Attendorn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Attendorn (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Attendorn
Attendorn
Deutschlandkarte, Position der Stadt Attendorn hervorgehoben
51.1166666666677.9257Koordinaten: 51° 7′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Olpe
Höhe: 257 m ü. NHN
Fläche: 97,95 km²
Einwohner: 24.399 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 249 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57439
Vorwahl: 02722
Kfz-Kennzeichen: OE
Gemeindeschlüssel: 05 9 66 004
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kölner Straße 12
57439 Attendorn
Webpräsenz: www.attendorn.de
Bürgermeister: Christian Pospischil (SPD)
Lage der Stadt Attendorn im Kreis Olpe
Rheinland-Pfalz Hochsauerlandkreis Kreis Siegen-Wittgenstein Märkischer Kreis Oberbergischer Kreis Attendorn Drolshagen Finnentrop Kirchhundem Lennestadt Olpe Wenden (Sauerland)Karte
Über dieses Bild
Blick über die Stadt von der Atta-Höhle
Innenstadt aus Südosten

Die Hansestadt Attendorn ist eine mittlere kreisangehörige Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland mit etwa 25.000 Einwohnern. Sie liegt im Kreis Olpe im südlichen Sauerland. Überregional bekannt ist Attendorn durch die Tropfsteinhöhle Atta-Höhle und den Biggesee. Seit 19. März 2012 darf Attendorn den offiziellen Zusatz Hansestadt führen.[2]

Attendorn ist nur wenig kleiner als die beiden größten Städte im Kreis Olpe, Lennestadt und Olpe. Deshalb und durch die Entfernung zu den nächsten Oberzentren Siegen (45 km), Hagen (60 km), Köln (85 km) und Dortmund (90 km) erfüllt die Stadt bereits seit langer Zeit mittelzentrale Funktionen. Die Wirtschaft der Stadt ist industriell geprägt. Vor allem das metallverarbeitende Gewerbe ist historisch gewachsen und bietet auch heute noch die meisten Arbeitsplätze.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt Attendorn liegt im Nordwesten des Kreises Olpe im südlichen Sauerland auf 7°54’ östlicher Länge und 51°07’ nördlicher Breite. Das Stadtgebiet befindet sich im Naturpark Ebbegebirge, wenige hundert Meter nördlich des Biggesees. Der Stausee wird vom Lenne-Zufluss Bigge durchflossen, die unterhalb des Biggestaudamms die Stadt durchfließt.

Der höchste Punkt des Stadtgebiets ist die Rüenhardt (636 m ü. NN). Am Ahauser Stausee, der sich nordöstlich der Kernstadt befindet, sind es nur 248 m ü. NN. Das Stadtgebiet umfasst 97,86 km², wovon etwa die Hälfte von Wald bedeckt ist.

Geologie[Bearbeiten]

Attendorn liegt im Nordosten des Rheinischen Schiefergebirges. Dort befindet es sich am westlichen Rand der Attendorn-Elsper Doppelmulde, einem Kalkriff, das im Devon (vor ca. 400 Mio. Jahren) entstand und sich infolge tektonischer Verschiebungen erhob. Das eine Tal, beginnend in Attendorn, führt bis nach Fretter, das andere von Niederhelden bis Elspe. Es konnten sich zahlreiche Höhlen im Massenkalk des Oberen Mitteldevon bilden, von denen die Atta-Höhle die einzige öffentlich zugängliche ist.

Ausdehnung und Nutzung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet, dessen größte Nord/Süd-Ausdehnung 10,89 km und Ost/West-Ausdehnung 14,57 km beträgt, umfasst 97,86 km² Gesamtfläche. Diese Fläche unterteilt sich in unter anderem in 51,13 km² Waldfläche, 5,74 km² Wasserfläche und 29,48 km² landwirtschaftliche Fläche. 5,97 km² werden als Gebäude- und Freifläche und 4,55 km² als Verkehrsfläche genutzt. Die folgende Tabelle zeigt die detaillierte Flächennutzung:

