Arx Fatalis

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Arx Fatalis
Arxfatalis-logo.jpg
Studio FrankreichFrankreich Arkane Studios
Publisher OsterreichÖsterreich JoWood Productions (PC)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten DreamCatcher Interactive (Xbox)
Leitende Entwickler Raphaël Colantonio (Game Director)
Erstveröffent-
lichung
2002 (PC)
2003 (Xbox)
Plattform
  • Arkane Studios Version: PC(Windows), Xbox
  • Arx Libertatis Version: PC(Windows, Linux, FreeBSD), Mac
Lizenz Game-Engine GPL (2011)[1], Artwork proprietäre Lizenz
Genre Rollenspiel
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Maus, Tastatur (PC), Controller (Xbox)
Systemvor-
aussetzungen
Medium CD-ROM, Download
Sprache Deutsch
Aktuelle Version
  • v1.21 (2011, letzte Arkane Studios Version)[1]
  • v1.1 (2013, Arx Libertatis)[2]
Altersfreigabe
USK ab 16 freigegeben
PEGI ab 16 Jahren empfohlen

Arx Fatalis (lateinisch: "Verhängnisvolle Festung/Zuflucht") ist der Titel eines im Jahre 2002 veröffentlichten 3D-Rollenspieles der Entwicklungsfirma Arkane Studios (u.a. Dark Messiah of Might and Magic). Das Spiel erschien für PC und die X-Box.

Hintergrundgeschichte[Bearbeiten]

Der Spieler erwacht ohne jegliche Erinnerung an seine Vergangenheit in einer vermoderten Gefängniszelle. Man erfährt von seinem Zellennachbarn, dass man sich in der unterirdischen, mittelalterlichen Welt Arx befindet und dass Menschen und andere Kreaturen nach dem Erlöschen des Sonnenlichtes vor hunderten von Jahren in diese flüchteten und hier nun ihr düsteres Dasein fristen. Nach seinem Ausbruch aus der Zelle flüchtet man durch unterirdische Katakomben, bis man irgendwann auf einen geplünderten Außenposten der Menschen stößt. Hier bekommt man den Auftrag, den König von Arx aufzusuchen und ihn zu warnen, dass die sogenannten Ylsiden - gefährliche Krieger mit ungeheuren Fähigkeiten - einen Angriff gestartet haben. So wird der Hauptcharakter, der eigentlich nur auf der Suche nach seiner Identität ist, unverhofft in eine Geschichte hineingezogen, bei der sich am Ende herausstellen wird, dass er mehr ist, als er zu sein scheint. Nämlich derjenige, der den bösen Gott Akbaa am Wiederauferstehen hindern wird.

Spielwelt[Bearbeiten]

Arx ist eine komplett unterirdische Welt im Stile der Ultima Underworld-Spiele, die hauptsächlich aus Höhlenkomplexen und Katakomben besteht. Es gibt nur eine größere Stadt, nämlich die namengebende und sich in einer riesigen Höhle befindende Stadt "Arx", in der auch der König der Menschen in einer Burg haust. Ansonsten findet man hier und da nur kleinere Ansiedlungen der Menschen oder Bauten anderer Rassen vor. Viele Gebiete sind recht düster gehalten und werden nur spärlich durch die an den Wänden befestigten Fackeln beleuchtet. Man findet in den weitläufigen Dungeons oft sterbliche Überreste von Menschen sowie (lebenden) Ratten und Spinnen, was die ohnehin schon düstere Atmosphäre noch zusätzlich steigert.

Spielmechanik[Bearbeiten]

Arx ist eine interaktive Welt. Der Spieler kann Brot backen, Tränke brauen, angeln, Waffen bearbeiten und verbessern, Fackeln und Feuerstellen entzünden (auch um darauf zu braten) und Objekte wie Steine und Stühle aufnehmen und werfen. Wie in einem Rollenspiel üblich kann er auch mit Personen reden, handeln und Schalter sowie Gegenstände benutzen oder kombinieren. Waffen nutzen mit der Zeit ab und können zerbrechen. Gegenstände aus dem Inventar können auf dem Boden abgelegt werden und befinden sich auch später noch da, wo man sie hingelegt hat. Freundlich gesinnte Personen sind nur solange freundlich, wie man sie nicht angreift oder bestiehlt. Charaktere merken sich die Handlungen des Spielers und Gruppen halten zueinander.

Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten]

Der Aufbau von Arx Fatalis ist stark von Spielen der Looking Glass Studios beeinflusst, besonders Ultima Underworld. Der Entwickler, Arkane Studios, gab an, dass Arx Fatalis ursprünglich als Ultima Underworld III geplant und entwickelt worden war, sie jedoch keine Lizenz dafür erlangen konnten um es als solches zu veröffentlichen.[3]

Deutsche Version[Bearbeiten]

Die deutsche Version von Arx Fatalis wurde komplett übersetzt und relativ professionell synchronisiert, so spricht z.B. Donald Arthur die Trolle. Auch wurde die deutsche Version zensiert. In der originalen Version ist es möglich, Körperteile von einigen Kreaturen abzutrennen. Außerdem spritzt mehr Blut bei Treffern. Weiterhin wurden einige Ambient-Objekte, wie herumliegende Leichenteile, aus dem Spiel genommen. Es ist allerdings möglich, diese Zensurmaßnahmen wieder komplett rückgängig zu machen, indem man sich den aktuellen offiziellen Patch installiert und einen Eintrag in einer Datei ändert.

Offenlegung des Quellcodes[Bearbeiten]

Am 14. Januar 2011 hat der Entwickler den Quelltext der Engine unter den Bedingungen der GNU General Public License veröffentlicht.[4] Es entstanden mehrere Projekte auf Basis des Quellcodes, z.B. Arx Libertatis[5] mit dem Ziel den Quellcode plattformunabhängig zu machen als auch verbliebene Bugs zu beheben (Community-Patch).

Im April 2012 veröffentlichte das Arx Libertatis-Projekt eine erste angepasste Version der offengelegten Arx Fatalis-Engine, erstmals für auch bis jetzt nicht unterstützte Plattformen wie Linux und FreeBSD.[6][7] Die letzte Iteration von Arx Libertatis 1.1 vom Juli 2013 behebt einige schwerwiegende Probleme des Ursprungsspiels bzgl. des Timings.[2]

Auch wurden Übersetzungen des Spieles von Fans in Sprachen erstellt, für die das Spiel offiziell nie erschienen war, z.B. in polnisch, türkisch und koreanisch.[8][9][10]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Christoph Hofmann: Arx Fatalis - Patch 1.21 & Source Code veröffentlicht. gamersglobal.de. 14. Januar 2011. Abgerufen am 10. August 2011.
  2. a b Arx Libertatis 1.1 "Rhaa Movis" released (englisch) arx-libertatis.org. 14. Juli 2013. Abgerufen am 14. Juli 2013.
  3. Brett Todd: Arx Fatalis GameSpot Preview (englisch) In: GameSpot. 21. März 2002. Abgerufen am 29. Juli 2007: „Is this the spiritual successor to Ultima Underworld?
  4. Nick: Arx Fatalis source code, patch released! (englisch) bethblog.com. 14. Januar 2011. Abgerufen am 10. August 2011.
  5. Arx Libertatis Homepage (englisch) 31. Juli 2012. Abgerufen am 17. November 2012: „Arx Libertatis 1.0.3 updates and improves Arx Fatalis by supporting modern systems, porting the game to new systems as well as eliminating bugs and limitations. In the future we plan to improve and modernize the engine as well as enable customizations and mods by the community.
  6. Matthew Humphries: Arx Libertatis: cross-platform port of Arx Fatalis released (english) www.geek.com. 21. April 2012. Abgerufen am 17. November 2012: „What’s interesting about Arx Fatalis is that development of the game started up again last year. Arkane Studios released patch 1.21 and with it open sourced the engine. That led to an new project called Arx Libertatis, which aimed to update the game to be played on multiple modern operating systems including Windows and Linux.
  7. https://github.com/arx/ArxLibertatis#readme
  8. Arx Fatalis (plprojekt)
  9. Arx Fatalis Türkçe yama (Version vom 16. Juli 2013 im Webarchiv Archive.today)
  10. 악스 파탈리스 (Arx Fatalis) - 한글 패치 배포