Atlas von Mauretanien

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Titelkupfer zum Atlas Gerhard Mercators, der ein Jahr nach dessen Tod von seinem Sohn Rumold Mercator veröffentlicht wurde

Atlas von Mauretanien ist ein mythischer König, der bei Diodor als weiser Kenner der Gestirne und ihrer Kugelgestalt erscheint.[1]

Diesen wissenschaftlichen Aspekt der Atlas-Mythologie erläuterte Gerhard Mercator im Vorwort seines 1595 postum erschienen Atlas sive Cosmographicae Meditationes de Fabrica Mundi et Fabricati Figura (Atlas oder kosmografische Meditationen über die Schöpfung der Welt und die Form der Schöpfung). Atlas von Mauretanien wurde damit der Namensgeber der Atlanten in der Kartografie.[2]

Atlas von Mauretanien gehört in den Sagenkreis um den Titan Atlas und den König Atlas von Atlantis.[3]

Belege[Bearbeiten]

  1. Diodor, Buch 3, 60 und 4, 27.
  2. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 6. Auflage, 2. Abdruck, 1905, S. 22 eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
  3. Konrad Wernicke: Atlas 3. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band II,2, Stuttgart 1896, Sp. 2119–2133. Abschnitt II. Deutung.