Fläche
nach Nutzungsart
Landwirt-
schafts-
fläche
Gebäude-
und Freifläche
Wald-
fläche
Verkehrs-
fläche
Wasser-
fläche
Erholungs-
fläche
Betriebs-
fläche
sonstige
Nutzung
Fläche in km² 29,48 5,97 51,13 4,55 5,74 0,32 0,16 0,51
Anteil an Gesamtfläche 30,1 % 6,1 % 52,2 % 4,6 % 5,9 % 0,3 % 0,2 % 0,5 %

ohne Berücksichtigung von Rundungsfehlern

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Attendorn grenzt an das Gebiet von Städten und Gemeinden des Kreises Olpe und des Märkischen Kreises. Im Norden beginnend und in Uhrzeigerrichtung sind dies Plettenberg (N), Finnentrop (NO), Lennestadt (O), die Kreisstadt Olpe (S), Drolshagen (SW), Meinerzhagen (W) sowie Herscheid (NW).

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Attendorn besteht neben der Kernstadt mit knapp 14000 Einwohnern aus 55 weiteren Dörfern und Wohnplätzen. Durch die Erschließung der Baugebiete „Wippeskuhlen“ und „Auf dem Schilde“ sowie der Industriegebiete „Ennest“, „Askay“ und „Donnerwenge“ sind in den letzten Jahren die Stadtteile Biekhofen, Ennest und Holzweg mit dem Zentrum baulich zusammengewachsen. Auch die Orte Neu-Listernohl, Petersburg, Kraghammer, Ewig, Biggen und Schnellenberg liegen in unmittelbarer Nähe des Zentralortes Attendorn, so dass sich eine Gesamtzahl von über 18000 Einwohnern in diesem zentralen Siedlungsraum ergibt.

Klima[Bearbeiten]

Charakteristisch für Attendorn ist der große Höhenunterschied von fast 400 Höhenmetern, der im Stadtgebiet vorherrscht. Das Zentrum der Stadt Attendorn liegt in einem Talkessel des Biggetals, hat sich aber mittlerweile auch auf die Hügel um die Stadt herum ausgedehnt. Diese Lage wirkt sich auf das Klima aus und führt zu lokal unterschiedlichen Temperaturen.

Bei Höhenlagen um 300 m, wo auch das Stadtzentrum zu finden ist, liegt die Jahresdurchschnittstemperatur bei etwa 8 Grad Celsius, bei solchen um 450 m bei 7 Grad und bei solchen um 600 m bei 6 Grad. Insbesondere im Winter sinkt die mittlere Temperatur bei zunehmender Höhe jedoch deutlich. Während es bei 300 m noch 0,5 Grad Celsius sind, sinkt die Temperatur auf 450 m auf 0 Grad und bei 600 m auf -1,5 Grad. Die Auswertung der gesamten Wetteraufzeichnungen ergibt eine Spannbreite der Spitzenwerte zwischen -27 und +34 Grad Celsius.

Der Grund für die niedrigen Temperaturen ist in der geringen Sonnenscheindauer in diesem Gebiet zu finden. Der Kreis Olpe weist die niedrigsten Werte in Nordrhein-Westfalen auf. In Attendorn beträgt das Jahresmittel der Globalstrahlungssumme bis zu 930 kWh/qma (Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr), während es im Westen des Landes über 1.010 kWh/qma liegt.

Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt etwa 1.100 mm. Die Niederschläge sind sehr gleichmäßig über das Jahr verteilt, wobei der Winter mit ca. 300 mm die niederschlagsreichste Jahreszeit ist.

Klimatisch bedeutsame Teilräume sind die Talmulden als Kaltluftsammel- und Abflussbereiche. Hier sind insbesondere das Biggetal, das Ihnetal und das Repetal von Bedeutung.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Historisches[Bearbeiten]

Stadt Attendorn 1832 mit uml. Stadtmauer und Graben
Übersichtskarte Stadt Attendorn 1840, preußische Uraufnahme

Die Lage der Stadt wird durch das in der Attendorn-Elsper Doppelmulde gute Klima, den ertragreichen Boden und die günstigen Verkehrsmöglichkeiten begünstigt und zog schon in vorgeschichtlicher Zeit Menschen an. Eine stärkere Besiedlung ist aber erst seit dem Mittelalter nachzuweisen.

