Asterix als Gladiator

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Asterix als Gladiator (französischer Originaltitel: Astérix gladiateur) ist ein Comic von 1964 und der vierte Band der Asterix-Reihe. In Deutschland erschien er 1969 als dritter Band der Serie. Die Zeichnungen stammen von Albert Uderzo, die Texte von René Goscinny. Der 1985 erschienene Zeichentrickfilm Asterix – Sieg über Cäsar, basiert zum Teil auf diesem Comic und zum Teil auf Asterix als Legionär.

Handlung[Bearbeiten]

Der römische Präfekt Galliens, Caligula Alavacomgetepus, möchte Julius Cäsar einen der unbesiegbaren Gallier zum Geschenk machen. Legionäre aus dem nahegelegenen Römerlager Kleinbonum fangen daher im Wald den Barden Troubadix, der auf der Galeere des Präfekten nach Rom gebracht wird. Die Bewohner des Dorfes, die das Lager überfallen, um ihren Barden zu befreien, kommen zu spät. Asterix und Obelix brechen nach Rom auf, um Troubadix zurückzuholen.

In Rom nimmt Cäsar sein Geschenk entgegen, hat aber kein wirkliches Interesse daran und beschließt, Troubadix bei den nächsten Zirkusspielen den Löwen zum Fraß vorwerfen zu lassen. Asterix und Obelix, inzwischen in Rom eingetroffen, machen sich auf die Suche nach dem Barden. Sie lassen sich als Gladiatoren ausbilden, um Zugang zum Zirkus zu bekommen, in dem auch der Barde gefangen gehalten wird.

Am Tag der Spiele ist Cäsar persönlich im Zirkus anwesend. Troubadix, der den Löwen zum Fraß vorgeworfen werden soll, hält das ganze für einen Auftritt vor großem Publikum, bei dem er sein ganzes Können zeigen kann. Angesichts seiner Sangeskunst ergreifen jedoch Löwen und Publikum gleichermaßen die Flucht. Die anschließenden Gladiatorenkämpfe stellen Cäsar auch nicht zufrieden, weil Asterix und Obelix den Gladiatoren anstelle von blutigen Kämpfen auf Leben und Tod Ratespielchen beigebracht haben. Nach der folgenden Prügelei mit einer Kohorte von Cäsars besten Legionären ist das Publikum aber zufrieden, und Cäsar schenkt den Galliern die Freiheit.

Zurück im gallischen Dorf gibt es das traditionelle Festmahl, bei dem der Barde wie immer gefesselt und geknebelt wird, um ihn am Singen zu hindern.

Anmerkungen[Bearbeiten]

In diesem Album bietet Obelix Asterix zum ersten Mal das Helmwettspiel an: Wer am meisten Römer verprügelt (und zum Beweis dafür deren Helme sammelt), hat gewonnen. Außerdem hat der weißhaarige Greis Methusalix seinen ersten Auftritt in der Serie: Obelix bittet ihn, während seiner Abwesenheit die Auslieferung seiner Hinkelsteine zu übernehmen. Des Weiteren begegnen auf dem Weg nach Rom an Bord einer phönizischen Galeere Asterix und Obelix erstmals den Piraten, die ihnen in künftigen Abenteuern noch oft über den Weg laufen werden, wobei es bereits auf dem Rückweg nach Hause das nächste Aufeinandertreffen gibt. Erwähnenswert ist auch der Phönizier Epidemais, der die Gallier an Bord seiner Galeere auf dem Hin- und Rückweg mitnimmt; er hat in späteren Abenteuern noch mehrere Auftritte. Außerdem taucht der Gallier Plaintcontrix, der in Rom ein gallisches Restaurant betreibt, im Band Asterix auf Korsika wieder auf und das Schlussbankett wird am Tag abgehalten.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

In Frankreich erschien die Geschichte erstmals 1962 als Serie in der französischen Zeitschrift Pilote in den Ausgaben 126-168 und wurde 1964 als Album im Verlag Dargaud veröffentlicht. In der deutschen Übersetzung wurde eine veränderte Version in den Ausgaben 16 bis 26/1965 des Magazins "Lupo modern" mit dem Titel "Kampf um Rom" abgedruckt. Asterix und Obelix hießen dort "Siggi" und "Babarras". Die Original-Geschichte wurde vom Ehapa-Verlag ab 1968 im Magazin MV-Comix (Hefte 31/1968 bis 38/1968) erstmals veröffentlicht und 1969 als 4. Band der Asterix-Reihe herausgebracht. 2002 wurde dieser Band neu aufgelegt und erhielt ein neues Titelbild.

Der Band erschien unter anderem auch auf Englisch, Spanisch und Türkisch sowie in den Mundarten Kölsch, Kärntnerisch, Saarländisch und Bairisch.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]