Assata Shakur

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Assata Shakur alias Joanne Chesimard

Assata Olugbala Shakur (* 16. Juli 1947 in New York City als Joanne Deborah Byron, verheiratet Chesimard) ist eine US-amerikanische Politaktivistin, die in den 70er Jahren wegen Mordes verurteilt wurde und nach Kuba floh. In den USA steht sie auf der Liste der meistgesuchten Terroristen des FBI.

In den 1960er Jahren war sie Mitglied der Black Panther Party und später der schwarz-nationalistisch-marxistischen Untergrundorganisation Black Liberation Army.

Am 2. Mai 1973 wurde ihr Auto wegen einer Verkehrswidrigkeit angehalten, während sie wegen mehrerer Straftaten gesucht wurde. Bei der folgenden Schießerei wurde ein Polizist getötet und einer lebensgefährlich verletzt. Shakur wurde dabei angeschossen und kurz darauf mit einem Begleiter festgenommen, der andere wurde bei dem Schusswechsel getötet. In einem Strafverfahren wurde sie unter anderem wegen Mordes ersten Grades zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt, der überlebende Begleiter erhielt ebenfalls lebenslange Freiheitsstrafe. Shakur bestand jedoch darauf, nicht selbst geschossen zu haben.[1]

Am 2. November 1979 wurde sie aus dem Gefängnis Clinton Correctional Facility for Women von einem Black-Liberation-Army-Kommando befreit. Seitdem ist sie auf der Fahndungsliste des FBI. Bis 1984 lebte sie im Untergrund, dann erhielt sie in Kuba politisches Asyl.

Am 2. Mai 2013 hat das FBI wegen ihrer 1979 begangenen Gefängnisflucht ein Kopfgeld in Höhe von bis zu einer Million US-Dollar auf ihre Ergreifung ausgesetzt.[2] Eine weitere Million kommt vom Bundesstaat New Jersey. Da sie als „domestic terrorist“ (inneramerikanische Terroristin) eingestuft wird, ist sie damit die erste Frau, die das FBI auf der Liste der meistgesuchten Terroristen führt.[3][4]

Erwähnung findet Assata Shakur unter anderem in dem Lied A Song For Assata des US-amerikanischen Rappers Common und in The Adventures in Wonderland der Rap-Band The Roots sowie in dem Titel Assata’s Song von dem Black-Panther-Rapper Paris. Auch der Liedermacher David Rovics schrieb ein Lied über sie.[5]

Sie war die Patentante des Rappers Tupac Shakur.

Literatur[Bearbeiten]

  • Assata Shakur: Assata. Eine Autobiographie aus dem schwarzen Widerstand in den USA (Bremen 1990/91: Agipa-Press) ISBN 3-926529-02-4; (Neuauflage: Bremen 2003: Atlantik-Verlag) ISBN 3-926529-44-X
  • Assata Shakur: Ein Interview in Havanna / Cuba (Bremen, Agipa-Press, Juni 1992, Heft mit 15 S. und Abbildungen) ISBN 3-926529-07-5.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Junge Welt, 4. Mai 2013
  2. FBI Fahndungsblatt
  3. Erste Frau auf Liste der meistgesuchten Terroristen, Focus Online vom 3. Mai 2013.
  4. Terrorverdächtige in den USA: FBI setzt erste Frau auf „Most Wanted“-Liste, Spiegel Online vom 3. Mai 2013.
  5. Assata auf YouTube