Die Stadt liegt an dem Schnittpunkt zweier Fernverkehrsstraßen, der Heidenstraße und der so genannten „Königsstraße“. In der Zeit Karls des Großen entstand dort eine Urpfarrei. Unter dem Boden der St.-Johannes-Kirche sind die Fundamente einer Missionskirche vorhanden. 1072 stiftete der Erzbischof Anno von Köln das Kloster Grafschaft und stattete es u. a. mit Rechten an einem Hof in Attendorn aus. Die Stiftungsurkunde des Klosters Grafschaft stellt die erste urkundliche Erwähnung von Attendorn dar.

Im Jahre 1222 wurden unter Engelbert I. von Berg der Stadt durch Verleihung des Soester Rechts die Stadtrechte zugesprochen.[4] Die um 1200 errichtete Burg Schnellenberg und die Erwerbung der Waldenburg im Jahre 1248 dienten der Sicherung der Interessen der Stadt Köln in der Region.

Attendorn verdankt seine Bedeutung neben den neun Zünften hauptsächlich den Woll- und Leinewebern. Weiterhin brachte die politische und kirchliche Stellung der Stadt als Grenzfeste gegen die Grafschaft Mark und als Sitz einer Dekanate im alten Erzbistum Köln Reichtum und Wohlstand in die Stadt. Als einzige Stadt des Sauerlandes trat Attendorn 1255 dem Rheinischen Städtebund bei. Attendorn war nur mittelbares Mitglied der deutschen Hanse und wurde deshalb auf den großen Hansetagen durch die Stadt Soest vertreten.

Um 1200 war Attendorn bereits erzbischöfliche Münzstätte. Mittelalterliche Münzen aus Attendorn lassen sich von Brüssel bis Lubnice in Polen und zur Insel Gotland nachweisen.

Vom Anfang des 14. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit bestand ein Hospital mit Kirche und Friedhof vor den Mauern der Stadt. 1420 stiftete Heinrich Weke das Kloster Ewig. 1429 schloss er ein Armenhospital an. Zeitweilig war die Stadt so wohlhabend, dass sie selbst dem Kölner Erzbischof Kredite gewähren konnte. Darüber hinaus erhielt er Unterstützung während seiner Auseinandersetzung mit der Stadt Soest. 1444–1445 halfen sie in der sogenannten Soester Fehde bei der Eroberung der Burg und des Landes Bilstein.

1464, 1597, 1598 und 1613 kam viermal die Pest über die Stadt. 1613, 1623, 1656, 1710, 1732, 1742 und 1783 wüteten Großfeuer in der Stadt. 1656 wurde dabei die halbe Stadt vernichtet. Auch litt die Stadt unter Kriegen, Schatzungen und Einquartierungen. Beispielsweise im Limburger Erbfolge-Krieg 1280, in der Soester Fehde 1444–1449, bei den Truchsessischen Wirren 1583–1584 und im Dreißigjährigen Krieg 1618–1648. Zur Zeit Napoleons erreichte Attendorn seinen tiefsten wirtschaftlichen Stand. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sie sich davon wieder erholt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die jüdischen Bewohner der Stadt entweder vertrieben oder ermordet.[5] Im Zweiten Weltkrieg wurde Attendorn am 28. März durch Bomben und am 15. Juni 1945 durch eine große Munitionsexplosion stark zerstört.

Aktuelles[Bearbeiten]

Attendorn ist seit dem 1. Januar 2010 Mittlere kreisangehörige Stadt. Das hat das Landeskabinett am 11. November 2008 beschlossen. Mit der neuen Bezeichnung kann sie für ihr Gebiet u. a. neue Aufgaben als Bauaufsichtsbehörde, die Trägerschaft für eine hauptamtlich besetzte Feuerwache oder die Pflicht zur Unterhaltung von Einrichtungen der Weiterbildung übernehmen. Vor allem aber kann die Stadt selbst Trägerin der Jugendpflege werden. Hierfür ist bis dahin der Kreis Olpe zuständig. Aus finanziellen Gründen soll dieser Schritt allerdings zunächst nicht umgesetzt werden.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1969 wurden die Gemeinden Attendorn-Land und Helden eingegliedert.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

(jeweils zum 31. Dezember)

