Atari GTIA

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GTIA (Graphic Television Interface Adapter) ist der Name eines Spezialchips (Custom Chips) der 8-Bit Heimcomputer der Firma Atari. Er wurde u.a. in den Geräten Atari 400, Atari 800, Atari 800 XL, Atari 600 XL und Atari 130 XE verbaut.

Es handelt sich hierbei um einen Spezialbaustein von Atari. Er übernimmt in den Rechnern zwei wichtige Aufgaben. Die erste besteht darin, die vom ANTIC erzeugten Daten auf Fernseher oder Monitor darzustellen. Um diese Darstellung beeinflussen zu können, enthält der GTIA eine Reihe programmierbarer Register, mit denen z. B. das "tatsächliche Aussehen" der Farben bestimmt werden kann, die der ANTIC darstellen soll. Diese Farben werden von der Fernsehnorm beeinflusst, daher existieren mehrere Varianten für die verschiedenen Fernsehnormen.

Die zweite wichtige Aufgabe des GTIA ist die Darstellung und Verwaltung der so genannten Player-/Missile-Grafik. Der ANTIC kann bis zu 4 Player (Spieler) und bis zu 4 Missiles (Geschosse) gleichzeitig darstellen. Bei diesen "Gebilden" handelt es sich um Sprites, also um Grafik-Elemente, die unabhängig vom Rest des Bildes über den Bildschirm bewegt werden können. Der GTIA kümmerte sich um die Bewegung dieser Elemente, er bestimmte, ob ein Player/Missile vor oder hinter einem bestimmten Teil des Grafikbildes erschien, und er ist in der Lage, Kollisionen zwischen Player, Missiles und der restlichen Grafik festzustellen. Diese Technik entlastete den Prozessor erheblich bei der Darstellung bewegter Grafik.

Weitere Aufgaben des GTIA sind das Abfragen der Feuerknöpfe der Joysticks und einiger Zusatztasten der Atari-Tastatur, also der Tasten START, SELECT und OPTION. Zu guter Letzt ist er auch noch für das Erzeugen des Tastenklicks zuständig.

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