AsiaSat

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Asia Satellite Telecommunications Company Limited
Rechtsform Company Limited
Gründung Februar 1988
Sitz Hongkong
Leitung Peter Jackson (seit 1993) und William Wade
Mitarbeiter 154
Umsatz 1032 Mio. HK$[1]
Branche Telekommunikation
Website http://www.asiasat.com/

Asia Satellite Telecommunications Company Limited (allgemein als AsiaSat bekannt) ist ein kommerzieller Betreiber von Kommunikationssatelliten.

AsiaSat wurde im Februar 1988 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Hongkong mit den zwei Hauptaktionären CITIC und General Electric (seit April 2007). Ab 1996 wird die Firma an den Börsen von Hongkong und Amerika gehandelt, wobei die Firma im Jahr 2008 wieder aus der amerikanischen Börse genommen wurde. Die Satelliten der Firma versorgen etwa 50 Länder im asiatischen und pazifischen Raum mit mehr als 300 Radio- und Fernsehkanälen (darunter Luxe TV und DW-TV) und Telekommunikationsdienstleistungen wie Breitbandinternet und Ähnlichem. Die Bodenstationen stehen in Tai Po und Stanley. AsiaSat ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Asia Satellite Telecommunications Holdings Limited mit Sitz in Bermuda, welche an der Hongkonger Börse gehandelt wird. 2009 wurde ein Joint Venture mit Echostar bekannt gegeben.[2]

Satellitenflotte[Bearbeiten]

Name Hersteller Start Trägerrakete Position Bemerkungen
AsiaSat 1 Hughes (im Auftrag von Western Union) 7. April 1990 CZ-3 Gestartet als Westar 6 bei der Space-Shuttle-Mission STS-41-B, strandete im Orbit und wurde mit STS-51-A im November 1984 wieder eingefangen und an AsiaSat verkauft. Der Satellit wurde am 7. April 1990 mit einer chinesischen Langer Marsch 3 wieder gestartet. Er basiert auf dem Satellitenbus HS376.
AsiaSat 2 Lockheed Martin Astro Space 28. November 1995 CZ-2E 100,5°O0100.5 Trägt 24 C-Band und 9 Ku-Band Transponder. Er basiert auf dem Satellitenbus AS 7000 von Lockheed Martin Astro Space.
AsiaSat 3
(zwischenzeitlich HGS 1, nun PAS 22)
Hughes 24. Dezember 1997 Proton-K/Blok-DM3 60°W0-60 Unbeabsichtigte Mondmission, da der Satellit nicht in die geostationäre Umlaufbahn gelangte. Er wurde aufgegeben, jedoch später durch spezielle Bahnmanöver (die ihn auch zweimal um den Mond führten) doch noch in eine geostationäre Erdumlaufbahn gebracht. Der Satellit trägt 28 C-Band- und 16 Ku-Band-Transponder und ist nun im Besitz von PanAmSat.
AsiaSat 3S Boeing Satellite Systems 21. März 1999 Proton-K/Blok-DM3 (außer Betrieb) Er ist der Ersatz für AsiaSat 1 und basiert auf dem Satellitenbus Boeing 601HP mit 28 C-Band- und 16 Ku-Band-Transpondern.
AsiaSat 4 Boeing Satellite Systems 12. April 2003 Atlas-3B-SEC 122,2°O0122.2 Er basiert auf dem Satellitenbus Boeing 601HP und ist mit 28 C-Band- und 20 Ku-Band-Transpondern ausgestattet.
AsiaSat 5 Space Systems/Loral 11. Juli 2009 Proton-M/Bris-M 100,5°O0100.5 Er soll AsiaSat 2 ergänzen bzw. ab 2011 ersetzen und basiert auf dem Satellitenbus LS-1300. Er trägt 26 C-Band- und 14 Ku-Band-Transponder. Als Lebensdauer sind 15 Jahre geplant.
AsiaSat 6[3] Space Systems/Loral 7. September 2014 Falcon 9 120°O0100.5 Er basiert auf dem Satellitenbus LS-1300 und verfügt über 28 C-Band-Transponder. Als Lebensdauer sind 15 Jahre geplant.
AsiaSat 7 Space Systems/Loral 25. November 2011 105,5°O0105.5 ersetzt AsiaSat 3S
AsiaSat 8 Space Systems/Loral 5. August 2014 Falcon 9 Er verfügt über 24 Ku-Band-Transponder. Als Lebensdauer sind 15 Jahre geplant.
AsiaSat 9 Space Systems/Loral geplant: 2016 Proton-M/Bris-M geplant: 122,2°O0122.2 Soll Asiasat 4 ersetzen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Asiasat Finanzbericht 2008 (PDF; 1,0 MB)
  2. AsiaSat Geschichte (bei AsiaSat in englisch)
  3. Gunter Krebs: AsiaSat 6. In: Gunter's Space Page. 11. November 2011, abgerufen am 22. November 2011 (englisch).