Asperg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Asperg
Asperg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Asperg hervorgehoben
48.9063888888899.1413888888889270Koordinaten: 48° 54′ N, 9° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ludwigsburg
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 5,8 km²
Einwohner: 12.849 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 2215 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71679
Vorwahl: 07141
Kfz-Kennzeichen: LB, VAI
Gemeindeschlüssel: 08 1 18 003
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
71679 Asperg
Webpräsenz: www.asperg.de
Bürgermeister: Ulrich Storer
Lage der Stadt Asperg im Landkreis Ludwigsburg
Erdmannhausen Erdmannhausen Remseck am Neckar Schwieberdingen Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Oberstenfeld Oberstenfeld Mundelsheim Mundelsheim Affalterbach Asperg Benningen am Neckar Besigheim Besigheim Bönnigheim Erligheim Freudental Gemmrigheim Großbottwar Großbottwar Hessigheim Löchgau Murr (Gemeinde) Murr (Gemeinde) Pleidelsheim Pleidelsheim Steinheim an der Murr Tamm Walheim Ingersheim Freiberg am Neckar Bietigheim-Bissingen Bietigheim-Bissingen Ditzingen Eberdingen Kornwestheim Möglingen Oberriexingen Sersheim Vaihingen an der Enz Sachsenheim Korntal-Münchingen Ludwigsburg Markgröningen Hemmingen Gerlingen Kirchheim am NeckarKarte
Über dieses Bild

Asperg ist eine Stadt im Strohgäu am Fuße des Berges Hohenasperg, im Einzugsbereich der Landeshauptstadt Stuttgart. Die Stadt gehört zum Landkreis Ludwigsburg.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Asperg liegt in der Region Stuttgart zwischen den Flüssen Neckar und Enz im mittleren Neckarland. Der Hohenasperg ist durch seine Lage und seine charakteristische Form als isolierter, 90 m hoher Keuperberg mit steilen Abhängen und einem breiten Oberflächenplateau, in einer ansonsten mäßig hügeligen Umgebung, weithin sichtbar. So beispielsweise von der A 81 aus rechts der Fahrtrichtung, wenn man sich von Norden her Ludwigsburg nähert. Die Gemarkungsfläche umfasst 580 Hektar und erstreckt sich auf einer Höhe von 241 bis 356 Metern über dem Meeresspiegel.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zu Asperg gehören die Stadt Asperg und die Häuser Altach, Hohenasperg, Lehenfeld, Osterholz, Schöckinger und Silberhälden sowie die in Unterasperg (heute Asperg) aufgegangene Ortschaft Weihenberg.[2]

Naturdenkmale[Bearbeiten]

In Asperg gibt es neun Naturdenkmale (siehe Liste der Naturdenkmale in Asperg).

Geschichte[Bearbeiten]

Asperg im Kieserschen Forstlagerbuch von 1682
Asperg und Hohenasperg, Blick vom Kleinaspergle

Die Geschichte der Stadt ist eng mit dem Hohenasperg verbunden. In vorchristlicher Zeit, um 500 v. Chr., war der Hohenasperg Fliehburg und ein mächtiges frühkeltisches Machtzentrum. Zahlreiche keltische Grabstätten in der näheren Umgebung sind so ausgerichtet, dass man von ihnen aus freie Sicht auf den Hohenasperg hat, beispielsweise das große Hügelgrab bei Hochdorf oder die Grabstätte an der Katharinenlinde bei Schwieberdingen. Einen ganz besonders guten Blick auf den Hohenasperg bietet das am südlichen Rand von Asperg liegende Hügelgrab Kleinaspergle, datiert um 440 v. Chr. Bei seiner Grabung im Jahre 1879 stieß Oskar Fraas in einer Nebenkammer auf eindrucksvolle Funde, beispielsweise eine keltische Schnabelkanne, goldene Trinkhornenden und griechische Schalen. Ein weiteres Prunkgrab der Keltenzeit, datiert auf 500 v. Chr., wurde bei Bauarbeiten im Gebiet Grafenbühl 1964 von Hartwig Zürn entdeckt. Auch hier fanden sich einzigartige Stücke, beispielsweise zwei aus Bein geschnitzte Sphingen, eine davon mit aufgesetztem Bernsteingesicht. Die Asperger Funde befinden sich im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart. Zudem konnten in der Umgebung des Hohenaspergs rund 400 Siedlungen nachgewiesen werden.

