Assigned Amount Unit

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Assigned Amount Units (AAU) sind UNO-Emissionszertifikate, welche zum Handel zwischen den Annex-I-Staaten (Industriestaaten) des Kyoto-Protokolls berechtigen. Ein AAU-Zertifikat entspricht der Emission von Treibhausgasen mit einer eine Tonne CO2-Äquivalenten emittiert werden.[1] Für die erste Kyoto-Verpflichtungsperiode (2008 bis 2012) haben die am Kyoto-Protokoll teilnehmenden Annex-B-Staaten zugeteilt bekommen. Die Höhe der Zuteilungen entspricht dabei den im Anhang B des Kyoto-Protokolls festgelegten Emissionsobergrenzen, die als Emissionsreduktionen gegenüber einem Basisjahr (für die meisten Staaten 1990) festgelegt sind. Am Ende der Verpflichtungsperiode müssen die Industriestaaten soviele Emissionszertifikate abgeben, wie es den tatsächlichen Emissionen entspricht. Dabei können AAUs teilweise durch Emission Reduction Units (ERU) und Certified Emission Reductions (CER) ersetzt werden, die durch die projektbasierte Mechanismen Joint Implementation (JI) and the Clean Development Mechanism (CDM) generiert werden.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Elizabeth Lokey Aldrich und Cassandra L. Koerner: Unveiling Assigned Amount Unit (AAU) Trades: Current Market Impacts and Prospects for the Future. In: atmosphere. Nr. 3, 2012, ISSN 2073-4433, S. 229–245, doi:10.3390/atmos3010229 (Online als PDF, 264 KiB, abgerufen am 29. Juni 2013).
  •  United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) (Hrsg.): Kyoto Protocol Reference Manual on Accounting of Emissions and Assigned Amount. Bonn 2008, ISBN 92-9219-055-5 (Online als PDF; 1,75 MiB, abgerufen am 29. Juni 2013).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helga Luckenbach: Grundlagen der internationalen Wirtschaftspolitik – Internationale Handelspolitik. Vahlen Verlag, München 2011, ISBN 978-3-800-64465-0, S. 316.
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