Jahr Einwohner
1939 12.100
1950 15.600
1961 19.130
1962 19.560
1965 21.083
Jahr Einwohner
1970 21.735
1975 22.080
1977 21.806
1987 21.668
1990 22.736
Jahr Einwohner
1992 23.298
1997 23.863
1998 24.126
1999 24.267
2000 24.460
Jahr Einwohner
2001 24.688
2002 24.791
2003 24.776
2004 24.836
2005 24.814
Jahr Einwohner
2006 24.744
2007 24.818
2008 24.839
2009 24.780
2010 24.693
Jahr Einwohner
2011 24.637
2012 24.939

Religionen[Bearbeiten]

In der Region um Attendorn spielt Religion immer noch eine wichtige Rolle auch im gesellschaftlichen Leben. Das beste Beispiel sind die Osterbräuche, die jedes Jahr den Glauben in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken. (siehe Abschnitt Osterbrauchtum)

Katholisch[Bearbeiten]

Die große Mehrheit der Attendorner ist katholischen Glaubens. Attendorn gehört zum Erzbistum Paderborn und wird auf mittlerer Ebene vom Dekanat Südsauerland verwaltet. Dieses wurde am 1. Juli 2006 aus den bisherigen selbständigen Dekanaten Attendorn, Elspe und Olpe gebildet und ist flächengleich mit dem Kreis Olpe. Auf unterster Ebene gibt es einen Pastoralverbund, der deckungsgleich mit dem Stadtgebiet ist. In diesem sind neun Gemeinden zusammengeschlossen.

Evangelisch[Bearbeiten]

In Attendorn gibt es eine evangelisch-lutherische Gemeinde. Diese hat 3.559 Gemeindeglieder und erstreckt sich über das gesamte Stadtgebiet und ist deshalb in zwei Bezirke eingeteilt. Es bestehen zwei Gotteshäuser, die Erlöserkirche im Zentrum Attendorns und die Friedenskirche im Stadtteil Petersburg.[7] Die Gemeinde unterhält unter anderem eine eigene Bücherei und es existiert eine Unterabteilung des CVJM. Im Jahr 1998 wurde die Attendorner Tafel ins Leben gerufen, die einmal pro Monat kostenlos Lebensmittel an Bedürftige abgibt.

Islam[Bearbeiten]

In Attendorn existiert seit 1986 eine islamische Gemeinde der DITIB, die als Moscheeverein die Yeni Moschee im Zentrum der Stadt besitzt. Im Verein sind ca. 200 Muslime organisiert.

Weitere Glaubensgemeinschaften[Bearbeiten]

Außer den genannten gibt es in Attendorn auch andere Glaubensrichtungen. Nennenswert sind die neuapostolische Gemeinde, die über ein eigenes Gotteshaus verfügt, eine Freikirche CrossLight Jesus Zentrum Sauerland e.V.[8] und die Christliche Gemeinde Attendorn.

Ordensgemeinschaften[Bearbeiten]

Nach dem Wegzug der Franziskaner und dem Abriss der Franziskanerkirche Ende des 20. Jahrhunderts gibt es in Attendorn nur noch eine Ordensgemeinschaft. Dies sind die Ursulinen.

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[9]
Wahlbeteiligung: 55,1 % (2009: 62,4 %)
 %
50
40
30
20
10
0
40,1 %
45,8 %
7,0 %
3,4 %
3,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,2 %p
+8,9 %p
-0,7 %p
-4,0 %p
-0,9 %p

Im Stadtrat vertreten 38 Ratsmitglieder die Interessen der rund 25.000 Einwohner Attendorns. Die Zusammensetzung des Stadtrates stellt sich nach dem Wahlergebnis der letzten Kommunalwahl am 25. Mai 2014 wie folgt dar:

CDU SPD UWG FDP GRÜNE Gesamt
1999 19 16 2 1 38 Sitze
2004 17 17 2 1 1 38 Sitze
2009 16 14 3 3 2 38 Sitze
2014 15 18 3 1 1 38 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl 2014 wurde der SPD-Kandidat Christian Pospischil zum Bürgermeister gewählt. Er wird die Geschäfte des parteilosen Amtsinhabers Wolfgang Hilleke übernehmen.

Geschichte der Bürgermeister Attendorns[Bearbeiten]

Da die Stadt 1783 abgebrannt ist, sind von der Zeit davor keine Informationen erhalten.

