Asten
| Asten | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Oberösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Linz-Land | |
| Kfz-Kennzeichen: | LL | |
| Fläche: | 8,48 km² | |
| Koordinaten: | 48° 13′ N, 14° 25′ O48.21666666666714.416666666667255Koordinaten: 48° 13′ 0″ N, 14° 25′ 0″ O | |
| Höhe: | 255 m ü. A. | |
| Einwohner: | 6.220 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 733 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 4481 | |
| Vorwahl: | 07224 | |
| Gemeindekennziffer: | 4 10 03 | |
| NUTS-Region | AT312 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Marktplatz 2 4481 Asten |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Karl Kollingbaum (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2009) (31 Mitglieder) |
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| Lage der Marktgemeinde Asten im Bezirk Linz-Land | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Asten ist eine österreichische Marktgemeinde im Bezirk Linz-Land im Bundesland Oberösterreich mit 6220 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Enns.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Asten liegt auf 255 m Höhe im Zentralraum. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 3,8 km, von West nach Ost 4,1 km. Die Gesamtfläche beträgt 8,5 km². 14,1 % der Fläche sind bewaldet, 54,1 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.
Ortsteile von Asten sind:
Asten, Fisching, Eigenheim, Norikum, Ipfdorf und Raffelstetten.
Geschichte [Bearbeiten]
La-Tène-Siedlung [Bearbeiten]
Auf einer Donauterrasse bei Asten wurden 1992 während einer Rettungsgrabung einige latènezeitliche Objekte und ein Grab freigelegt. Fünf keltische Siedlungsgebäude, drei davon viereckig, eingetieft mit Lehmwänden und Estrichböden sind offenbar verbrannt worden, von den beiden übrigen war eines rund und eines dreieckig. Gefunden wurden Tierknochen (Schafe, Ziegen, Rinder, Hunde, nur sehr wenige Schweine), ein Eisenmesser und eine Eisennadel, einige Keramikgefäße, sowohl grob als auch fein gearbeitet, aber keine Töpferscheibenerzeugnisse und zwar Schalen und Schüsseln, sowie Töpfe verschiedener Formen. 15 verschieden große Webstuhlgewichte weisen auf eine Werkstatt hin, auch die anderen Bauten werden als solche eingeschätzt. Ein Frauengrab in der Nähe enthielt eine eiserne Fibel, sowie Reste eines Hundes und eines Schweines, die zu Füßen der Leiche niedergelegt worden waren. Ob es sich dabei um eine rituelle oder persönlich motivierte Grabbeigabe handelt, ist nicht mehr feststellbar.[1].
Asten ab 1000 n. Chr. [Bearbeiten]
Der heutige Ortsteil Raffelstetten wurde bereits 906 urkundlich erwähnt; Asten wird (als Astina) vom Stift St. Nikola bei Passau in einer Urkunde im Jahre 1073 erstmals schriftlich dokumentiert. Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 gehörte Asten zur Amerikanischen Besatzungszone im besetzten Nachkriegsösterreich und zum wiederhergestellten Bundesland Oberösterreich. Von der amerikanischen Militärverwaltung wurde ein DP-Lager zur Unterbringung so genannter Displaced Persons eingerichtet.
Wappen [Bearbeiten]
Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Blau ein goldener, gesenkter Anker, begleitet von zwei silbernen Münzen. Die Gemeindefarben sind Gelb-Blau.
Der Anker zeigt, dass man hier früher mit dem Schiff segelte. Die zwei Münzen sind ein Beweis, dass hier einmal eine Mautstelle für Schiffe war. Im Jahre 905 kam es zur Raffelstettener Zollordnung, welche festlegt, welche Städte und Orte entlang der Donau, Zölle einheben dürfen. Im Wesentlichen ging es um die Regelung der Salztransporte von Passau oder vom Salzkammergut aus. Neben Linz wurden auch Ebelsberg und Mauthausen zu Mautstellen mit damit verbundenen Rechten zu Mautstellen erhoben.
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister ist seit 2008 Karl Kollingbaum von der SPÖ.
Mandatsverteilung im Gemeinderat (31 Mandate) und in Klammer Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2009:
- SPÖ 19 (59,0 %)
- ÖVP 6 (19,7 %)
- FPÖ 5 (18,3 %)
- BZÖ 1 (3,1 %)
Bis zum Jahr 1994 war noch die Bürgerinitiative BFA (Bürger Für Asten) im Gemeinderat vertreten.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 5.147 Einwohner, 2001 dann 6.047 Einwohner, 2004 ca. 6.573 Einwohner, was auf rasches Wachstum infolge der Lage im „Speckgürtel“ um Linz zurückzuführen ist.
Verkehr [Bearbeiten]
- Straße
Durch Asten verlaufen einige der wichtigsten Straßen Österreichs. Die Westautobahn (A1) und die Bundesstraße B1 (Wiener Straße), die Asten mit Linz, St. Pölten, Wien und Salzburg verbindet. Des Weiteren verläuft von Asten aus eine Straße nach St. Florian.
- Bus
Durch Asten fahren mehrere Postbus-Linien, die Asten mit Linz, Enns und Steyr verbinden. Außerdem gibt es zwei Postbus-Citybus Linien (407, 408), die den Pichlinger See mit Asten verbinden.
- Bahn
Die ÖBB-Haltestelle Asten-Fisching liegt an der Westbahn und wurde im gleichen Stil wie die Haltestellen Linz Ebelsberg und Linz Pichling errichtet. Bei der Haltestelle gibt es eine P&R-Anlage.
Weiters gibt es einen Mittelbahnsteig (Gleis 1 und 2), abgegrenzt von der Westbahn mit einem verglasten Warteraum. Hier halten nur R-Regionalzüge (Richtung Linz Hbf, Garsten, Kleinreifling und Amstetten).
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
- Freiwillige Feuerwehr Asten
- Freiwillige Feuerwehr Raffelstetten
- Öffentliche Bibliothek der Pfarre Asten
Weblinks [Bearbeiten]
-
Commons: Asten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - offizielle Webseite
- Gemeindedaten von Asten. In: Statistik Austria.
- Weitere Infos über die Gemeinde Asten auf dem Geo-Infosystem des Bundeslandes Oberösterreich
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Susanne Sievers/Otto Helmut Urban/Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z; Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 87 f.
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