Asociación Uruguaya de Fútbol

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Asociación Uruguaya de Fútbol
Gründung 1900
FIFA-Beitritt 1923
CONMEBOL-Beitritt 1916
Präsident Sebastián Bauzá
Generalsekretär
Nationalmannschaften Nationalmannschaft (Herren)
Homepage auf.org.uy

Die Asociación Uruguaya de Fútbol (Abk. AUF) ist der Fußballverband Uruguays.

Er wurde am 30. März 1900 als The Uruguay Association Football League von den Vereinen Albion Football Club, Central Uruguay Railway Cricket Club, Deutscher Fussball Klub und Uruguay Athletic Club auf Vorschlag von Enrique Cándido Lichtemberger, einem der Führer von Albion, gegründet. Bei der zu schaffenden Verbandsstruktur griff man auf das Vorbild der Football Association zurück. Die Regularien des Verbandes wurden daher auch in englischer Sprache verfasst. Erster Präsident wurde Percy D. Charter vom CURCC. Der erste Sitz des Verbandes befand sich nahe dem Hafen von Montevideo in der Calle Solís 15 in den dortigen Büroräumen des Versicherungsunternehmens El Siglo, dessen Großaktionär Lichtemberger war. In der Folgezeit wechselte der Verbandssitz mehrfach. Allerdings verblieb man immer in den Grenzen der Ciudad Vieja. 1905 erfolgte die Umbenennung in Liga Uruguaya de Football. 1915 erhielt der Verband die namentliche Bezeichnung Asociación Uruguaya de Football. Mit der Neugründung der Profiliga am 6. April 1932 griff man auch auf den bis dahin etablierten Namen des Verbandes aus der Amateurzeit zurück. Am 30. Juni 1936 gab man unter der Präsidentschaft Raúl Judes schließlich den Anglizismus im Namen auf und führte die Umbenennung auf den bis heute gültigen Namen Asociación Uruguaya de Fútbol durch.[1] Seit 1916 ist der Verband Mitglied des gemeinsam mit den Verbänden Argentiniens, Brasiliens und Chiles gegründeten CONMEBOL und seit 1923 in der FIFA.[2] Seit 2009 hat Sebastián Bauzá das Amt des Präsidenten der AUF inne.

Meisterschaften[Bearbeiten]

Männer[Bearbeiten]

Die Meisterschaft in der höchsten Spielklasse der AUF, der Primera División, wird seit der Spielzeit 2005 im in Europa üblichen Rhythmus ausgetragen, der eine Hinrunde (Apertura) im zweiten Kalenderhalbjahr und eine Rückrunde (Clausura) im ersten Kalenderhalbjahr des Folgejahres beinhaltet. Die Frage der Rekordmeisterschaft ist umstritten. Die beiden in der Hauptstadt Montevideo ansässigen Vereine Nacional und Peñarol können jeweils 44 bzw. 42 offiziell anerkannte Meisterschaftstitel vorweisen. Der Antwort auf die Frage, ob der fünf Meistertitel aufweisende Peñarol-Vorgängerverein Central Uruguay Railway Cricket Club in diese Rechnung einzubeziehen ist, kommt streitentscheidende Bedeutung zu.

Der AUF unterstellt ist auch der Wettbewerb der zweithöchsten uruguayischen Spielklasse, der Segunda División, die ebenso wie die Primera División als Profiliga konzipiert ist.

Darüber hinaus wird auch der Teil des Amateurbereichs im uruguayischen Fußball, der die Vereine aus der Metropolregion Montevideo umfasst, von der AUF organisiert. Dieser Bereich ist in der Segunda División Amateur sowie in der Tercera División angesiedelt.[3] Die Vereine des Landesinneren sind dagegen im von dem der AUF zwar angegliederten aber unabhängigen Verband Organización del Fútbol del Interior (OFI) organisiert.[4]

Frauen[Bearbeiten]

Seit 1997 wird unter dem Dach der AUF mit dem Campeonato Uruguayo de Fútbol Femenino auch ein Frauenfußball-Wettbewerb jährlich durchgeführt. Überdies veranstaltete die AUF gemeinsam mit der OFI in diesem Bereich in den Jahren 2001 und 2003 mit dem Torneo Nacional de Fútbol Femenino einen weiteren Wettbewerb.

Junioren[Bearbeiten]

Ein U-20-Liga-Wettbewerb ist ebenfalls Teil des von der AUF organisierten Wettbewerbs-Portfolios.

