Atlético Junior

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Junior
logo
Voller Name Corporación Deportiva Popular
Junior Fútbol Club S.A.
Ort Barranquilla
Gegründet 1924
Vereinsfarben blau-weiß-rot
Stadion Estadio Metropolitano
Plätze 49.612
Präsident Fuad Char
Trainer Julio Avelino Comesaña
Homepage www.juniorbarranquilla.com/
Liga Erste Liga, Kolumbien
2014 Apertura 3. Platz (Ligaphase)
Vizemeister
Heim
Auswärts

Corporación Deportiva Popular Junior Fútbol Club S.A., auch bekannt unter seinem früheren offiziellen Namen Atlético Junior und als Junior de Barranquilla, ist ein Fußballverein aus der Stadt Barranquilla an der Karibik-Küste von Kolumbien. Junior wird auch „Los Tiburones“ (Die Haie), genannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Ehemals genutztes Vereinswappen

Der Verein erregte erstmals internationale Aufmerksamkeit als sich 1968 der legendäre Brasilianer Garrincha kurzfristig dem Verein anschloss. Er war aber in jener Zeit aufgrund seiner Physis nicht mehr in der Lage dem Verein mehr als ein Ausrufezeichen zu geben.

Atlético Junior gewann bereits die Meisterschaften von 1977 und 1980, doch als die große Zeit gelten die Jahre zu Anfang der 1990er als der Verein mit dem zweimaligen Südamerikanischen Fußballer des Jahres Carlos Valderrama, der als bester kolumbianischer Spieler aller Zeiten gilt, zwei weitere Titel einfahren konnte. Diese Mannschaft unterlag in der Copa Libertadores 1994 erst im Halbfinale dem späteren Sieger Vélez Sarsfield aus Argentinien.

Nach dieser Episode wurde mehr Wert auf die Entwicklung von Eigengewächsen gelegt. Der nächste große Erfolg stellte sich aber erst wieder 2004 ein, als Atlético Junior durch einen Sieg im Elfmeterschiessen gegen Atlético Nacional aus Medellin die bislang letzte Meisterschaft gewinnen konnte. Der Argentinier Omar Sebastian Perez galt als das Herz jener Mannschaft.

Stadion[Bearbeiten]

Estadio Metropolitano Roberto Meléndez

Atlético Junior trägt seine Heimspiele im Estadio Metropolitano Roberto Meléndez aus, welches ursprünglich für die Fußball-Weltmeisterschaft 1986, die ursprünglich in Kolumbien abgehalten werden sollte, erbaut wurde. Das Stadion wurde 1986 mit einem freundschaftlichen Fußball-Länderkampf zwischen Kolumbien und Uruguay eingeweiht, den die Gäste mit 2:1 gewannen.

Das einstmals 60.000 Zuschauer fassende Mehrzweckstadion bietet dieser Tage nur noch 50.000 Plätze an.[1] Es dient auch als offizielle Heimstätte der kolumbianischen Nationalmannschaft und war eine Austragungsstätte bei der Copa América 2001.

Trivia[Bearbeiten]

Das Vereinsmaskottchen war eine Eule, die unter dem Dach des Stadions heimisch ist. Die Eule flog auch zum Teil während Spielen durchs Stadion und landete dabei sogar gelegentlich auf dem Spielfeld. Zum Eklat kam es am 27. Februar 2011, als bei dem Meisterschaftsspiel gegen Deportivo Pereira die Eule verletzt wurde. Zuerst wurde die Eule am Spielfeld von einem Ball getroffen und lag benommem am Boden. Der Deportivo-Verteidiger Luis Moreno beförderte das Tier anschließend mit einem Tritt vom Feld. Die Aktion entzürnte nicht nur die Fans, die kolumbianische Umweltbehörde leitete sogar ein Verfahren wegen Tierquälerei ein. Die Eule wurde unmittelbar nach der Aktion in eine Tierklinik gebracht und dort versorgt. Der Verein gab zunächst an, dass die Eule lediglich einen Beinbruch erlitten habe.[2]

Am 2. März 2011 wurde aber bekannt, dass die Eule an einer zu hohen Milchsäure-Konzentration verstarb.[3]

Erfolge[Bearbeiten]

Ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. El Heraldo: El Metropolitano se pinta de rojo, blanco y azul, y su aforo baja a 49.612 puestos. www.elheraldo.co, 12. Januar 2011, abgerufen am 19. November 2013 (spanisch).
  2. APA: Foul an Eule mit Folgen. Verfahren wegen Tierquälerei gegen Pereira-Spieler Moreno. derstandard.at, 28. Februar 2011, abgerufen am 1. März 2011 (deutsch).
  3. Video: Eule stirbt nach Tritt von Fußballer. Barranquilla - Die Eule des kolumbianischen Vereins Atlético Junior de Barranquilla ist nach der Attacke eines Fußballers gestorben. Der Übeltäter bedauert den Todesschuss. tz-online.de, 2. März 2011, abgerufen am 2. März 2011 (deutsch).