Atala (Novelle)

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Das Begräbnis der Atala, Anne-Louis Girodet de Roussy-Trioson, 1808

Atala ist ein romantischer Roman von François-René de Chateaubriand (1768–1848) aus dem Jahre 1801. Bei Atala handelt es sich um die Geschichte einer jungen Halbindianerin. Sie gerät in einen Konflikt zwischen ihrer Liebe und der Keuschheit, die sie ihrer frommen Mutter gelobt hat und tötet sich. Atala bildet zusammen mit René eine Einheit: In ersterem berichtet der Indianer Chactas dem Franzosen René von seiner unglücklichen Liebe zu Atala, der letztere enthält Renés Autobiographie. Atala ist eines der historisch wichtigsten Werke der französischen Romantik und umfasst wesentliche Aspekte dieser literarischen Strömung: Exotismus, Leidenschaftlichkeit und Pathos, Katholizismus. Äußerst wichtig ist dieses Werk im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung um den „edlen Wilden“.

Print[Bearbeiten]

  • In Deutsch: F. de Chateaubriand's Atala. René. Die Abenteuer des letzten Abencerragen. Reihe: Ausgewählte Werke. RUB #976, 977. Frei übers. v. Friedrich Fr. Rückert. Reclam, Leipzig o. J. [1878];[1] häufige Neuaufl. in versch. Verlagen mit unterschiedl. Übersetzern; zuletzt ebd., Stuttgart 1995 (ohne Untertitel), ISBN 3150009766; Neuausg. angek.: Europäischer Hochschulverlag, Bremen 2011, ISBN 9783862670901.

Literatur[Bearbeiten]

  • Winfried Wehle: Aufbruch in die Moderne., darin Kap. 4: Der Baum in der Wüste. Am Nullpunkt der Subjekterfahrung: Chateaubriands "René". in Geschichte und Vorgeschichte der modernen Subjektivität 1. Hgg. Reto Luzius Fetz, Roland Hagenbüchle, Peter Schulz. De Gruyter, Berlin 1998, ISBN 3110149389S. 921 - 941 (Online lesbar)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Atala – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Notizen[Bearbeiten]

  1. Datierung nach SWB. Mit S. 1f: Kurzer Lebensabriß Ch.'s, o. Verf.