Arthur Ungnad

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Arthur Ungnad (* 3. August 1879 in Magdeburg; † 26. April 1945 in Berlin (Suizid)) war ein deutscher Semitist und Altorientalist.

Leben[Bearbeiten]

Ungnad studierte bei Heinrich Zimmern und Friedrich Delitzsch Assyriologie und promovierte bei ihm in Berlin 1903 mit einer Arbeit zur Syntax der Gesetze Hammurapis. Danach setzte er seine Tätigkeit als Assistent an der Vorderasiatischen Abteilung der Königlichen Museen zu Berlin fort. 1909 folgte er dem Ruf an den neugegründeten Lehrstuhl für orientalische Sprachen an die Universität Jena. Ungnad lehrte hier als Privatdozent, bis er 1919 an die Universität Greifswald berufen wurde.

Sein Interesse galt überwiegend den Assyrern und Babyloniern, insbesondere deren religiösen Texten. Er war einer der Herausgeber der Sammlung Altorientalische Texte und Bilder zum Alten Testament (zusammen mit Erich Ebeling, Hugo Gressmann und Hermann Ranke). Er übertrug das Gilgamesch-Epos und gab eine Textausgabe der Elephantine-Papyri heraus. Seit 1900 entwickelte er seine Pan-Subaräische Theorie, nach der Subaräer nicht nur die Gründer des assyrischen Reiches waren, sondern im gesamten Gebiet zwischen Anatolien und Ägypten gelebt hatten.

Werke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]