as-Samh ibn Malik al-Chawlani

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

As-Samh ibn Malik al-Chawlani (arabisch ‏السمح بن مالك الخولاني‎, DMG as-Samḥ b. Mālik al-Ḫawlānī; † 721) war zwischen 719 und 721 Statthalter der muslimisch besetzten Iberischen Halbinsel (al-Andalus).[1]

Zu Beginn des 8. Jahrhunderts fiel er mit einer großen Armee ins Fränkische Reich ein. Nach einigen Anfangserfolgen wie der Belagerung der Städte Narbonne, [2] Béziers, Agde, Lodève, Maguelonne (Montpellier) und Nîmes zog er sich in die Pyrenäenhalbinsel zurück, um weitere Kämpfer für die Belagerung der stark verteidigten fränkischen Stadt Toulouse zu gewinnen. Er kam mit einer großen Armee von über 375.000 Kämpfern und Belagerungsmaschinen zurück.

Die Schlacht von Toulouse (721), der Kampf um eine Stadt mit nahezu unüberwindlichen Mauern, dauerte bis in den Frühsommer. Die Verteidiger, ausgehungert und ohne Nachschub an Munition, wollten sich fast schon ergeben, als am 9. Juni 721 der dux Eudo von Aquitanien mit einem großen Entsatzheer eintraf, as-Samhs Nachhut angriff und dessen Truppen einkesselte. Eingekesselt zwischen den Verteidigern der Stadt Toulouse und dem Entsatzherr Eudos versuchte as-Samh mit der Masse seiner Truppen auszubrechen, aber er wurde an einem Ort namens Balat eingeschlossen, während seine Armee durch die christlichen Kräfte vernichtend geschlagen wurde. Dabei wurde as-Samh tödlich verwundet.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. David L. Lewis: God's Crucible: Islam and the Making of Europe, 570-1215. W. W. Norton, New York 2008, ISBN 0-393-06472-7, S. 56.
  2. Philip Khuri Hitti: History of Syria Including Lebanon and Palestine, Vol. 1. Gorgias Press LLC, 2002, ISBN 1-931956-60-X, S. 468.
Vorgänger Amt Nachfolger
Al-Hurr ibn Abd ar-Rahman Statthalter von Al-Andalus
719–721
Abd ar-Rahman