.

Nach dem Ende des Bürgerkrieges begann er im Juni 1865 mit einem Studium der Rechtswissenschaften, trat jedoch bereits im Februar 1866 als Unterleutnant wieder in die reguläre Armee ein. In den kommenden 30 Jahren wurde er in verschiedenen Standorten verwendet und nahm 1885 unter anderem am Krieg gegen den Apachenhäuptling Geronimo teil.

Spanisch-Amerikanischer Krieg[Bearbeiten]

Beim Ausbruch des Spanisch-Amerikanischen Krieges 1898 war er im Dakota-Territorium stationiert. Im gleichen Jahr wurde er Brigadegeneral der Freiwilligenarmee und nahm an der Eroberung von Manila teil. 1899 wurde er dann zum Oberstleutnant der US-Armee befördert.

Am 5. Mai 1900 wurde er von Präsident William McKinley als Nachfolger von Elwell Stephen Otis zum Militärgouverneur der Philippinen ernannt. Bereits am 4. Juli 1901 wurde jedoch William Howard Taft zum (zivilen) Gouverneur. Die Zusammenarbeit der beiden war von dauernden Auseinandersetzungen geprägt, so dass MacArthur in der Folge von seinem Posten als Militärbefehlshaber auf den Philippinen in die USA zurückberufen wurde. Die Abneigung gegen Politiker und zivile Mitarbeiter der Streitkräfte übertrug sich auch auf seinen Sohn Douglas MacArthur, als dieser später Oberkommandierender im Pazifik und während des Koreakrieges war.

Russisch-Japanischer Krieg[Bearbeiten]

In den folgenden Jahren wurde er auf mehreren Posten in seiner Heimat verwendet. 1905 wurde in die Mandschurei entsandt, um die letzten Stadien des Russischen-Japanischen Krieges zu beobachten. Anschließend diente er ein Jahr als Militärattaché an der US-Botschaft in Japan. Als er 1906 erneut in die USA zurückkehrte, nahm er sein Amt als Kommandeur der Pazifikdivision wieder an.

Noch im gleichen Jahr wurde er als Generalleutnant ranghöchster Offizier des Heeres. Dennoch blieb ihm die Stellung als Generalstabschef verwehrt, da sich die auf den Philippinen begonnenen Meinungsverschiedenheiten fortsetzten, so dass MacArthur seinen Traum vom Kommando über die gesamte US-Armee niemals verwirklichen konnte.

Mit Erreichen der Altersgrenze von 64 Jahren schied er am 2. Juni 1909 aus der Armee aus. William Howard Taft war zu diesem Zeitpunkt gerade drei Monate als 27. US-Präsident im Amt.

Kurz nachdem er zu einer Gedenkveranstaltung seiner Einheit aus dem Sezessionskrieg gereist war, erlitt er einen tödlichen Herzinfarkt. Er wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kenneth Ray Young: The General's General. The Life and Times of Arthur MacArthur. Westview Press, Boulder u. a. 1994, ISBN 0-8133-2195-6, (History and warfare).

Quellen[Bearbeiten]