– Bürgermeister (1783–1804)

  • 1783–1804: Franz Anton Plange
  • 1783: Johann Eberhard Hoberg
  • 1783–1784: Johann Emmerich Gottfried Joanvahrs
  • 1786–1794: Johann Pieper
  • 1790–1796: Johann Arnold Gertmann
  • 1791–1793: Theodor Greve
  • 1800–1802: Ferdinand Dingerkus
  • 1802–1804: Johann Greve
  • 1804: [Stephan?] Dingerkus

– Stadtschultheiße (1812–1826)

  • 1812–1818: Johann Anton Goebel
  • 1818–1826: Adolf Salomon

– Bürgermeister ab 1826

  • 1826–1829: Adolf Salomon
  • 1829–1832: Kaspar Belke
  • 1832–1835: Eberhard Belke
  • 1835–1862: Arnold Becker
  • 1862–1854: Franz Lex
  • 1864–1865: Ferdinand Wurzer
  • 1865–1866: Eberhard Wilmes (Beigeordneter während der Vakanz)
  • 1866–1908: Richard Heim
  • 1908–1911: Heinrich Tück
  • 1911–1919: Theodor Laymann
  • 1920–1932: Wilhelm Hennemann
  • 1932–1933: Hans Becker (kommissarisch)
  • 1933–1934: Peter Struif (NSDAP)
  • 1934–1945: Josef Schütte (NSDAP)
  • 1945: Wolfram Ebers (CDU)
  • 1945–1946: Johannes Weber (CDU)
  • 1946: Josef Mayworm (SPD)
  • 1946–1948: Robert Schmidt (CDU)
  • 1948–1949: Erich Berghoff (CDU)
  • 1949–1950: August Bruse (SPD)

Wappen und Siegel[Bearbeiten]

Das Wappen der Stadt zeigt in Silber ein schwarzes Balkenkreuz (Wappen des Erzbistums Köln), begleitet von einem nach rechts gewendeten roten Halbmond in der rechten oberen Ecke. Das älteste erhaltene Stadtsiegel aus dem Jahr 1243 zeigt den heiligen Petrus, Patron des Erzbistums Köln, mit seinem Schlüssel und einem Halbmond neben seinem Kopf, in späteren Siegeln thronend auf dem kurkölnischen Schild. 1910 wurde das Wappen in seiner heutigen Form amtlich genehmigt, und nach der kommunalen Neuordnung wurde 1970 für Fortführung genehmigt. Der Halbmond wird als Symbol für Johannes den Täufer gedeutet, der als Schutzheiliger der Pfarrgemeinde auch in frühen Sekretsiegeln zu finden war.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Natur- und Landschaftsschutz[Bearbeiten]

Innerhalb der Atta-Höhle

In Attendorn wurden in Teilflächen die Kalkbuchenwälder, Kalkhalbtrockenrasen und -Felsen südl. Finnentrop als Europäisches Schutzgebiet (FFH-Gebiet) ausgewiesen .[10] Weitere Teilflächen dieses 220 ha großen FFH-Gebietes liegen in den Gebieten von Finnentrop und Lennestadt. Im Stadtgebiet gibt es 13 ausgewiesene Naturschutzgebiete (NSG).[11] Dabei handelt es sich um die Naturschutzgebiete Quelle am Rüenhardt (0,68 ha), Steinbruch Biggen (11,50 ha), Auwald Biggen (4,08 ha), Repe (2,94 ha), Hausschlade (22 ha), Breiter Hagen (20,28 ha), Dünscheder Heide (1,35 ha), In der Stesse (17,10 ha), Berndebachtal (36,07 ha), Wunderwäldchen (0,73 ha), Wesebachtal (1,38 ha), Atta-Höhle (13,27 ha), Eschenbach-Quellbäche (20,60 ha) und Gilberginsel (96,65 ha, einziges NSG außerhalb des Landschaftsplanbereichs). Das imposanteste und meistbesuchte NSG in Attendorn ist das NSG Atta-Höhle.