Eine Nutzung des exponierten Berges durch Alamannen und Franken kann zwar vermutet aber nicht sicher belegt werden. Eine Identifizierung des in der Cosmographia des Geographs von Ravenna um das Jahr 700 genannten Ascis als Asperg ist fraglich.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Asperg bereits 819, als der Gaugraf Gozberg seinen dortigen Besitz dem Kloster Weißenburg im Elsass schenkte. Größere Bedeutung erlangte der Ort aber erst im 13. Jahrhundert mit der Gründung der bis 1909 selbstständigen Stadt Hohenasperg mit eigener Stadtgerechtigkeit erstmals schriftlich bezeigt 1304. Die Geschichte der Stadt war stets von den wechselvollen Wirren der Kriege beeinflusst. Insbesondere die Belagerung der Festung durch den Schwäbischen Bund 1519 – festgehalten in einer Federzeichnung von Albrecht Dürer – und während des Dreißigjährigen Krieges waren verheerend. 1534 wurde das Städtchen vom Berg an den Fuß des Hohenaspergs nach Weihenberg, jetzt Unterasperg genannt, verlegt. 1510 erhielt Asperg erneut ein Stadtrecht vergleichbar dem der zweiten Reichsstadt Tübingen verliehen. Mit der Gründung von Ludwigsburg verlor Asperg im Jahr 1714 sein Stadtrecht.[3] 1718 wurde Asperg in das Oberamt Ludwigsburg eingegliedert, wurde aber bereits 17 Jahre später wieder Sitz eines eigenen Amtes. 1781 erfolgte dann die endgültige Eingliederung in das Oberamt Ludwigsburg. Nach langem Ringen wurde im Jahr 1875 wieder das Stadtrecht verliehen, welches seither unverändert gilt.

Im 19. Jahrhundert vollzog sich eine gewaltige Umschichtung des gesamten Wirtschafts- und Verkehrslebens. Asperg war bis dahin ländlich geprägt von Bauern und Weingärtnern. Einziger Industriezweig war die Gipsgewinnung, die erstmals im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt wird. 1859 gab es neun Gipsmühlen am Ort. 1847 bekam Asperg Anschluss an den Schienenverkehr der neuen Eisenbahnstrecke Ludwigsburg-Bietigheim. Das Wohngebiet wuchs danach immer mehr dem zunächst außerhalb liegenden Bahnhof entgegen. In der Folge entwickelten und etablierten sich bedeutende Industriezweige. So z. B. die erste württembergische Eisschrankfabrik "Eisfink" oder die Stahlgießerei "Streicher" aus Stuttgart-Bad Cannstatt sowie aus kleinen Anfängen heraus eine Möbelindustrie.

Deportation südwestdeutscher Sinti in Asperg (22. Mai 1940, Foto der RHF)

Seit 1894 befindet sich auf dem Hohenasperg ein Gefängnis (Invalidenanstalt) für den zivilen Strafvollzug. 1914 bis 1918 war die Festung Hohenasperg Kriegsgefangenenlager, 1920 bis 1945 dann Zweigstrafanstalt von Ludwigsburg. In der Nazizeit (1933–1945) waren Regimegegner inhaftiert und die Gebäude wurden als Sammellager für Deportationen benutzt. Im Mai 1940 auch eine Sammelstelle für „Zigeuner“, die in Namenslisten erfasst und „rassehygienisch“ untersucht wurden. Vom Bahnhof Asperg aus wurden sie mit Zügen in die Ghettos und Konzentrationslager im besetzten Polen deportiert. 1942 wurde eine Tuberkulosestation eingerichtet und ein eigener kleiner Friedhof am Nordhang des Berges.

In der Endphase des Zweiten Weltkrieges wurde Asperg Kriegsschauplatz und Standort von Artilleriestellungen. Asperg wurde erstmals am 10. April von alliierten Fliegern angegriffen, wobei zwei Wohnhäuser und fünf Scheunen in Brand gesetzt wurden und sechs Einwohner umkamen. Während der Kampfhandlungen kamen insgesamt zwölf Einwohner ums Leben.[4] Asperg war ab 21. April 1945 für kurze Zeit französisch besetzt und kam dann ab Mitte Juli 1945 unter amerikanischer Verwaltung.

