Asbach (Westerwald)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Asbach
Asbach (Westerwald)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Asbach hervorgehoben
50.6666666666677.4258333333333275Koordinaten: 50° 40′ N, 7° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Verbandsgemeinde: Asbach
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 38,59 km²
Einwohner: 7125 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 185 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53567
Vorwahl: 02683
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 003
Gemeindegliederung: 46 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Flammersfelder Straße 1
53567 Asbach
Webpräsenz: www.gemeinde-asbach.de
Ortsbürgermeister: Franz-Peter Dahl (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Asbach im Landkreis Neuwied
Neuwied Buchholz (Westerwald) Asbach (Westerwald) Windhagen Neustadt (Wied) Rheinbreitbach Unkel Bruchhausen (Landkreis Neuwied) Erpel Vettelschoß Linz am Rhein Kasbach-Ohlenberg Ockenfels Sankt Katharinen (Landkreis Neuwied) Dattenberg Leubsdorf (am Rhein) Bad Hönningen Rheinbrohl Hammerstein (am Rhein) Leutesdorf Isenburg (Westerwald) Kleinmaischeid Großmaischeid Stebach Marienhausen Dierdorf Oberdreis Woldert Rodenbach bei Puderbach Ratzert Niederwambach Steimel Döttesfeld Puderbach Dürrholz Hanroth Raubach Harschbach Niederhofen Dernbach (Landkreis Neuwied) Urbach (Westerwald) Linkenbach Breitscheid (Westerwald) Waldbreitbach Roßbach (Wied) Hausen (Wied) Datzeroth Niederbreitbach Hümmerich Oberhonnefeld-Gierend Oberraden Straßenhaus Kurtscheid Bonefeld Ehlscheid Rengsdorf Melsbach Hardert Anhausen Rüscheid Thalhausen Meinborn Nordrhein-Westfalen Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Ahrweiler Landkreis Mayen-Koblenz Koblenz Marienhausen WesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild
Hauptort Asbach, Blick aus Richtung Südwesten
Asbach (Westerwald)

Asbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Asbach, der sie auch angehört.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Asbach liegt im Niederwesterwald zwischen den Naturparks Rhein-Westerwald und Bergisches Land.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ortsteil/Wohnplatz   Einwohner
Altenburg 274
Altenhofen 177
Asbach 3.313
Bennau 196
Bennauermühle 2
Büsch 39
Dasbach 23
Diefenau 4
Dinspel 33
Ditscheid 10
Drinhausen 90
Ehrenstein 3
Germscheid 390
Graben 4
Heckenhahn 14
Heide 203
Hinterplag 159
Hofen 14
Hussen 229
Kalscheid 49
Kaltehöhe 2
Kapaunsmühle 4
Köttingen 73
Ortsteil/Wohnplatz   Einwohner
Krankel 176
Krumbach 25
Krumbachsmühle 3
Krumscheid 85
Limbach 459
Limberg 14
Löhe 273
Meierseifen 8
Niedermühlen 22
Oberplag 184
Pees 18
Rauenhahn 51
Rauenhahnermühle 5
Reeg 4
Rindhausen 76
Schluten 3
Schöneberg 251
Sessenhausen 138
Straßen 91
Thelenberg 69
Wester 16
Wilsberg 63
Zurheiden 97

Stand 31. Dezember 2009

Klima[Bearbeiten]

ASBACH nieder.svg

Der Jahresniederschlag beträgt 952 mm. Die Niederschläge sind hoch. Sie liegen im oberen Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 82% der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juli. Im Juli fallen 1,6 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge sind recht gleichmäßig übers Jahr verteilt. An 27 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Asbach ist in der Zeit der fränkischen Landnahme zwischen 600 und 900 entstanden. Hierauf deuten der Ortsname, heute noch mundartlich „Asbich“, sowie der sogenannte „Frankenwall“ hin. Der Ortsname, alte Schreibweise „Aspach“, ist nicht von einem Wasserlauf hergeleitet, sondern bezeichnet einen Siedlungsplatz, der von Anfang an in Form eines kleinen Weilers und nicht aus einem Gehöft entstand.[2]

Asbach wurde nach 1180 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mirakelbuch von Siegburg und in einer Schenkungsurkundes des Kölner Erzbischofs Philipp von Heinsberg. Philipp schenkte 1183 der Kölner Abtei St. Pantaleon den „Rottzehnt zu Elsaff in der Pfarrei Asbach“. Der Rottzehnt wurde auf neu gerodete Flächen erhoben.