Futsal und Strandfußball[Bearbeiten]

Auch Futsal-Turniere richtet die AUF aus. Allerdings besteht in diesem Sportbereich mit der Federación Uruguaya de Fútbol de Salón ein weiterer Verband. Ferner existiert eine Strandfußball-Liga (fútbol playa), der bei der Austragung im Jahre 2010 zehn Mannschaften angehörten.[5] Auch für Frauen wird ein solcher Wettbewerb durchgeführt. Frauen-Meister des Jahres 2013 wurde Antidoping nach 7:6 im Strafstoß-Schießen über die Mannschaft von La Luz.[6]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Die Uruguayische Fußballnationalmannschaft wurde je zweimal Olympiasieger (1924 und 1928) sowie Weltmeister (1930 und 1950) und ist mit 15 Titeln Rekordsieger der Copa América. Sie spielt in der Regel mit schwarzen Hosen, himmelblauen Hemden und schwarzen Stutzen. Alternativ tritt die Nationalelf ganz in Weiß an. Aufgrund der Grundfarbe des Trikots wird die Nationalmannschaft auch oft als die „Celeste“, die „Himmelblaue“, bezeichnet.

Nationalstadion[Bearbeiten]

Das Nationalstadion ist das zur Fußball-Weltmeisterschaft 1930 fertiggestellte Estadio Centenario in Montevideo mit 74.000 Sitzplätzen (ursprünglich 100.000 Plätze).

Präsidenten der AUF[Bearbeiten]

Chronologische Auflistung der Präsidenten der AUF[7]

Zeitraum Name
1900 Pedro Charter
1901 William Leslie Poole
1902 Carlos Rowland
1903–1904 Jorge Clulow
1905 Félix Ortiz de Taranco
1906 Jorge Clulow
1907–1912 Héctor Rivadavia Gómez
1913–1914 Abelardo Véscovi
1915–1918 Juan Blengio Rocca
1919 Ángel Colombo
1920–1921 León Peyrou
1922–1923 José M. Reyes Lerena
1924–1925 Atilio Narancio
1926 Héctor Rivadavia Gómez
1927–1930 Raúl Jude
1931 César Batlle Pacheco
1932–1933 Mario Ponce De León
1934–1937 Raúl Jude
1938–1939 Aníbal Garderes
1940–1941 Héctor Gerona
1942 Cyro Geanbruno
1943–1952 César Batlle Pacheco
1953–1956 Miguel Ángel Cattaneo
1957–1960 Fermín Sorhueta
1961–1963 Omar Porciúncula
1964 Américo Gil
1965–1966 Conrado Sáez
1967–1969 Julio Lacarte Muro
1970–1972 Américo Gil
1973 Fermín Sorhueta
1974–1976 Héctor Del Campo
1976 Carlos Keralto
1977–1978 Mario Garbarino
1978–1980 Yamandu Flangini
1981–1982 Matías Vázquez
1983–1986 Héctor Joanicó
1986 Miguel Volonterio
1987 Donato Griecco
1988–1989 Julio C. Franzini
1989–1990 Julio César Maglione
1991–1993 Hugo Batalla
1994–1996 Carlos Maresca
1997–2006 Eugenio Figueredo
2006–2008 José Luis Corbo
2008–2009 Washington Rivero
2009 - Sebastián Bauzá

Schiedsrichter[Bearbeiten]

Offizielle FIFA-Schiedsrichter der AUF sind im Jahr 2013:

  • Andrés Ismael Cunha Soca
  • Fernando Martín Falce Langone
  • Daniel Adán Fedorczuk Bentancour
  • Christian Fred Fereyra Fernandez
  • Roberto Carlos Silvera Calcerrada
  • Darío Agustín Ubriaco Medero
  • Martín Emilio Vazquez Broquetas

[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Historia auf www.auf.org.uy, abgerufen am 16. Juni 2013
  2. La Liga AUF por dentro (spanisch) auf www.diariouruguay.com.uy vom 24. März 2012, abgerufen am 16. Juni 2013
  3. La Liga AUF por dentro (spanisch) auf www.diariouruguay.com.uy vom 24. März 2012, abgerufen am 16. Juni 2013
  4. La Liga AUF por dentro (spanisch) auf www.diariouruguay.com.uy vom 24. März 2012, abgerufen am 16. Juni 2013
  5. La Liga AUF por dentro (spanisch) auf www.diariouruguay.com.uy vom 24. März 2012, abgerufen am 16. Juni 2013
  6. Antidóping ganó la Copa de Oro (spanisch), abgerufen am 16. Juni 2013
  7. Internetpräsenz der AUF – PRESIDENTES DE LA ASOCIACIÓN URUGUAYA DE FÚTBOL, abgerufen am 22. Juli 2012
  8. COMISION DE ARBITROS (PDF), abgerufen am 6. August 2013