Von 1945 bis 1947 befand sich auf dem Hohenasperg ein Internierungslager zur Entnazifizierung und Umerziehung. Seit 1948 ist der Hohenasperg Landesstrafanstalt, in der seit 1950 das Zentralkrankenhaus für den baden-württembergischen Strafvollzug und außerdem seit 1975 die Sozialtherapeutische Anstalt Baden-Württemberg untergebracht sind.

Immer wieder gab es Ende des 20. Jahrhunderts auch Überlegungen für eine kulturelle Nutzung des Berges und der Festung. Seit dem 16. Juli 2010 existiert im Arsenalbau das Museum Hohenasperg-Ein deutsches Gefängnis, ein Zweigmuseum des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg. Im äußeren Torturm befindet sich ein Gasthaus Die Schubartstube. Der Hohenasperg ist heute auch wegen seines Panoramaausblicks ein beliebtes touristisches Ausflugsziel.

Nach dem Zweiten Weltkrieg betrug die Einwohnerzahl Aspergs noch 4700 Personen. Diese stieg in den 1970er Jahren auf 12.000 an und liegt heute bei rund 13.000. Zahlreiche Wohngebiete entstanden in dieser Zeit. Anfang des 21. Jahrhunderts wurde die Stadtmitte komplett neu gestaltet. Angesichts seiner guten Lage, der sehr guten Infrastruktur und des familienfreundlichen Angebotes ist Asperg bis heute als Wohnort beliebt.

Religionen[Bearbeiten]

Seit der Einführung der Reformation ist Asperg vorwiegend evangelisch geprägt. Mit der Michaelskirche und der Johanniskirche gibt es zwei Gemeinden der Evangelischen Landeskirche in Asperg. Dazu kommt eine Gemeinde der Landeskirchlichen Gemeinschaft.

Die römisch-katholische Kirchengemeinde gibt es in Asperg seit 1950; seit 1999 ist diese Teil einer Seelsorgeeinheit, zusammen mit den katholischen Gemeinden in Markgröningen und Tamm. Die römisch-katholische Kirche in Asperg ist die St.-Bonifatius-Kirche. Weiterhin gibt es die Neuapostolische Kirche, die evangelisch-methodistische Kirche und die Arche, die zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden gehört.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1608: 83
  • 1856: 1.927
  • 1871: 2.039
  • 1880: 2.571
  • 1900: 2.609
  • 1925: 3.882
  • 1933: 4.138
  • 1950: 6.155
  • 1961: 8.851
  • 1963: 10.026
  • 1970: 12.086
  • 2006: 12.991
  • 2008: 13.058 (Stand: 6/2008)
  • 2010: 13.096 (Stand: 6/2010)
  • 2011: 13.201 (Stand: 6/2011)
  • 2012: 13.162 (Stand: 6/2012)

Eingemeindungen[Bearbeiten]

  • 1909: Hohenasperg

Politik[Bearbeiten]

Rathaus in Asperg

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1919–1945: Hermann Käser
  • 1948–1954: Hermann Käser
  • 1954–1980: Walter Trefz
  • 1980–1993: Otto Sinz
  • 1993–heute: Ulrich Storer

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Asperg hat 18 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[5]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
30
20
10
0
29,16 %
28,24 %
27,82 %
14,79 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+1,16 %p
+0,84 %p
-3,28 %p
+1,29 %p
FW/VWG Freie Wähler Asperg e.V 29,16 5 28,0 5
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 28,24 5 27,4 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 27,82 5 31,1 6
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 14,79 3 13,5 2
gesamt 100,0 18 100,0 18
Wahlbeteiligung 50,56 % 53,5 %

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Gold auf grünem Dreiberg eine grüne Aspe, beseitet von zwei aufrechten, mit den Enden auswärts gekehrten schwarzen Hirschstangen.“

Die Asperger Stadtfarben sind seit 1933 Grün-Gelb.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Asperg ist ein Weinbauort, dessen Lagen zur Großlage Schalkstein im Bereich Württembergisch Unterland des Weinbaugebietes Württemberg gehören. Der Weinbau ist seit dem 9. Jahrhundert nachweisbar.

