Atokit

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Atokit
Andere Namen
  • IMA 1974-041
Chemische Formel

(Pd,Pt)3Sn

Mineralklasse Elemente
1.AG.10 (8. Auflage: I/A.16) nach Strunz
01.02.05.03 nach Dana
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse; Symbol nach Hermann-Mauguin m\bar{3}m
Farbe zinnweiß
Strichfarbe
Mohshärte 4,5
Dichte (g/cm3) 14,19
Glanz metallisch
Transparenz opak
Spaltbarkeit
Habitus

Atokit ist ein sehr selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Elemente, genauer der Metalle und intermetallischen Verbindungen. Es kristallisiert im kubischen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung (Pd,Pt)3Sn und bildet bis zu 100 μm große Körner von zinnweißer Farbe.

Etymologie und Geschichte[Bearbeiten]

Das Mineral wurde erstmals 1975 von S.A. Mihálik, S.A. Hiemstra und J.P.R. de Villiers in der Atokmine bei Rustenburg in der Provinz Nordwest in Südafrika gefunden. Es wurde nach dieser auch benannt.

Klassifikation[Bearbeiten]

In der Systematik nach Strunz wird Atokit zu den Metallen und intermetallischen Verbindungen, einer Untergruppe der Elemente gezählt. Nach der 8. Auflage bildet dabei zusammen mit Rustenburgit, Niggliit, Palarstanid, Stannopalladinit, Plumbopalladinit und Zvyagintsevit eine Gruppe. In der 9. Auflage bildet es mit Rustenburgit und Zvyagintsevit eine Untergruppe der PGE(Platin-Gruppen-Elemente)-Metall-Legierungen.

In der Systematik nach Dana bildet es mit Isoferroplatin, Rustenburgit, Zvyagintsevit, Chengdeit und Yixunit Untergruppe der metallischen Elemente und Legierungen mit Platinmetallen.[1]

Modifikationen und Varietäten[Bearbeiten]

Atokit und Rustenburgit bilden eine Mineralserie, bei der Palladium und Platin gegenseitig ersetzt sind.

Bildung und Fundorte[Bearbeiten]

Rustenburg bildet sich in Platinmetall-Konzentraten. Es ist je nach Fundort vergesellschaftet mit Rustenburgit und Platintelluriden oder Keithconnit und Palladoarsenid.

Vom seltenen Mineral sind derzeit (Stand Juli 2010) 17 Fundorte bekannt. Neben der Typlokalität und weiteren Funden im Bushveld-Komplex Südafrikas zählen hierzu Marathon in Kanada, Midu in China, der Lemmenjoki in Finnland, Norilsk und weitere Fundorte in Russland sowie der Stillwater-Komplex im US-Bundesstaat Montana.[2]

Kristallstruktur[Bearbeiten]

Atokit kristallisiert im kubischen Kristallsystem in der Raumgruppe Fm\bar{3}m mit dem Gitterparameter a = 3,99 Å sowie vier Formeleinheiten pro Elementarzelle.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. New Dana Classification of Native Elements
  2. Atokit bei mindat.org

Literatur[Bearbeiten]

  • Atokit in: Anthony et al.: Handbook of Mineralogy, 1990, 1, 101 (pdf).

Weblinks[Bearbeiten]