Asahi Glass

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Asahi Glass Co., Ltd.
旭硝子株式会社
Logo
Rechtsform Kabushiki kaisha
ISIN JP3112000009
Gründung 1907
Sitz Chiyoda JapanJapan Japan
Branche Glashersteller
Website www.agc.co.jp

Das japanische Unternehmen Asahi Glass Co., Ltd. (jap. 旭硝子株式会社, Asahi garasu Kabushiki-gaisha) oder AGC kurz genannt, gelistet im Nikkei 225, ist ein Hersteller von Glas. Es ist eines der Unternehmen des ehemaligen Mitsubishi-Konzerns.

Die Hauptbranchen des Unternehmens sind:

  • Glas für Autos und Industriematerialien
  • Biotechnologie und deren Erforschung
  • Performanz Chemikalien, unter anderem stellt Ashai Fluorpolymere her, wie ETFE Laminate (bekannt für seinen Gebrauch bei der Allianz Arena in München)
  • Display Glas
  • Materialien der Elektronik
  • Optische Produkte und Telekommunikationsprodukte

Unternehmensbeteiligungen[Bearbeiten]

  • Asahi Fiber Glass Co. Ltd.
  • Asahi Techno Glass Corp.
  • Ise Chemical Industries Co., Ltd
  • Interpane AG Germany

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1907 von Toshiya Iwasaki, dem zweiten Sohn des zweiten Präsidenten des Mitsubishi-Zaibatsu, gegründet. Das Unternehmen war der erste japanische Hersteller von Flachglas. 1988 gründete man gemeinsam mit Corning das Joint Venture Corning Asahi zur Herstellung von Bildröhren für den nordamerikanischen Markt.[1]

Verurteilung wegen Preisabsprachen 2007[Bearbeiten]

Historisches Logo

Im November 2007 verhängte die Europäische Union durch EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes gegen das Unternehmen eine Geldstrafe von 65 Millionen Euro. Asahi war an einem internationalen Kartell mit den Unternehmen Guardian Industries aus den Vereinigten Staaten, Pilkington aus Großbritannien und Saint Gobain aus Frankreich beteiligt, die illegale Preisabsprachen getroffen hatten. Weil das Unternehmen Asahi mit der Kommission kooperierte, wurde deren Buße auf 65 Millionen Euro reduziert.[2]

Verurteilung wegen Preisabsprachen 2011[Bearbeiten]

Im Oktober 2011 wurde das Unternehmen wegen illegaler Preisabsprachen im Zeitraum von 1999 bis 2004 von der EU zusammen mit Nippon Electric, der Schott AG und Samsung Corning Precision Materials zu einer Gesamtstrafe in Höhe von 128,7 Millionen Euro verurteilt. Das Kartell hatte die Preise von Bildröhrenglas für Fernseher und Computerbildschirme abgesprochen. Samsung Corning Precision Materials blieb von einer Strafe verschont, da das Unternehmen der Kommission die Verstöße berichtet hatte. [3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schenectady Gazette vom 12. Oktober 1988: [_http://news.google.com/newspapers?id=8nwhAAAAIBAJ&sjid=vogFAAAAIBAJ&pg=2852%2C3045634 Corning, Asahi In Joint Venture]
  2. Tagesschau:Halbe Milliarde Euro Strafe für Glashersteller (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  3. Schott muss 40 Millionen Buße zahlen, dpa-Meldung vom 20. Oktober 2011