Es gibt in Attendorn neun Naturdenkmale.[12] Dabei handelt es sich um die vier Felsen Fels-Steilhang Bigger Kopf (0,67 ha), Fels-Aufragung Bigger Kopf (0,44 ha), Drackerstein-Felsen (0,69 ha) und Ah-Schulter-Felsen (1,03 ha), vier Einzelbäume (zwei Linden, eine Buche und eine Eiche) und eine zweier Baumgruppe (Eichen). Im Gemeindegebiet befinden sich auch 28 geschützte Landschaftsbestandteile (LB) von 0,11 ha bis 9,67 ha Größe.[13]

Das Stadtgebiet von Attendorn gehört zum 1964 ausgewiesenen Naturpark Ebbegebirge. Ein Großteil des Naturparks war seit der Gründung auch als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Seit dem 30. November 2006 gibt es für das östliche Stadtgebiet den Landschaftsplan Attendorn-Heggen-Helden, welcher auch das westliche Gemeindegebiet von Finnentrop umfasst. In diesem Landschaftsplan sind Flächen außerhalb der bebauten Ortsteile und des Geltungsbereichs eines Bebauungsplans als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen wurden, sofern kein höherer Schutzstatus wie beispielsweise NSG besteht.[14] Im Landschaftsplangebiet gibt es zwei Landschaftsschutzgebiete. Dabei handelt es sich um das Landschaftsschutzgebiet Attendorn-Heggen-Helden Typ A und das Landschaftsschutzgebiet Attendorn-Heggen-Helden Typ B. Landschaftsschutzgebiet Typ A, steht für Allgemeiner Landschaftsschutz, während Typ B für Besonderer Landschaftsschutz: Schutz prägender Wiesentäler steht. Im Landschaftsschutzgebiet Typ A ist unter anderem das Errichten von Bauten verboten. Im Typ B, sind zusätzlich Erstaufforstungen, auch die Neuanlage von Weihnachtsbaumkulturen, verboten, ferner ein Umwandlungsverbot von Grünland und Grünlandbrachen. Das Landschaftsschutzgebiet Typ B besteht aus mehreren Teilflächen, während das Landschaftsschutzgebiet Typ A eine zusammen hängende Fläche bildet, in dem alle andere Schutzgebiete und die bebauten Bereiche innerhalb des Plangebietes liegen.

Im Stadtgebiet befinden sich auch zahlreiche gesetzlich geschützte Biotope, wie Quellen und Felsen. Die gesetzlich geschützte Biotope stehen wegen der Seltenheit überall unter Schutz und bestehen unabhängig der oben genannten Schutzkategorien.[15]

Neben dem Uhu kommen in Attendorn die Großvogelarten Graureiher, Schwarzstorch, Rotmilan und Kolkrabe vor.[10]

Museen[Bearbeiten]

Alter Markt mit Südsauerlandmuseum

Das Südsauerlandmuseum befindet sich direkt am Marktplatz im Zentrum der Stadt. Es zeigt neben kulturgeschichtlichen Exponaten aus dem Kreis Olpe auch das Westfälische Zinnfigurenkabinett und gibt Informationen über die Stadtgeschichte. Nach einer mehrere Jahre andauernden Sanierung ist es im Juni 2008 mit einem überarbeiteten Ausstellungskonzept wieder eröffnet worden. Das Museum liegt in gemeinsamer Trägerschaft der Stadt Attendorn und des Kreises Olpe. Viele Jahre hieß es „Kreisheimatmuseum“.

Auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr befindet sich seit 1986 das Feuerwehrmuseum Attendorn. Von April bis Oktober ist es an jedem ersten und dritten Wochenende im Monat geöffnet und zeigt historische Exponate wie Löschfahrzeuge, Uniformen und Gerätschaften.

Bibliotheken[Bearbeiten]

In Attendorn existiert keine städtische Bibliothek, allerdings wird diese Funktion von der katholischen öffentlichen Bücherei übernommen, die bereits seit 1851 besteht. Diese wird von der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist betrieben und umfasst einen Bestand von ca. 14.000 Medien.

Außerdem betreibt die evangelische Gemeinde eine Kinder- und Jugendbücherei, die im Jahre 2002 aus der seit 1957 bestehenden Gemeindebücherei hervorging. Dort kann man mehr als 9.000 Medien ausleihen.

