Astrid Sampe

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Astrid Sampe (* 27. Mai 1909 in Stockholm;[1]; † 2002 ebenda) war eine schwedische Künstlerin, die hauptsächlich mit Textilien und Inneneinrichtung arbeitete.

Astrid Sampe

Leben[Bearbeiten]

Astrid Sampes Kökstrivsel mit Stig Lindbergs Tasse Spisa Ribb
Perssons kryddskåp mit
Stig Lindbergs Tasse Adam

Astrid Sampe erhielt ihre Ausbildung zwischen 1928 und 1932 an der Kunsthochschule Konstfack in Stockholm und am Royal College of Art in London. 1937 kam sie als Designerin zur Nordiska Kompaniet (NK), dem eleganten Stockholmer Warenhaus. Im folgenden Jahr übernahm sie dort die Leitung der neu eingerichteten Textilienabteilung. 1939 gestaltete sie zusammen mit Sven Markelius den schwedischen Pavillon auf der Weltausstellung in New York.

Auf der Helsingborger Ausstellung 1955 präsentierte sie die Linnelinjen (dt. Leinen-Linie), die den Wäscheschrank der schwedischen Hausfrau revolutionieren sollte. Das Publikum war begeistert von den neuen Formaten und Mustern der farbigen Laken, Küchentücher und Servietten. Zu einem Klassiker sollte sich Kökstrivsel (Küchengemütlichkeit) entwickeln, ein Geschirrtuch in Leinen mit roten und schwarzen Streifen. Es entsprach dem Slogan der Svenska Slöjdföreningen «vackrare vardagsvara» (hübscherer Gebrauchsgegenstand) und wird von Klässbol Linneväveri immer noch hergestellt.

Während der 1950er Jahre wurden bedruckte Handtücher populär, besonders Astrid Sampes Perssons kryddskåp (Perssons Gewürzregal), das der Keramikerin Signe Persson-Melin gewidmet war. Persson-Melin hatte zur Helsingborgausstellung 1955 eine Serie von Gewürztöpfchen aus Keramik mit Korkverschlüssen herausgebracht.

Als Nordiska Kompaniet 1972 umstrukturiert wurde, verließ Astrid Sampe nach 35 Jahren die Firma. Sie gründete ein eigenes Atelier in Stockholm, in dem sie bis zu ihrem Tod Textilien und Einrichtungen entwarf.

Preise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Astrid Sampe Webseite von Klässbols Linneväveri (schwed., engl.)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vem är det? Svensk biografisk handbok 1965, Stockholm 1965, S. 962