Kurkölnische Zeit[Bearbeiten]

Mitte des 13. Jahrhunderts kam das Kirchspiel Asbach zusammen mit weiteren in den Besitz des Erzstifts Köln. Die kinderlose und verwitwete Gräfin Mechthild von Sayn schenkte den Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden Ländereien aus ihrem mütterlichen Erbe. Das Kirchspiel Asbach wurde später dem kurkölnischen Amt Altenwied zugeordnet, zu diesem gehörten auch die Kirchspiele Neustadt und Windhagen. Das Kirchspiel Asbach gliederte sich in vier Honnschaften und das Kirchdorf Asbach. Das Kirchdorf umfasste nur den Bezirk innerhalb des Walls.

Im 16. Jahrhundert wurde Asbach Sitz des Landgerichts des Amtes Altenwied.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg ließ der Kölner Kurfürst Maximilian Heinrich von Bayern im Jahre 1660 eine Bestandsaufnahme der Ortschaften und Höfe im Amt Altenwied durchführen. Hierbei wurden für das Kirchspiel Asbach aufgezählt:[3]

  • „Kirchdorf zu Aspach“:
Im Kirchdorf Asbach selbst befanden sich „sambt dem Withumbshof fünf Höf sambt Gärten“.
  • „Elsaffter Honschaft“:
In Elsafft selbst bestanden zwei Höfe; dazu kamen der Hof auf dem Broch, der Hof auf der Seusen Wiesen (Sauerwiese?) und der Hof im Diebenseiffen (Diepenseifen). Nur je ein Hof bestand in Rauenhaen (Rauenhahn), in Hecken (Heckenhahn), auf dem Dammich (Dammig) und auf dem Haedtgen. Je zwei Höfe befanden sich in Meyersseiffen (Meierseifen), am Limperg (Limberg), in Peeß, in Buchholtz, auf dem Weddenbroch (Wertenbruch), in Krautscheidt und zu den Eichen. Je drei Höfe gab es in Wahl, in der Bennau, in Rinthausen (Rindhausen), in Solscheid und auf dem Hammelshahn. Vier Häuser zählte man in Köttingen, in Busch und in Seiffen. Walgenbach hatte sechs, Büllesbach acht, Germerscheidt neun und Drinhausen sowie Jungeroth hatten je zehn Höfe. Von den Walgenbacher Höfen gehörte einer dem Erzstift. Hinzu kam noch der Schloderhof. Teilweise gehören die hier genannten Orte und Wohnplätze heute zur Ortsgemeinde Buchholz.
  • „Grießenbacher Honschaft“:
In Barrich und auf dem Schilberg stand je ein Hof. In Wallau gab es zwei, in Irmerroth drei, in Oberscheidt vier, in Mendt, Elsafft (Elsaff) und Hortenbach je fünf und in Greißenbach (Griesenbach) neun Höfe. Es fällt auf, dass Ellsafft auch in der „Elsaffter Honschaft“ und Greißenbach auch in der „Schönenberger Honschaft“ aufgeführt werden. Alle hier genannten Orte und Wohnplätze gehören heute zur Ortsgemeinde Buchholz.
  • „Limpacher Honschaft“:
In Löhe waren vier Höfe und der Hof in der Tunken. Im Limpach (Limbach) und Oberlimpach zählte man zusammen sieben Höfe. In Wester bestand nur der erzstiftische Hof. In Crumbach (Krumbach) gab es nur einen Hof. Zwei Höfe wurden auf dem Graben gezählt; drei in Dittscheidt, in Hausen (Hussen) und zur Heyden (Zurheiden), vier in Parscheidt und acht in Sessenhausen.
  • „Schönenberger Honschaft“:
In Schönenberg selbst wurden 15 Höfe gezählt, worunter sich ein erzstiftischer befand; ferner gab es dort noch den Hof zu Uckersseiffen und den Hof Diebenau (Diefenau). Neun Höfe wurden für Aldenburg (Altenburg) gemeldet, dazu noch der Hof auf der Kelder Höhe (Kaltehöhe) und der Hof zum Reeg. In Altenhoven (Altenhofen) bestanden fünf Höfe, zu denen noch der Hof Niedermühlen kam. Je zwei Höfe fanden sich in Kranckell (Krankel), Dinspell (Dinspel) und Wielsberg, je vier in Krumscheidt und Thielenberg (Thelenberg), fünf in Kalscheid und je sechs in Grießenbach und Plag. Ferner bestand der Hof zu Uttgenbach.
  • „Unterherrlichkeit Ehrenstein“:
Hier gab es neben der Burg und dem Kloster drei Höfe und eine zerstörte Mühle. Ehrenstein war eine eigenständige Pfarrei.