Regelmäßige kulturelle Veranstaltungen[Bearbeiten]

Schützenfest[Bearbeiten]

Das traditionelle Schützenfest wird jedes Jahr am ersten Juli-Wochenende gefeiert. Zum Festauftakt am Freitag findet im Festzelt die so genannte „Bierprobe“ statt. Am Montag wird das Königsschießen begangen, bei dem es – anders als bei den meisten anderen Schützenfesten – zwei Schützenkönige gibt: einen Vogelkönig und zusätzlich einen Scheibenkönig.

Die Schützengesellschaft Attendorn 1222 e.V. führt ihre Ursprünge auf die Verleihung der Stadtrechte an die Stadt Attendorn im Jahre 1222 zurück. Den Schützen, Bürgern von Attendorn, oblag damals die Verteidigung der Stadt und die Unterhaltung der Wehranlage um die Stadt.[16]

Karneval[Bearbeiten]

Attendorn ist eine Karnevalshochburg in Südwestfalen. Es gibt mehrere Karnevalsvereine im Stadtgebiet, die teils eigene Karnevalssitzungen veranstalten. Höhepunkt des närrischen Treibens ist jedes Jahr der Veilchendienstags-Umzug, der sich um 11.11 Uhr an der Atta-Höhle in Gang setzt. Mit mehr als 2000 aktiven Teilnehmern und bis zu 30.000 Besuchern gehört er zu den größten im Sauerland, weswegen die Stadt sich in der „fünften Jahreszeit“ „Klein-Kölle“ nennt. Der gebräuchliche Narrenruf ist „Kattfiller“. Dieser hat seinen Ursprung in der Historie. Bei der Eroberung der in der Nähe gelegenen Burg Bilstein soll nach einer Sage von den belagernden Attendornern versehentlich eine Katze mit der Armbrust erschossen worden sein.[17]

Gauklerfest[Bearbeiten]

Im Sommer findet seit 1988 alljährlich das Attendorner Gauklerfest statt. Es ist ein Familienfest, das mit einem bunten Programm aus Comedy, Musik, Kunst und Spiel mehr als 20.000 Besucher anlockt. Dabei treten auf mehreren Bühnen bekannte Kleinkünstler auf. Auf der Musikbühne spielen jedes Jahr national populäre Bands, aber auch weniger bekannte Szenegrößen auf, außerdem spielen teils unbekannte Bands aus der näheren Umgebung.[18]

Attendorner Feuerwehrfest[Bearbeiten]

Am letzten Wochenende im Juni findet traditionell das Attendorner Feuerwehrfest statt. Eine Woche vor dem Schützenfest der Schützengesellschaft Attendorn 1222 e.V. laden die Mitglieder des Löschzuges Attendorn die Bevölkerung zu einem Fest für die ganze Familie ein. Höhepunkt der Veranstaltung ist jedes Jahr ein großes Sommernachtsfeuerwerk, das am Samstagabend gegen 22:30 Uhr vom Dach der Feuerwache aus gezündet wird.[19]

Brauchtum[Bearbeiten]

Osterbrauchtum[Bearbeiten]

Die Attendorner pflegen zahlreiche, spezifische Osterbräuche, unter anderem das Semmelsegnen am Karsamstag und das Schlagen, Aufstellen und Abbrennen der Osterkreuze am Karsamstag und Ostersonntag.

Semmelsegnen

Das Attendorner Osterbrot, Ostersemmel genannt, ist ein Mischbrot mit Kümmel, das in der Woche vor Ostern in den örtlichen Bäckereien gebacken wird. Besonders auffällig sind die Einkerbungen an den Enden der Brote, die ihnen das Aussehen von Fischflossen verleihen. Der Fisch ist ein altes christliches Symbol. Am Karsamstag versammeln sich die Attendorner um 14 Uhr vor der Pfarrkirche, um ihre Semmeln vom Pfarrer segnen zu lassen. Dieser Brauch ist bereits seit 1658 urkundlich belegt, geht aber wahrscheinlich weiter in die Vergangenheit zurück.

