Asthma cardiale

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Klassifikation nach ICD-10
I50.1 Linksherzinsuffizienz
Asthma cardiale
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Als das Asthma cardiale (latinisiert von griech. ἆσθμα, „das Keuchen“ - zur genaueren Wortherkunft vergleiche Asthma bronchiale - und griechisch καρδιά, „Herz“; vergleiche Kardia) wird jene beträchtliche und oft ängstigende Atemnot verstanden, die aufgrund einer Stauung im kleinen Kreislauf bei Linksherzinsuffizienz auftritt.

Die Anfälle treten meist nachts im Liegen auf, da es hier zu einer Zunahme des Blutvolumens im Lungenkreislauf kommt - in einer aufrechten Körperlage bleibt durch die Schwerkraft bedingt verhältnismäßig mehr Blut in der unteren Körperhälfte. Beim Asthma cardiale lagern sich die Patienten zum Schlafen meist auf mehrere Kissen, um mit erhöhtem Oberkörper den hydrostatischen Druck dort zu senken.

Das kardiale Asthma äußert sich in Atemnot (Dyspnoe), die sich evtl. durch Aufsetzen bessert und bei Flachlagerung verschlimmert (Orthopnoe). Sekundär kann es auch zur Bronchialobstruktion kommen, die sich ähnlich wie das Asthma bronchiale meist durch Giemen bemerkbar macht.

In der schwersten Verlaufsform kann das Asthma cardiale in ein akutes Lungenödem übergehen. Durch eine weitere Erhöhung des kapillären Pulmonaldrucks kommt es dabei zum Austritt von seröser Gewebsflüssigkeit in die Lungenbläschen (Transsudation), die als leicht blutig gefärbte, schaumige Flüssigkeit abgehustet wird. Das Lungenödem ist mit stärkster Atemnot und Erstickungsgefühl verbunden.

Als Differentialdiagnose kommen z.B. nächtliche Anfälle bei Patienten mit Asthma bronchiale, eine Pneumonie oder eine Exacerbation einer COPD in Betracht.

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