Astropeiler Stockert

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Teleskop
Astropeiler Stockert
Radioteleskop Astropeiler Stockert auf dem Stockert
Radioteleskop Astropeiler Stockert auf dem Stockert
Typ Radioteleskop
Standort Eschweiler
Höhe 433,9 m ü. NHN
Geogra­fi­sche Koor­di­naten 50° 34′ 10″ N, 6° 43′ 19″ O50.5694166666676.722Koordinaten: 50° 34′ 10″ N, 6° 43′ 19″ O
Wellenlänge
Apertur
Bauzeit 1955–1956
Inbetriebnahme 17. September 1956

Der Astropeiler Stockert bei Eschweiler im nordrhein-westfälischen Kreis Euskirchen ist ein Radioteleskop auf dem Berg Stockert in der Eifel.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Astropeiler Stockert steht im Eifelteil Münstereifeler Wald auf dem 433,9 m ü. NHN hohen Berg Stockert – direkt östlich von dessen Gipfel. Er befindet sich zwischen Eschweiler und Holzheim, im äußeren Westen der Gemarkung des Bad Münstereifeler Stadtteils Eschweiler.

Etwa 110 m ostsüdöstlich des Astropeilers steht ein 10-Meter-Spiegel. Ein weiteres Radioteleskop, das Radioteleskop Effelsberg mit 100 m Spiegeldurchmesser, befindet sich 12,4 km (Luftlinie) südöstlich nahe Effelsberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Auf dem Stockert wurde 1955 bis 1956[1] mit dem Astropeiler Stockert (auch Radio-Sternwarte Stockert genannt)[1] Deutschlands erstes Radioteleskop errichtet. Es wurde am 17. September 1956 eingeweiht. Der Teleskopspiegel hat 25 m Durchmesser und wiegt 90 Tonnen.[2]

Bis 1993 nutzten die Universität Bonn und das Max-Planck-Institut für Radioastronomie die Anlage, ab 1979 nicht mehr zu wissenschaftlichen Zwecken, sondern zur Ausbildung von Studenten.

1997 wurde der Astropeiler vom damaligen Digital-Audio-Unternehmen creamware übernommen und bis 2004 als Inspirationsquelle sowie für deren Woodstockert-Musikfestivals genutzt.

Seit 1999 steht die Anlage als Industriedenkmal unter Denkmalschutz. Eigentümer ist seit 2005 die NRW-Stiftung. Der Förderverein hat die Technik modernisiert und das Gebäude für interessierte Besucher geöffnet.

Am 2. Mai 2010 wurde das Radioteleskop im Beisein der Stiftung NRW, der stellvertretenden Landrätin des Landkreises Euskirchen, des Bürgermeisters der Stadt Bad Münstereifel sowie Vertretern der örtlichen Parteien feierlich wiedereröffnet. Davor lagen vier Jahre intensiver ehrenamtlicher Restaurierung durch zahlreiche Mitglieder des Fördervereins, die - neben den beauftragten Firmen - entweder durch handwerkliche Fähigkeiten oder Hilfen im Bereich Wissenschaft, Hard- und Software oder Dokumentation wesentlich zum Wiedereinsatz des Astropeilers beitrugen und dessen zukünftige Erhaltung sichern. Es wird weiterhin wissenschaftlich am Radioteleskop gearbeitet und zwar in der Verwendung als außerschulischer Lernort. Interessierte Lehrer werden zuerst vor Ort in die Materie eingewiesen, um in die Lage versetzt zu werden, dieses Wissen am Astropeiler selbst an ihre Schüler weitergeben zu können. Mitglieder des Fördervereins, die sich z. B. aus Funkamateuren, Hobby-Astronomen oder sogar einigen wissenschaftlich tätigen Radioastronomen zusammensetzen, stehen ihnen dabei zur Seite.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Schild Radio-Sternwarte Stockert, am Astropeiler Stockert, auf commons.wikimedia.org
  2. Radioteleskop Stockert, auf structurae.de