Unternehmen[Bearbeiten]

Ansässig ist u. a. die KIRCHNER & WILHELM GmbH + Co. KG, ein Produzent von Medizintechnik.

Die österreichische Collini-Gruppe hat die Firma GÄRTNER + KLINGER GmbH übernommen, welche nun unter dem Namen Collini GmbH firmiert.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch die Frankenbahn (StuttgartWürzburg), auf der die Linie S5 (Bietigheim–Stuttgart) verkehrt, hat Asperg Anschluss an das Stuttgarter S-Bahnnetz; die Fahrzeit vom Stuttgarter Hauptbahnhof beträgt rund 20 Minuten. Über die Anschlussstellen Ludwigsburg-Nord und Ludwigsburg-Süd ist Asperg von der Bundesautobahn 81 (Heilbronn–Stuttgart–Singen) aus in wenigen Minuten erreichbar.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Es gibt eine Stadtbücherei, ein Jugendhaus, ein Haus der Senioren, Alten-, zwei Pflegeheime der kreiseigenen Kleeblatt Pflegeheime gGmbH, eine Vielzahl von Kindertageseinrichtungen (Krippe, Kindergarten, Kinderhaus), ein Freibad, mehrere Sporthallen, ein Sport- und Freizeitzentrum mit Stadion, Tennisanlage etc., eine Stadthalle, den Veranstaltungsraum Keltensaal und ein Lehrschwimmbad.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Mit dem Friedrich-List-Gymnasium, der Friedrich-Hölderlin-Schule (einer Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule) sowie der Goetheschule (einer Grundschule) verfügt Asperg über drei Schulen. Lediglich die zuständige Realschule befindet sich in Tamm. Es gibt insgesamt elf Kindergärten (sechs städtische, zwei römisch-katholische, einen evangelischen, einen nach Waldorfpädagogik und einen Naturkindergarten). Weiterhin gibt es seit November 2007 eine Betreuung für Kinder unter drei Jahren mit 30 Plätzen. Im Jahr 2010 wurde ein Kinderhaus an der Hölderlinstraße mit 40 Ganztages-Kindergartenplätzen und 30 Plätzen für Kleinkinder eröffnet.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

Sport- und Freizeitzentrum Osterholz[Bearbeiten]

Seit 1985 gibt es das Sport- und Freizeitzentrum im Gebiet Osterholz, welches den Asperger Sportvereinen und Schulen zwei Rasenplätze, einen Hartplatz, eine 400 m Rundlaufbahn, eine komplette Leichtathletikanlage und zwei Kleinspielfelder bietet. Die Sportgaststätte bietet italienische Küche. Nicht zu dem Zentrum gehörend, aber in direkter Nachbarschaft befinden sich die Tennisplätze des TC Asperg und das Naturfreundehaus.

Freibad[Bearbeiten]

Das in den Sommermonaten von Mai bis September geöffnete Freibad befindet sich ungefähr 8 Gehminuten nördlich vom Asperger Bahnhof bzw. von der Bushaltestelle „Lehenbrücke“ entfernt. Es bestehen Abstellplätze für annähernd 500 PKW und etwa 700 Fahrräder. In den 60ern wurde auf dem Gewann „Lochwiesen“ das Freibad errichtet. In den folgenden Jahrzehnten musste das Bad immer wieder umgestaltet werden, da ein Absacken des Geländes zu teilweise gefährlichen Vertiefungen im Boden führte. Im Untergrund wurde später Geotextil verbaut, das ein weiteres Absacken verhindern soll. Das Anfang des Jahrtausends modernisierte Freibad bietet ein beheiztes Schwimmerbecken mit Sprungturm, ein Nichtschwimmerbecken mit Rutschbahn und Schwimmkanal sowie einen schönen Eltern-Kinderbreich mit Sonnensegel, Wasserspritzfiguren etc. Im Eingangsbereich befindet sich ein großzügiger Gastronomiebereich mit Außenbewirtung unter großen Sonnenschirmen.

