Asylum Street Spankers

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Asylum Street Spankers Anfang 2011

Die Asylum Street Spankers (1994–2011) waren eine amerikanische Vaudeville-Band aus Austin in Texas.

Geschichte[Bearbeiten]

Christina Marrs, Guy Forsyth und Wammo lernten sich im Frühjahr 1994 auf einen Musikerparty kennen und diskutierten danach die Gründung einer Jug-Band. Guy Forsyth organisierte weitere Musiker und sie begannen als die Asylum Street Spankers in den Nachtclubs und Musikkneipen von Austin aufzutreten.[1] Die Band besteht seit ihrer Gründung aus etwa 6-7 Mitgliedern, wobei von den Gründungsmitgliedern inzwischen nur noch Wammo und Christina Marrs übrig geblieben sind. Insgesamt haben bis 2010 über 30 verschiedene Musiker mit den Asylum Street Spankers gespielt.

Außerhalb der USA tourten die Spankers mehrfach durch Europa und auch durch Japan.[2]

Im Herbst 2006 veröffentlichten die Spankers mit Stick Magnetic Ribbons on Your SUV eine Satire gegen Iraq-Krieg auf Youtube. Diese entwickelte sich zu einem Youtube-Hit mit über 1 Million Aufrufen innerhalb der ersten 2 Monate und erreichte eine honorable mention bei den Webby Awards 2007.[3][4][5]

Im Januar 2008 führten die Spankers unter dem Titel What? And Give Up Show Biz? eine Revue am Barrow Street Theater in New York City (Off-Broadway) auf.

Ende 2010 schied auch Wammo aus der Band aus, so dass Christina Marrs das letzte verbliebene Gründungsmitglied war. Die Spankers entschieden sich dann dazu die Band 2011 nach einer Abschiedstournee aufzulösen.[6]

Musikstil[Bearbeiten]

Asylum Street Spankers auf Rawa Blues Festival in Polen am 6. Oktober 2007

Die Musik der Spankers ist eine Mischung aus Vaudeville, Blues, Bluegrass, Jazz, Swing, Ragtime, Folk und Gospel. Die Spankers vermeiden bei ihren Arrangements elektronische Instrumente fast völlig und greifen stattdessen auf eine große Anzahl unterschiedlicher akustischer Instrumente zurück. Zur Anwendung kommen dabei unter anderem Waschbrett, Klavier, Banjo, Ukulele, Mandoline, Violine, Kontrabass, Gitarre, Mundharmonika, Klarinette, Singende Säge und Schlagzeug.

Ein Markenzeichen der Spankers sind ihre freizügigen, schlüpfrigen Texte über Drogen und Sexualität (u.a. Winning the war on drugs, Beer, Getting High, Jerry the Junker, Pussycat, Scrotum). Viele Texte besitzen einen satirischen Charakter, oft werden doppelbödige Formulierungen verwandt.[2][7][8] So beschreibt zum Beispiel der pussycat-Song oberflächlich die Erlebnisse einer Katze, die sich jedoch auch als eine Beschreibung der weiblichen Geschlechtsteile deuten lassen.

Alben[Bearbeiten]

CD[Bearbeiten]

  • Live (1995)
  • Spanks for the Memories (1996)
  • Nasty Novelties (EP, 1997)
  • Hot Lunch (1999)
  • Spanker Madness (2000)
  • A Christmas Spanking (2001)
  • Dirty Ditties (EP, 2002)
  • My Favorite Record (2002)
  • Strawberry (live, veröffentlicht 2003, aufgenommen 1998)
  • Mercurial (2004)
  • Pussycat (2005)
  • Mommy Says No! (2006)
  • What? And Give Up Show Biz? (Doppel-Live-CD, 2008)
  • God's Favorite Band (2009)

DVD[Bearbeiten]

  • Sideshow Fez (DVD)
  • Re-Assembly (2005) (DVD)

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Patrick Ferris: The Asylum Street Spankers – Artikel und Interview auf Hotbands vom 1. September 2003
  2. a b The Asylum Street Spankers, Sounding Off – Interview bei All Things Considered vom 31. Juli 2005 (National Public Radio)
  3. Stick Magnetic Ribbons on Your SUV
  4. Ben Sisario: The Road May Be Rough, but It Yields Material in der New York Times vom 15. Januar 2008 (Besprechung der Off-Broadway-Show)
  5. http://www.webbyawards.com/webbys/current_honorees.php?media_id=97&category_id=106&season=11
  6. Joel Hersh: After a wild 17-year career, Asylum Street Spankers call it quits im Santa Cruz Sentinel am 20. Januar 2011
  7. The Asylum Street Spankers: Going Gospel - Interview im Studio 4A (Weekend Sessions des National Public Radio) vom 7. Februar 2010
  8. Michael Eck: Spankers eccentric, foulmouthed, fun in der Times Union vom 19. Oktober 2009