Astrid Proll

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Astrid Proll (2011)

Astrid Proll (* 29. Mai 1947 in Kassel) war Mitgründerin der Rote Armee Fraktion (RAF). Sie war an der Befreiung von Andreas Baader beteiligt und von 1971 bis 1974 sowie 1978 bis 1980 inhaftiert. Seitdem arbeitet sie als Fotografin und Autorin.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Astrid Proll schloss sich Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Söhnlein und ihrem älteren Bruder Thorwald Proll an, nachdem diese 1968 wegen Brandstiftung verurteilt worden waren, und folgte ihnen, nachdem diese sich bis auf Söhnlein der Inhaftierung durch Flucht entzogen hatten, in den Untergrund.

Am 6. Mai 1971 wurde Proll verhaftet. Die erste Hauptverhandlung gegen sie wurde aufgrund ihrer Verhandlungsunfähigkeit abgebrochen, am 1. Februar 1974 wurde sie aus der Haft entlassen. Darauf setzte sie sich nach England ab. Dort arbeitete sie unter verschiedenen Namen unter anderem als Parkaufseherin und Automechanikerin.

Am 15. September 1978 wurde Proll, die sich zu diesem Zeitpunkt Anna Puttick nannte, in London verhaftet und nach einem etwa einjährigen Rechtsstreit an Deutschland ausgeliefert. Am 22. Februar 1980 wurde sie wegen Raubüberfalls und Urkundenfälschung zu einer Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren verurteilt; die Reststrafe nach Anrechnung der Untersuchungshaft in Deutschland und England wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Seit Anfang der 1980er arbeitet Astrid Proll als Fotografin, Autorin und Redakteurin. Unter anderem war sie lange Jahre als Bildredakteurin für die Magazine Tempo, Der Spiegel und Time sowie die Zeitung The Independent tätig.

Werke[Bearbeiten]

  • Hans und Grete. Bilder der RAF 1967–1977. Aufbau-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-351-02597-1.
  • Goodbye to London. Radical Art and Politics in the 70’s. Hatje Cantz Verlag, 2010.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]