Skate-Park[Bearbeiten]

Direkt neben dem Parkplatz des Freibades befindet sich seit 1998 eine Skater-Anlage mit verschiedenen Trainingsmöglichkeiten.

Ver- und Entsorgung[Bearbeiten]

Das Stromnetz in der Stadt wird von der EnBW Regional AG betrieben. Das Gasnetz betreibt die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH. Der westliche Teil von Asperg wird mit Bodenseewasser versorgt, der östliche Teil von Asperg mit Landeswasser. Die Abfallentsorgung wird von der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg mbH (AVL) übernommen, einer 100 %-igen Tochtergesellschaft des Landkreises Ludwigsburg. Die AVL ist beauftragt, die Aufgaben zur Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen im Auftrag des Landkreises Ludwigsburg zu erfüllen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Evangelische Michaelskirche

Das ehemalige Gasthaus Hirsch in der Königstraße 22 beherbergt heute die Bühne für Auftritte der Schwabenbühne, eines örtlichen Theaterensembles. Schwäbischer Humor steht im Vordergrund und wird von dort aus auch über die Stadtgrenzen Aspergs gebracht.

Der gemeinnützige Verein Glasperlenspiel steht Menschen offen, die dort alles von und über Theater, Tanz, Musik, Literatur und Wissenschaft erleben wollen. Aktuelle Veranstaltungsprogramme liegen regelmäßig in Behörden, Banken oder Läden aus.

Museen[Bearbeiten]

  • Feuerwehrmuseum: Es befindet sich in der ehemaligen Schillerschule (Schillerstraße 3, Haus der Vereine). Unter anderem werden historische Helme, Gerätschaften und Modellautos ausgestellt.
  • Museum „Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis“: Arsenalbau Festungsanlage, Hohenasperg[8] Am Beispiel von 22 Biographien mit vielen Originalexponaten zeigt die Schau, wie sich die Strafe des Freiheitsentzugs über drei Jahrzehnte hinweg entwickelt hat. Es ist ein Zweigmuseum des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg.
  • Weinbaumuseum: Das Museum ist in der alten Kelter (Kelterstraße 11) untergebracht. Dort werden die Tradition des Asperger Weinbaus sowie die Kelter- und Kellereitechnik der letzten zweihundert Jahre präsentiert.

Bauwerke[Bearbeiten]

Auf dem Berg Hohenasperg befindet sich die Festung Hohenasperg, worin sich heute das Museum „Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis“ sowie ein Gefängnis befinden.

Die evangelische Michaelskirche ist die historische Kirche des Ortes. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählt außerdem das historische Rathaus.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 1884: Hugo von Baur, Bataillons- und Festungskommandant auf dem Hohenasperg
  • 1897: Gustav Sprinkhardt, Stadtschultheiß
  • 1906: Adolf Niefer, Hauptmann
  • 1933: Carl Fink, Gründer der Firma „Eisfink“
  • 1955: Hermann Käser, Altbürgermeister
  • 1959: Karl Porringer, Unternehmer
  • 1980: Walter Trefz, Altbürgermeister
  • 1988: Helmut Goebel, Stadtrat

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Adolf Burkhardt (* 10. April 1929; † 2. April 2004 in Weilheim an der Teck), lutherischer Pfarrer und Förderer des Esperanto.

Sonstige Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Horst Brandstätter: Asperg – Ein deutsches Gefängnis, Wagenbachs Taschenbücherei, Berlin 1978, ISBN 3-8031-2045-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Asperg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 376–378
  3. Revolution im Südwesten – Stätten der Demokratiebewegung 1848/49 in Baden-Württemberg. Hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft hauptamtlicher Archivare im Städtetag Baden-Württemberg. 2. Auflage. Info Verlag, Karlsruhe 1998, ISBN 3-88190-219-8, S. 57
  4. Friedrich Blumenstock: Der Einmarsch der Amerikaner und Franzosen im nördlichen Württemberg im April 1945. W. Kohlhammer, Stuttgart 1957, S. 216 f.
  5. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  6. Informationen zur Städtepartnerschaft auf der Homepage der Stadt Asperg
  7. Informationen zur Städtepartnerschaft auf der Homepage der Stadt Asperg
  8. Dauerausstellung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg: Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis, abgerufen am 20. Januar 2011