Association of Chess Professionals

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Die Association of Chess Professionals (ACP) ist eine seit 2003 existierende Vereinigung professioneller Schachspieler mit Büro in Paris.

Die Statuten der ACP nennen als ersten Zweck der Vereinigung die „Wahrung der Rechte professioneller Schachspieler“, womit diese Vereinigung also als erste Schachprofi-Gewerkschaft der Geschichte angesehen werden darf.

Amtierender Präsident der ACP ist der Schachgroßmeister Emil Sutovsky, Vorgänger waren Wadim Morochowski, Pawel Tregubow und Joël Lautier. Generalsekretär ist Bartłomiej Macieja. Die ACP weist 918 Mitglieder aus, davon 181 Frauen (Stand: Dezember 2012). Gemäß den Statuten wird jeder weibliche und männliche Großmeister und Internationale Meister, sowie jede sonstwie mit dem professionellen Schach verbundene Person (Schachtrainer, Turnierorganisator, Journalist o. ä. – dies muss allerdings vom ACP-Vorstand beraten und entschieden werden) aufgenommen.

Ein weiterer Zweck der ACP ist die Praktizierung und Förderung des professionellen Schachs weltweit. Die ACP will sich auf organisierter, professioneller Ebene um Kontakte zu Organisatoren und Sponsoren bemühen. In diesem Sinne wurde auch die ACP-Tour entwickelt: ein Berechnungssystem, das die stärksten Turniere einer Saison erfasst und auswertet. Mit Hilfe eines ACP-Punktesystems wird eine Rangliste geführt, die am Ende der Saison die erfolgreichsten 8 Spieler ausweist, die dann untereinander das ACP-Masters ausspielen sollen.

Aktivität entfaltete die ACP auch während des Weltmeisterschaftskampfes Kramnik-Lékó in Brissago 2004. In der Ankündigungspressekonferenz zum Wettkampf sprach Großmeister Lautier in Richtung FIDE an, dass sich die ACP, sollte die FIDE keinen Wettkampf zwischen Garry Kasparov und dem Sieger aus der FIDE-WM zustandebringen, „aktiv am Wiedervereinigungsprozess beteiligen werde“.

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