Ascendancy

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Dieser Artikel erläutert das Computerspiel, für das gleichnamige Album der Band Trivium siehe Ascendancy (Album).

Ascendancy ist das 1995 erschienene Debütwerk des Softwareherstellers The Logic Factory und ein 4X-Strategiespiel.

Ziel des Spiels[Bearbeiten]

Ascendancy stellt den Spieler vor die Aufgabe, seiner Rasse (es gibt derer 21 mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten) den Aufstieg zum galaktischen Imperium zu ermöglichen. Allerdings sind die möglichen Ziele vielfältig. Neben der Eroberung der gesamten Galaxis gibt es beispielsweise auch die Möglichkeit, das Spiel auf diplomatischem Wege zu gewinnen, indem man eine galaxisweite Allianz schmiedet. Zudem ist das Spiel nach Erreichen eines Zieles nicht einfach zu Ende. Dadurch kann man in einem Spiel praktisch mehrmals gewinnen, wenn man mehrere Siegbedingungen gleichzeitig oder nacheinander erreicht.

Spielumgebung[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu vergleichbaren Spielen wie Master of Orion bot Ascendancy erstmals eine echt dreidimensionale Spielumgebung. Das Spielfeld besteht aus einer kugelförmigen Ansammlung von Sonnensystemen, die über sogenannte Sternstraßen miteinander verbunden sind. Die Bewegung von Raumschiffen zwischen den Systemen ist nur entlang dieser Verbindungslinien möglich. Jedes Sonnensystem bildet für sich selbst einen abgeschlossenen Raum, in dem sich Raumschiffe völlig frei in allen drei Dimensionen bewegen können. Selbst die Rotation der Planeten um das Zentralgestirn wurde umgesetzt.

Die Beherrschung von Sonnensystemen und die Besiedelung der Planeten ist ein wesentliches Spielelement. Die Kolonisierung der Planeten erfolgt dabei genreüblich durch den Bau von verschiedenen Gebäuden wie Fabriken, Forschungslaboren und Wohneinheiten. Anders als in vergleichbaren Spielen ist es aber möglich, auf einem kolonisierten Planeten beliebig viele Gebäude jedes Typs zu errichten. Die Anzahl der möglichen Einrichtungen wird durch die Größe des Planeten begrenzt. Dadurch kann der Spieler die drei Produktionsfelder Industrie, Forschung und Bevölkerungswachstum sehr fein aufeinander abstimmen. Andererseits sorgt dieser Spielmechanismus auch dafür, dass der Spieler bei großen Reichen sehr schnell mit einer großen Anzahl von Planeten konfrontiert wird, die alle einzeln verwaltet werden müssen. Um dies erträglicher zu gestalten, hat man die Möglichkeit für jeden Planeten einzeln einen automatischen Baumodus zu aktivieren.

Technikbaum[Bearbeiten]

Eine ungewöhnliche Idee ist die dreidimensionale Repräsentation des Technikbaums, des der eigenen Rasse zur Verfügung stehenden Wissens. Viele erforschte Technologien stellen Voraussetzungen zur Erforschung weiterer Fortschritte dar. Der Spieler selbst entscheidet, welcher zu erforschenden Technik er den Vorrang gibt. Auf diese Weise entsteht ein nichtlinearer Technologiebaum, der zu ganz unterschiedlichen technologischen Fähigkeiten bei den einzelnen Rassen führt.

Galaktische Rassen[Bearbeiten]

Die Entwickler von Ascendancy haben insgesamt 21 verschiedene außerirdische Rassen implementiert, von denen 3 bis 7 gleichzeitig in einer Galaxis existieren. Die Rassen unterscheiden sich voneinander erheblich in ihrem Aussehen und ihren Zielsetzungen. Zudem besitzt jede Rasse eine spezielle Fähigkeit, welche entweder dauerhaft aktiv ist oder in regelmäßigen Abständen angewendet werden kann, um sich ökonomische, diplomatische oder militärische Vorteile zu verschaffen. Die Rassen unterscheiden sich ebenfalls im Aussehen sämtlicher Raumschifftypen.

Außenpolitik und Diplomatie[Bearbeiten]

Zusammentreffen mit anderen galaktischen Rassen können entweder indifferent, in einer Allianz oder in einem Konflikt verlaufen. Konflikte lassen sich hier sowohl diplomatisch als auch militärisch lösen.

Das Verhalten einer Rasse (friedlich, neutral oder aggressiv) hängt sowohl von den Eigenarten der Rasse selbst, vom Verhandlungsverhalten des Spielers als auch vom globalen Klima der Galaxis ab (dieses lässt sich vor Spielbeginn wählen).

Ascendancy II Multiverse[Bearbeiten]

Die Firma The Logic Factory arbeitet bereits an der Fortsetzung Ascendancy II Multiverse. Ein genaues Datum der Veröffentlichung ist jedoch nicht bekannt. Es ist nur bekannt, dass diese Fortsetzung ein „online multiplayer universe“ (Online-Mehrspieler-Universum) sein wird und es viele einzigartige Rassen und riesige zu erforschende Galaxien geben wird.

Das Spiel wird mit der hauseigenen Engine Hydra verwirklicht, in die etwa 1,5 Mio. Dollar investiert wurden und wird mit eigenen Musikstücken der The Logic Factory unterlegt sein.

Portierungen[Bearbeiten]

Am 5. Januar 2011 brachte The Logic Factory eine Portierung des Originals im Apple App Store für iPhone/iPod und iPad heraus.

Rezeption[Bearbeiten]

Ascendancy erhielt gute bis überragende Kritiken von den Spielezeitschriften.[1] Als größerer Kritikpunkt wurde lediglich die schlechte Künstliche Intelligenz der Gegner bemängelt. Ein später veröffentlichter Patch namens antagonizer, verringerte dieses Problem, erreichte viele Spieler aber aufgrund des noch nicht sehr verbreiteten Internets nicht.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ascendancy at MobyGames

Weblinks[Bearbeiten]