Arturo Ripstein

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Arturo Ripstein im März 2009.

Arturo Ripstein y Rosen (* 13. Dezember 1943 in Mexiko-Stadt) ist ein mexikanischer Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor. Er begann seine Karriere als Assistent von Luis Buñuel und machte sich später einen Namen mit unabhängigen Filmen oftmals nach Vorlagen und Drehbüchern großer lateinamerikanischer Autoren.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Arturo Ripstein wurde am 13. Dezember 1943 in Mexiko-Stadt geboren. Sein Vater war ein Filmregisseur. Seine Karriere in der Filmindustrie begann er als Assistent des bedeutenden Regisseurs Luis Buñuels, an dessen Film Der Würgeengel aus dem Jahr 1962 er mitgearbeitet hatte. Im Jahr 1965 gab Ripstein mit Tiempe de Morir sein Regiedebüt. Das Drehbuch für diesen Film war von Carlos Fuentes und Gabriel García Márquez geschrieben worden. Solche Zusammenarbeiten mit großen lateinamerikanischen Schriftstellern gab es in der Folge mehrere Male. Arturo Ripstein konnte sich in der mexikanischen Filmbranche etablieren und seine Arbeit auch unter der Regierung José López Portillo, unter dem die Filmförderung stark gekürzt wurde, ohne größere Einschränkungen fortsetzen. Tatsächlich drehte er in dieser Zeit zwei Filme, die zu seinen besten gezählt werden.[1] Dabei handelt es sich um El lugar sin límites und La viuada negra, die beide 1977 entstanden. Mit seinen Filmen folgte Arturo Ripstein keine kommerziellen Interessen oder versuchte einen Publikumsgeschmack zu bedienen, sondern folgte allein seinen künstlerischen Ansprüchen. Die Geschichten, die er in den Filmen erzählte, behandelten oftmals Einzelgänger und ihre Probleme. Ripstein arbeitete damit mit langen Einstellungen, in den mehrere Schauspieler auftraten und agierten, was im Gegensatz zu den modernen schnellen Schnitten und vielen Nahaufnahmen altmodisch wirkte.[2] 1991 drehte Ripstein in Zusammenarbeit mit seiner Frau Paz Alicia Garcíadiego ein Remake des Films La mujer del puerto aus dem Jahr 1930. In der neuen Version spielten Andrea Palma und Domingo Soler die Hauptrollen, an der Produktion war eine kleine unabhängige amerikanische Filmgesellschaft beteiligt. Der Film wurde als schwer vermarktbar angesehen, jedoch als ein möglicher Durchbruch des mexikanischen Films im internationalen Arthousekino angesehen. Diese Hoffnungen konnte der Film aber nicht erfüllen, sondern wurde vor allem auf zweitklassigen Filmfestivals vorgeführt.[2] der Film wurde als düster und pessimistisch empfunden, was als Begründung für seine geringe Publikumswirksamkeit angeführt wurde. Seinen bisher letzten Film drehte Ripstein mit El carnaval de Sodoma im Jahr 2006.

Filmographie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Carl J. Mora: „Mexican Cinema: Reflections of a Society, 1896-2004: Reflections of a Society, 1896-2004.“ Mcfarland & Co Inc, 2005. ISBN 978-0786420834

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Carl J. Mora: „Mexican Cinema: Reflections of a Society, 1896-2004: Reflections of a Society, 1896-2004.“ Mcfarland & Co Inc, 2005. Seite 191.
  2. a b Carl J. Mora: „Mexican Cinema: Reflections of a Society, 1896-2004: Reflections of a Society, 1896-2004.“ Mcfarland & Co Inc, 2005. Seite 192.