Asset Allocation

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Die Asset Allocation (englisch), deutsch Anlageaufteilung oder Portfolio-Strukturierung, ist die Aufteilung (Diversifikation) eines angelegten Vermögens auf verschiedene Anlageklassen, wie z. B. Anleihen, Aktien, Immobilien, Währungen und Edelmetalle.

Die klassische Vorgehensweise ("Markowitz-Paradigma") bei der Asset Allocation nimmt an, dass eine gewisse Summe im Ruhestand benötigt wird. Daraus wird eine benötigte Rendite errechnet. Zusätzlich ermittelt man basierend auf historischen Daten der Anlageklassen ihre Renditen und das Risiko (Volatilität) und versucht die Asset Allocation so festzulegen, dass die Rendite des Anlageportfolios der benötigten Rendite entspricht. Dies geschieht durch eine Aufteilung des Anlagekapitals in sichere und in riskante Anlagen, wobei die riskanten Anlagen umso höher gewichtet werden, je höher die benötigte Rendite ist. Für den riskanten Teil der Anlage wird dann zusätzlich versucht, mittels Modellen wie der Portfolio Selection und dem Black-Litterman-Verfahren vermeidbare Risiken durch größtmögliche Streuung zu beseitigen. Da sich die Erträge der Einzelwerte unterschiedlicher Asset-Klassen häufig nicht parallel zueinander bewegen, ist es somit möglich, eine positive Performance der veranlagten Gelder zu erreichen, obwohl es bei einzelnen Teilen der Geldanlage zu einer negativen Entwicklung kommt. So kann das Risiko bei gegebener erwarteter Rendite minimiert bzw. die Rendite bei gegebenem Risiko maximiert werden.

Eine konkurrierende Sicht ist das Merton-Paradigma. Es hält historische Schätzungen für fehlerbehaftet und ermittelt stattdessen das zu erwartende Kapitalmarktrisiko und die erwarteten zukünftigen Renditen aus den Kursen am Kapitalmarkt mittels finanzökonomischen Modellen. Es wird von einer gegebenen Risikoaversion des Anlegers ausgegangen, die mit stochastischen Optimierungsverfahren gegen die erwartete Rendite und das erwartete Risiko abgewogen wird (siehe Lebenszyklusmodell), so dass sich eine Konsumstrategie und eine Asset Allocation ergibt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Portfoliotheorie.com beschreibt drei praktische Varianten der Asset Allocation: nach Menschen, nach Einkommen und nach Kapital.