Ashley Montagu

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Ashley Montagu (geboren als Israel Ehrenberg; * 28. Juni 1905 in London, Großbritannien; † 26. November 1999 in Princeton, New Jersey), war ein britisch-amerikanischer Anthropologe und Humanist. Bekannt wurde er unter anderem für Veröffentlichungen über die menschliche Evolution, Geschlecht und Entwicklungspsychologie und für seine kritische Auseinandersetzung mit dem Rassenbegriff. 1950 wurde er Berichterstatter des UNESCO Statement on Race.

Nach einer Kindheit im Londoner East End begann er mit 17 ein Studium der Psychologie und Anthropologie am University College London und an der London School of Economics, u. a. bei Karl Pearson, Charles Spearman, Grafton Elliot Smith, Charles Gabriel Seligman und Bronisław Malinowski. Nach dem Examen wechselte er zur Columbia Universität in New York, wo er 1936 bei Franz Boas und Ruth Benedict über die Vorstellungen der Fortpflanzung bei den australischen Aborigines promovierte. Von 1941 bis 1945 leitete er die anthropologische Fakultät der Rutgers Universität.[1] Er lebte seit 1949 in Princeton.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Montagu hat um die 50 Bücher veröffentlicht. Zu seinen bekanntesten Werken gehören Man's Most Dangerous Myth: The Fallacy of Race (1942), eine Absage an die Rassentheorien seiner Zeit, Körperkontakt (Touching: The Human Significance of The Skin von 1971), eine Studie über die Bedeutung der Haut als taktiles Organ für die soziale Entwicklung des Menschen, The Elephant Man: A Study in Human Dignity, eine Studie über den Fall des Joseph Merrick (ebenfalls 1971) und The Natural Superiority of Women (1953).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Who is Ashley Montagu?, abgerufen am 20. Oktober 2014