Aschau im Chiemgau
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Rosenheim | |
| Höhe: | 615 m ü. NN | |
| Fläche: | 79,61 km² | |
| Einwohner: |
5725 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 72 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 83229 | |
| Vorwahlen: | 08052, 08057 (Sachrang) | |
| Kfz-Kennzeichen: | RO | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 87 114 | |
| Gemeindegliederung: | 43 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Kampenwandstraße 36 83229 Aschau im Chiemgau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Werner Weyerer (FWG) | |
| Lage der Gemeinde Aschau i.Chiemgau im Landkreis Rosenheim | ||
Aschau im Chiemgau (amtlich: Aschau i.Chiemgau) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim mit den Ortsteilen Aschau und Sachrang. Überragt wird der Fremdenverkehrsort von der 1669 m hohen Kampenwand und dem mitten im Priental thronenden Schloss Hohenaschau (12. Jahrhundert).
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Aschau im Chiemgau liegt rund 23 km südöstlich von Rosenheim, 12 km südlich von Prien am Chiemsee, 32 km südwestlich von Traunstein und 28 km nördlich von Kufstein in Tirol. Aschau ist Endpunkt der Chiemgaubahn von Prien am Chiemsee, überdies befindet sich hier die Talstation der Kampenwandbahn.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Aschau im Chiemgau besteht aus 43 amtlich benannten Ortsteilen[2]:
Geschichte [Bearbeiten]
Das Schloss Hohenaschau wurde im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts im Oberen Priental erbaut durch Konrad und Arnold von Hirnsberg. Bedeutsame Adelsgeschlechter erweiterten den Besitz und bauten das Schloss zum Mittelpunkt des Verwaltungssitzes ihrer Herrschaft aus. Die Herrschaft Hohenaschau war zwar kein Fürstentum im eigentlichen Sinn, hatte aber dennoch eine ganze Reihe von Hoheitsrechten wie das Recht der Hoch- und Blutgerichtsbarkeit.
Bei den Um- und Erweiterungsbauten des Schlosses im Stil der Renaissance (1540–1560) und des Hochbarock (1672–1686) wurden die barocke Schlosskapelle und das ehemalige Benefiziatenhaus, das heutige Prientalmuseum, errichtet. Nach weiteren Veränderungen, vor allem von 1905–1908 durch Theodor von Cramer-Klett, ging der Besitz an die Bundesrepublik Deutschland über und wird heute als Ferienwohnheim der Bundesfinanzverwaltung genutzt.
Hohen- und Niederaschau wurden im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 selbständige politische Gemeinden. Am 1. Januar 1966 wurden Hohen- und Niederaschau zur Gemeinde Aschau im Chiemgau zusammengelegt.[3]
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Mai 1978 erfolgte im Zuge der Gemeindegebietsreform die Eingliederung der früheren Gemeinde Sachrang sowie des südlichen Teils der früheren Gemeinde Umrathshausen in die Gemeinde Aschau im Chiemgau.[4] Hierdurch wurde sie zur flächenmäßig größten Gemeinde im Landkreis Rosenheim.
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Zusammensetzung des Gemeinderats seit 2008:
Bürgermeister [Bearbeiten]
Erster Bürgermeister von Aschau ist Werner Weyerer (FWG).
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: In Silber auf der mittleren Kuppe eines dreiteiligen blauen Felsenberges eine grüne Esche.
Das Wappen wird seit 1967 geführt. Die Esche leitet sich vom Ortsnamen ab.[5]
Wirtschaft [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Es besteht Bahnanbindung nach Prien und Rosenheim über die Chiemgaubahn.
Baudenkmäler [Bearbeiten]
Liste der Baudenkmäler in Aschau im Chiemgau
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Theodor Freiherr von Cramer-Klett (1817–1884), Kaufmann und Industrieller, ehemaliger Eigentümer von Schloss Hohenaschau
- Hans Stubenrauch (1875–1941) Maler und Schriftsteller; ist hier geboren
- Ludwig-Benedikt Freiherr von Cramer-Klett (1906–1985), Jagdschriftsteller (CIC-Kulturpreis)
- Hans Clarin (1929–2005), Schauspieler und Synchronsprecher
- Wohnort von Christian Wolff (* 1938), Schauspieler
- Peter Michael Hamel (* 1947), Komponist, gründete 1998 Interkulturelles Musikinstitut in Aschau
- Wirkensort von Heinz Winkler (* 1949), Koch
Bilder [Bearbeiten]
Literatur [Bearbeiten]
- Stefan Breit: Die Herrschaft Hohenaschau. In: Wolfgang Jahn, Margot Hamm, Evamaria Brockhoff (Hrsg.): Adel in Bayern, Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2008. Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg, S. 284–292, ISBN 978-3-937974-19-4.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111021/023711&attr=OBJ&val=491
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 561.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 588 und 589.
- ↑ Aschau im Chiemgau: Wappengeschichte vom HdBG
Weblinks [Bearbeiten]
- Homepage der Gemeinde Aschau
- Aschau im Chiemgau: Wappengeschichte vom HdBG
- Aschau im Chiemgau: Amtliche Statistik des LStDV
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