Aso (Vulkan)

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Aso
Der aktive Krater Naka-dake

Der aktive Krater Naka-dake

Höhe 1592 m
Lage Kyūshū, Japan
Koordinaten 32° 53′ 6″ N, 131° 6′ 15″ O32.885131.104166666671592Koordinaten: 32° 53′ 6″ N, 131° 6′ 15″ O
Aso (Vulkan) (Japan)
Aso (Vulkan)
Typ Caldera
Letzte Eruption 2011, andauernd
Die Aso-Caldera (Quelle: SRTM-Daten)

Die Aso-Caldera (Quelle: SRTM-Daten)

Der Aso (jap. 阿蘇山, Aso-san) ist ein Vulkan im Osten der Präfektur Kumamoto auf der japanischen Insel Kyūshū. Er besteht aus einer Caldera und mehreren Vulkankegeln, die in der Caldera entstanden.

Rand der Caldera

Die Caldera mit eine Ausdehnung von 25 Kilometer in Nord-Süd- und 18 Kilometer in Ost-West-Richtung entstand in vier großen Ausbrüchen vor 300.000 bis 90.000 Jahren. Der Ausbruch vor 90.000 Jahren wird als mögliches Beispiel einer „Supereruption“ genannt, ein Begriff, der sogenannten Supervulkanen zugeordnet wird.[1] Bei den Ausbrüchen entstanden pyroklastische Ströme, deren Ablagerungen große Teile der Insel Kyūshū bedeckten.

Das weiche Vulkangestein hat man in der Kofun-Zeit als Material für Grabstatuen („Haniwa“) verwendet. Im Norden der Caldera liegt die Stadt Aso.

Nach dem Einbruch der Caldera entstanden in ihrer Mitte 17 Vulkankegel, unter ihnen der Taka-dake (1592 Meter), der Naka-dake (1506 Meter), der Neko-dake (1433 Meter), der Kishima-dake (1362 Meter) sowie der Eboshi-dake (1337 Meter).

Naka-dake[Bearbeiten]

Der einzige in historischer Zeit aktive Krater ist der Naka-dake; er gehört zu den aktivsten Vulkanen Japans. Meist handelt es sich um kleinere Eruptionen, oft in Form phreatischer Explosionen. Im Krater hat sich ein See gebildet.

Der Krater liegt im Aso-Kujū-Nationalpark und zählt zu den beliebtesten Zielen von Touristen auf die Insel Kyūshū. Er ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Am Kraterrand befinden sich Parkplätze und Aussichtsplattformen, die über zwei Seilbahnen und eine Mautstraße zugänglich sind. Betonunterstände am Kraterrand sollen Schutz bei plötzlichen Eruptionen bieten.[2]

Bei Eruptionen des Naka-dake starben mehrfach Menschen: 1957 wurden 12 Angestellte der Seilbahngesellschaft getötet.[3] 1979 wurden drei Touristen von Blöcken erschlagen, die der Krater ausgeworfen hatte.[4] Giftige Gase führten im November 1997 zum Tod zweier Touristen; zwischen 1980 und 1997 sollen sieben weitere Menschen an Gasvergiftungen gestorben sein.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mount Aso – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Calvin Miller, Dave Wark, Steve Self, Steve Blake, Dave John: (Potentially) Frequently Asked Questions About Supervolcanoes and Supereruptions. In: Elements, Februar 2008, S. 16 (englisch, pdf, 969 kB).
  2. Small ash-bearing eruptions during May and to lesser extent in June 2011. Monatsbericht 09/2011 im Global Volcanism Program. (englisch, abgerufen am 2. März 2013).
  3. Eintrag in The Significant Volcanic Eruption Database der NOAA (englisch, abgerufen am 2. März 2013).
  4. Eintrag in The Significant Volcanic Eruption Database der NOAA (englisch, abgerufen am 2. März 2013).
  5. Two tourists killed by volcanic gas on 23 November. Monatsbericht 11/1997 im Global Volcanism Program. (englisch, abgerufen am 2. März 2013).