Wied-Runkelsche und Nassauische Zeit[Bearbeiten]

1803 wurde auch der rechtsrheinische Teil des Kurfürstentums Köln aufgelöst. Im Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 wurde nach Artikel 21 dem Fürsten Karl Ludwig Friedrich Alexander zu Wied-Runkel für seinen, infolge der französischen Revolutionskriege, entstandenen Verlust der Grafschaft Kriechingen u. A. das vormals kurkölnische Amt Altenwied zugesprochen. Im Zusammenhang mit dem 1806 auf Initiative Napoleons I. gebildeten Rheinbund kamen die wied-runkelschen, so wie die wied-neuwiedischen, Gebiete zum Herzogtum Nassau. Das nunmehr nassauische Amt Altenwied und damit das Kirchspiel Asbach gehörte zum neu eingerichteten Regierungsbezirk Ehrenbreitstein.

Preußische Zeit[Bearbeiten]

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress fielen 1815 wesentliche Teile des Rheinlands an das Königreich Preußen. Zeitgleich erhielt Preußen vom Herzogtum Nassau im Austausch gegen andere Gebiete auch die nördlichen nassauischen Landesteile, zu denen das Amt Altenwied und das Kirchspiel Asbach gehörten. Asbach wurde Teil der preußischen Provinz Großherzogtum Niederrhein und 1822 der Rheinprovinz. 1816 ordnete Preußen die Verwaltungsstrukturen bezüglich der Landesverwaltung neu. Die Provinzen wurden in Regierungsbezirke und Kreise eingeteilt, diese wiederum im Bürgermeistereien, denen jeweils eine Anzahl von Gemeinden zugeordnet waren. Das Kirchdorf Asbach wurde Verwaltungssitz der gleichnamigen Bürgermeisterei, zu welcher von 1823 an die Honnschaften bzw. später die Gemeinden Elsaff, Griesenbach, Krautscheid, Limbach, Rederscheid, Schöneberg und Windhagen gehörten. Der Ort und die Bürgermeisterei Asbach wurden dem Kreis Neuwied im Regierungsbezirk Koblenz zugeordnet. Weil die alten Ämter Altenwied und Neuerburg 1803 dem Fürsten zu Wied-Runkel gehörten, wurde diese Gebiet und damit auch Asbach zusammen mit den eigentlichen wiedischen Gebieten bezüglich der kommunalen Verwaltung der fürstlich-wiedischen Regierung unterstellt. Die gleichzeitige preußische Verwaltung beschränkte sich auf Hoheits-, Militär- und Steuerangelegenheiten. Erst nachdem Hermann Fürst zu Wied 1848 seine Rechte an den Preußischen König abtrat, war die preußische Verwaltung auch für kommunale Angelegenheiten zuständig.

