Atari Demos

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Die Demoszene im Computerbereich erreichte ihren Höhepunkt im 16-Bit Zeitalter.

Es formierten sich Gruppen aus Computerenthusiasten und Crackern, die versuchten, die Möglichkeiten ihres Systems voll auszunutzen und mit Demo-Programmen zu demonstrieren. Die Cracker fingen an, kleine Vorspänne und Visitenkarten in die verbreiteten Programme einzubauen. Durch den Plattformwettstreit zwischen Atari ST und Amiga war auch eine Motivation, die Überlegenheit des eigenen Systems durch geschickt programmierte Demos herauszustellen.

Die Atari Demoszene kann auf die Gruppe The Exceptions (bekannt unter der Kurzform TEX) zurückgeführt werden, die ab 1987 eine Serie von Musikdemos veröffentlichte, aufgepeppt mit Grafikeffekten und Textscrolling. Die Musik war größtenteils eine Adaption von Chiptunes der C-64 Zeit. Vor allem Musik von Rob Hubbard wurde vom TEX-Musiker Jochen Hippel portiert. Nach Veröffentlichung des Meilensteines B.I.G Demo 1988 bildeten sich immer neue Gruppen und die Szene wurde immer größer und vielfältiger. Das Union Demo 1989 war das erste ST-Demo, an dem mehrere Gruppen beteiligt waren. Durch geschickte Programmierung und Nutzung undokumentierter Hardware-Fähigkeiten und Bugs konnte beachtliches aus dem Computer herausgeholt werden: z.B. Scrolling, obwohl der ST kein Hardwarescrolling unterstützt, Darstellung der gesamten Farbpalette gleichzeitig (sonst nur höchstens 16 gleichzeitig), vorkalkulierte Sprites oder Grafik in den Bildschirmrändern.

Manche Gruppen beschäftigten sich auch bald mit der Programmierung von Spielen. So ist z. B. das Unternehmen Thalion Software entstanden. Durch die Vormachtstellung des PC begann ab 1993 der Abschwung der Demoszene. Allerdings sind noch heute Gruppen und Einzelpersonen in ganz Europa aktiv, die sich regelmäßig zu Szenepartys treffen.

Atari Demos (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1987: README.PRG (TEX)
  • 1987: LSD (Little Sound Demo) (TEX)
  • 1987: LCD (Little Colour Demo) (TEX)
  • 1988: B.I.G. Demo (TEX)
  • 1988: The Amiga Demo (TEX)
  • 1988: Full Screen Demo (Level 16)
  • 1989: The Union Demo (The Union)
  • 1989: The Cuddly Demos (The Carebears)
  • 1990: The Decade Demo (Inner Circle)
  • 1990: Live is a bitch (The Lost Boys)
  • 1990: Syntax Terror Demo (Delta Force)
  • 1991: Vodka demo (Equinox)
  • 1991: European Demos (The Overlanders)
  • 1991: Ooh Crikey wot a Scorcher (The Lost Boys)
  • 1991: Skid Row (The Alliance)
  • 1991: Punish your Machine (Delta Force)
  • 1991: The Dark Side of the Spoon 1991 (Unlimited Matricks)
  • 1992: Eat my Bollocks (Equinox)
  • 1992: Just Buggin (ACF)
  • 1992: The Phaleon Demo (Next)
  • 1992: My Socks are Weapons (Legacy)
  • 1993: Froggies over the Fence (The French Wizfrogs)
  • 1993: Synergy Demo (Synergy)
  • 1999: Nostalgic-O-Demo (Oxygene)
  • 1999: Virtual Escape (Equinox)
  • 1999: Sure Trip 49% (Checkpoint)
  • 2001: Odd Stuff (Dune & Sector One)
  • 2003: Moving Into Darkness (D.H.S.)
  • 2003: Posh (Checkpoint)
  • 2005: Pacemaker (Paradox)
  • 2005: 20 years (Gemeinschaftsproduktion der Atari-Szene)
  • 2008: More Or Less Zero (D.H.S.)
  • 2009: Suretrip II - Dopecode

Viele dieser Demos sind mit einem Emulator auch auf dem PC lauffähig.

Weblinks[Bearbeiten]