Arve Opsahl

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Arve Opsahl um 1963.

Arve Opsahl (* 14. Mai 1921 in Kristiania; † 29. April 2007 in Oslo) war ein norwegischer Film- und Theaterschauspieler.

Biografie[Bearbeiten]

Arve Opsahl wurde als Sohn des Schmiedemeisters Aksel Opsahl (1886-1963) und seiner Frau Alvilde Olsen (1889-1958) in Kristiana, dem heutigen Oslo geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte und aufwuchs. Er begann seine Karriere 1942 im Theater als Schauspieler und spielte in zahlreichen Rollen auf der Bühne. Seine ersten Auftritte im Theater hatte er am Scala Revyteater, anschließend im Edderkoppen und im Chat Noir sowie von 1967 war er fest am Oslo Nye Teater engagiert. Ab 1980 war Opsahl weiterhin freiberuflich unter anderem bei Revuen von Dag Frøland am Chat Noir tätig.[1]

Opsahl wirkte außerdem als Schauspieler in mehr als vierzig Filmen und in vielen Fernsehproduktionen mit. Seine bekannteste Rolle hatte er in den 14 Filmen norwegischen Neuverfilmungen der dänischen Olsenbande. Er spielte die Hauptrolle des Bandenchefs Egon Olsen vom ersten norwegischen Olsenbandenfilm 1969 an und in allen anderen 13 Filmen bis 1999. Arve Opsahl hatte auch ein Gastauftritt in der dänischen Olsenbande als betrunkener Tourist Knut in dem Film Der (voraussichtlich) letzte Streich der Olsenbande, gemeinsam mit den anderen Olsenbanden-Darstellern Sverre Holm und Carsten Byhring. Er ist auch für seine Rolle als der alte Mann „Henry“ der norwegischen Fernsehserie Mot i Brøstet weithin bekannt.[1]

Im Dezember 2005 wurde Opsahl durch eine Online-Zeitung schon einmal vorzeitig für tot erklärt, was der Schauspieler in dem Fall aber mit Humor trug.[2]

Besonders tragisch waren auch die Dreharbeiten des letzten norwegischen Olsenbandenfilms (Olsenbandens siste stikk, 1999). Arve Opsahl verspürte Schmerzen im rechten Bein bei den Dreharbeiten zum letzten 14. Film, wollte aber durchhalten, weil er die Hauptrolle des Egon spielte. Nach der Beendigung dieses Filmes wurde dafür dann als Folge ihm ein Bein amputiert. Danach zog Opsahl sich endgültig aus dem Berufsleben zurück.[3]

Filmografie[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1964: Operasjon Sjøsprøyt (Triola) soundtrack, EP
  • 1965: Arve 25 år (NorDisc)
  • 1965: Sett Sjøbein med Arve Opsahl! (NorDisc)
  • 1972: Kjære lille Norge (Camp)
  • 1979: Vitsekrigen (K-Tel) m/Carl Gustaf Lindstedt
  • 1982: Syng med Arve Opsahl (Studio B)
  • 1996: Jubeljubilaren (Triola) samleplate

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1972: Leonardstatuetten
  • 1974: Aamot-statuetten
  • 1991: Amanda Awards Ehrenpreis
  • 2002: Hedersprisen i Komiprisen

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Snorre Bryne: Arve Opsahl er død. In: Dagbladet. dagbladet.no, 30. April 2007, abgerufen am 7. November 2013 (norwegisch).
  2. Gunnar Sohlberg Hagen: Erklært død på VG Nett. Arve Opsahl ble erklært død på VG Nett i går. In: Dagbladet. dagbladet.no, 16. Dezember 2005, abgerufen am 7. November 2013 (norwegisch).
  3. Øyvind Ludt, Vibeke Johnsen und Helle Nilsen: Arve Opsahl er død. Arve Opsahl ble erklært død på VG Nett i går. In: Side 2. side2.no, 30. April 2007, abgerufen am 7. November 2013 (norwegisch).