Der Ort Asbach, der zur wiedisch-preußischen Zeit immer noch nur aus dem Kirchdorf und wenigen Häusern bestand, war zunächst der Honnschaft bzw. später der Gemeinde Elsaff zugeordnet. Erst 1858 wurde aus dem Kirchdorf Asbach und Walgenbach (bis dahin Teil der Gemeinde Elsaff) sowie Parscheid (vorher Gemeinde Limbach) als eigenständige Gemeinde gebildet.[4]

Gebietsänderungen[Bearbeiten]

Die heutige Ortsgemeinde Asbach wurde am 16. März 1974 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Asbach (1.106 Einwohner), Limbach (1.105 E.), Schöneberg (1.662 E.) und einem Teil von Elsaff (1.022 E.) neu gebildet. Bereits zum 7. November 1970 wurden die beiden Weiler Dasbach und Heckenhahn aus der Gemeinde Rott im Landkreis Altenkirchen in die Gemeinde Schöneberg eingegliedert.[5]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Asbach besteht aus 22 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FDP FWG WGD Gesamt
2014 5 14 1 2 22 Sitze
2009 4 14 1 2 1 22 Sitze
2004 3 17 0 1 1 22 Sitze
  • FWG = Freie Wählergemeinschaft Asbach e.V.

Gemeindebürgermeister[Bearbeiten]

Gemeinde- bzw. Ortsbürgermeister seit 1946:[7]

  • 1946–1957  Johann Dittscheid, Asbach
  • 1957–1968  Philipp Limbach, Asbach
  • 1968–1974  Heinz Brockmann, Asbach
  • 1974–1983  Franz Winggen, Krankel
  • 1983–1990  Edmund Buchholz, Krumscheid
  • 1990–2011  Helmut Reith, Niedermühlen
  • 2011–0000  Franz-Peter Dahl, Altenburg

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche[Bearbeiten]

  • St. Laurentius
    1237 Erste urkundliche Erwähnung der Pfarrkirche St. Laurentius und deren Pastor Sibodo.
  • 1455 Foundation der Ehegatten Adam Ütgenbach (Oetgenbach) und Maria von Alfter in der Pfarrkirche zu Asbach.

Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Das RSE-Museum Asbach

Einziges Museum in Asbach ist das Eisenbahnmuseum über die Bröltalbahn. Es wurde im Jahr 2000 eröffnet und stellt im ehemaligen Lokschuppen verschiedene Fahrzeuge (u.a. Lok 53), Exponate und Dokumente über die Bröltalbahn/Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE) aus. Die Gemeinde erwarb den Lokschuppen zwischenzeitlich und brachte hier ihren Bauhof unter. Die Gemeinde traf auf der Suche nach einer weiteren Verwendung des Lokschuppens auf Wolfgang Clössner, der eine passende Unterstellmöglichkeit für seine RSE-Dampflok 53 suchte.

Mithilfe der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder und des Bauhofes der Gemeinde Asbach wurde ein ca. 100 Meter langes Stück Gleis mitsamt Bahnübergang auf dem ehemaligen Asbacher Bahnhofsgelände zum Rangieren und Präsentieren der Fahrzeuge wieder aufgebaut, welches 2012 verlängert werden soll. Mittlerweile wurde auch das Empfangsgebäude von der Gemeinde erworben, seitdem wird es saniert. In der unteren Etage sollen anschließend verschiedene Ausstellungen des Museums untergebracht werden, das Obergeschoss soll als Privatwohnung genutzt werden.

Das Museum öffnet an jedem 2. Sonntag im Monat, der Eintritt ist frei.

