Artjomowsk

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Artjomowsk (Begriffsklärung) aufgeführt.
Stadt
Artjomowsk
Артёмовск
Föderationskreis Sibirien
Region Krasnojarsk
Rajon Kuragino
Gegründet 1700
Frühere Namen Olchowka (1700–1835)
Olchowski (1835–1939)
Stadt seit 1939
Fläche 16 km²
Bevölkerung 2179 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 136 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 470 m
Zeitzone UTC+7
Telefonvorwahl (+7) 39136
Postleitzahl 662951
Kfz-Kennzeichen 24, 84, 88, 124
OKATO 04 230 502
Geographische Lage
Koordinaten 54° 21′ N, 93° 26′ O54.3593.433333333333470Koordinaten: 54° 21′ 0″ N, 93° 26′ 0″ O
Artjomowsk (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Artjomowsk (Region Krasnojarsk)
Red pog.svg
Lage in der Region Krasnojarsk
Liste der Städte in Russland

Artjomowsk (russisch Артёмовск) ist eine Kleinstadt in der Region Krasnojarsk (Russland) mit 2179 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Südwestflanke des Ostsajan, etwa 180 km (Luftlinie) südlich der Regionshauptstadt Krasnojarsk, am Fluss Dscheb im Flusssystem des Jenissei.

Die Stadt Artjomowsk liegt im Rajon Kuragino, etwa 70 Kilometer nordöstlich des Verwaltungszentrums Kuragino, das zwar keine Stadtrechte besitzt, aber nach der Einwohnerzahl Artjomowsk heute um das Sechsfache übertrifft.

Geschichte[Bearbeiten]

Etwa 1700 entstand in der Gegend der heutigen Stadt das Dorf Olchowka (von russisch olcha für Erle). 1835 wurde der Ort als Siedlung Olchowski bei einem Goldbergwerk erwähnt. Mit der Ausweitung der Goldförderung zu Sowjetzeiten wuchs der Ort und erhielt 1939 unter dem heutigen Namen Stadtrecht (nach dem Revolutionär Fjodor Sergejew, genannt Artjom). Bereits kurz nach der Verleihung des Stadtrechts begann in den 1940er-Jahren die Bedeutung dieses Gebietes mit Verlagerung des Schwerpunktes der Goldförderung in andere Regionen des Landes abzunehmen, und die Bevölkerungszahl sank stark. Mit der faktischen Einstellung der Goldproduktion in den 1990er-Jahren wird der Ort allmählich zur Geisterstadt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 23.513
1959 13.073
1970 10.485
1979 9.988
1989 4.521
2002 2.929
2010 2.179

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Goldförderung mit den Nebenprodukten Kupfer und Silber, früher in den Händen von Jenisseisoloto, ist in den 1990er Jahren zum Erliegen gekommen.

In acht Kilometern Entfernung führt die 1965 fertiggestellte Südsibirische Eisenbahn AbakanTaischet am Ort vorbei (Station Koschurnikowo bei der gleichnamigen Siedlung).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]