Sport[Bearbeiten]

  • Der größte Sportverein in Asbach ist der TuS 1882 Asbach e. V.
    Er ist in die Sportarten: Volleyball, Fußball, Badminton und Breitensport eingeteilt.
  • Tennisclub Asbach
  • Tischtennis Freunde Asbacher Land
  • SchachFreunde Asbacher Land
  • Budoclub Bushido e.V.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Asbach gibt es mehrere kleine Geschäfte. Jedoch befindet sich das Hauptgeschäftszentrum im Gewerbegebiet. In diesem Gewerbegebiet gibt es mehrere Discounter und mit dem „Vorteil-Center“ ein eigenständiges, keiner der großen Handelsketten angehöriges, Einkaufszentrum.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof der Bröltalbahn auf einer Postkarte von 1901

Nördlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 8, welche von Limburg an der Lahn nach Siegburg führt. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Bad Honnef/Linz an der Bundesautobahn 3.

Nächstgelegener ICE-Bahnhof ist Siegburg/Bonn an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Mit der Verlängerung der Bröltalbahn (Schmalspurbahn) Hennef - Buchholz nach Asbach am 15. August 1892 erhielt Asbach einen Bahnhof, welcher als Streckenendpunkt mit Lokschuppen, Empfangsgebäude und Güterschuppen ausgestattet war. Als sich jedoch in den 50er Jahren der Personenverkehr auf die Straße verlagerte, wurde am 1. August 1956 auch der Personenverkehrs von Hennef nach Asbach eingestellt, am 1. Dezember 1956 folgte der Güterverkehr und anschließend die Streckenstilllegung. Der Lokschuppen war nach der Betriebseinstellung der Bahn anfangs noch als Linienbusdepot durch die RSE genutzt worden, der Bahnhof zwischenzeitlich als Privatwohnung, mittlerweile befindet er sich allerdings in Besitz der Gemeinde und wird saniert. Seit der Einstellung des Personenverkehrs verkehren nur noch verschiedene Buslinien u.a. nach Bad Honnef und nach Eitorf, am Asbacher Marktplatz befindet sich ein kleiner Busbahnhof. In Bad Honnef und Eitorf befinden sich heute die nächsten Bahnhöfe, von wo Verbindungen nach Köln, Koblenz (ab Bad Honnef) und Siegen (ab Eitorf) bestehen. Seit 2000 werden Lokschuppen und Bahnhofsgelände als Eisenbahnmuseum genutzt (siehe Museen).

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Im Ort befindet sich die „Kamillus-Klinik“, eine Spezial-Klinik für Multiple-Sklerose-Kranke mit Planbetten im neurologischen Bereich, einem modern eingerichteten Schlaflabor und einer inneren Abteilung. Träger des Krankenhauses ist der katholische Frauenorden „Töchter des heiligen Kamillus“.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ortsgemeinde Asbach (Hrsg.): Geschichte des Asbacher Landes. Text von Josef Schäfer. Asbach 1980.
  • Ortsgemeinde Asbach (Hrsg.): Asbach/Westerwald. Bilder und Berichte aus den letzten 200 Jahren. Druckhaus Lautz, Asbach 1990.
  • Franz Maaßen (Hrsg.): Kirche und Pfarre St. Laurentius Asbach (Westerw.) im Ablauf der Geschichte. Verlag F. Schmidt, Siegburg 1951.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Asbach (Westerwald) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Josef Schäfer: Geschichte des Asbacher Landes, Ortsgemeinde Asbach (Hrsg.), Asbach, 1980
  3. August Welker: Inventur im Amt Altenwied anno 1660, in: Heimat-Jahrbuch des Landkreises Neuwied, 1977, S.101-103.
  4. Ortsgemeinde Asbach (Hrsg.): Asbach/Westerwald. Bilder und Berichte aus den letzten 200 Jahren; 1990, S. 558
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis Rheinland-Pfalz 2006, S 158, 169 (PDF; 2,1 MB)
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Ortsgemeinde Asbach (Hrsg.): Asbach/Westerwald. Bilder und Berichte aus den letzten 200 Jahren; 1990, Seite 47