Osterfeuer

Osterfeuer

In den Wochen vor Ostern treffen sich die (männlichen) Angehörigen des Osterfeuervereins (die sogenannten „Poskebrüder“) in den umliegenden Wäldern zum „Holzstellen“. Dort werden Reisigbündel vorbereitet, die sogenannten „Bürden“, die am Ostersonntag zum Abbrennen der Osterkreuze dienen. Der Osterfeuerverein teilt sich in vier „Porten“ ein, die sich von den ehemaligen Stadtvierteln herleiten, die durch je ein Stadttor zu erreichen waren. Das bedeutet, dass der Attendorner „mit der Porte geht“, in der er geboren ist, oder in der seine Familie wohnt. Dabei kommt es selbstverständlich zu einer nicht immer ganz ernst gemeinten Konkurrenz, auch während des Jahres.

Nach dem Semmelsegnen am Karsamstag ziehen die Mitglieder der vier Porten in den Stadtwald und schlagen je eine große Fichte, die anschließend in die Stadt transportiert und auf dem Marktplatz vermessen werden. Auch da gibt es einen Wettbewerb: Man versucht, die längste Fichte mit dem größten Durchmesser zu bekommen. Danach geht es auf die „Osterköpfe“. Das sind hoch gelegene Plätze am Stadtrand oder außerhalb der Stadt, auf denen am nächsten Tag (Ostersonntag) die Osterkreuze aufgestellt werden.

Am Ostersonntag trifft man sich auf den „Köpfen“ und bereitet die Fichten zum Abbrennen am Abend vor. Die Fichten werden mit einem Querbalken versehen, mit Stroh umwickelt und nur durch Muskelkraft aufgerichtet. Anschließend werden die vorbereiteten Bürden um den Fuß des Osterkreuzes geschichtet und ebenfalls mit Stroh bedeckt.

Gegen 20.40 Uhr beginnen die Poskebrüder mit dem „Fackelschwenken“. Aus Fichtenholz geschnittene Fackeln werden an einem Fackelfeuer entzündet, das wiederum vorher am Feuer der Osterkerze entzündet worden ist. Man stellt sich um das Osterkreuz und schwenkt die Fackeln senkrecht vor oder neben dem Körper. Um 21 Uhr, wenn die Beleuchtung des Kreuzes auf dem Turm der Pfarrkirche eingeschaltet wird, werden die Fackeln auf die Bürden geworfen und das Kreuz geht in Flammen auf.

Um 21.30 Uhr setzen sich an den vier ehemaligen Stadttoren, von vier erleuchteten Vortragekreuzen angeführt, die vier Säulen der Osterprozession in Richtung Kirche in Bewegung. Dort wird, als Abschluss der Osterfeierlichkeiten, eine feierliche Andacht gehalten.

Bauwerke[Bearbeiten]

St. Johannes Baptist
Zeichnung der Burg Schnellenberg (erste Hälfte 18. Jahrhundert)
Bieketurm
  • Pfarrkirche St. Johannes Baptist
Die Pfarrkirche St. Johannes Baptist wird auch Sauerländer Dom genannt. Sie besitzt einen romanischen Turm aus der Zeit um 1200 und ein gotisches Langhaus aus dem 14. Jahrhundert. Auffallend ist die barocke Haube des Turms, die seit 1634 die Kirche ziert.
Das alte Rathaus wurde wohl nach der Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut und im 18. und 19. Jahrhundert stark verändert. 1962–64 wurde das Äußere in Anlehnung an einige Befunde und einer in der Pfarrkirche aufbewahrten Darstellung in der ursprünglichen Gestalt wiederhergestellt. Die gesamte Innenraumgestaltung, die Ausstattung mit Antikglasfenstern und Lampentürmen übernahm der Aachener Künstler Benno Werth. Das Gebäude ist ein mächtiger traufständiger Bau mit rekonstruierten Staffelgiebeln. Das in Arkaden geöffnete Erdgeschoss diente ehemals als Kaufhalle. In dem Gebäude ist das Südsauerlandmuseum untergebracht.
  • Burg Schnellenberg
Auf einem Hügel der Stadt befindet sich die Burg Schnellenberg. Sie ist seit 1594 im Eigentum der Familie der Freiherrn von Fürstenberg. Im Jahre 1594 kaufte der spätere Landdroste des Herzogtums Westfalen, Kaspar von Fürstenberg, diese reichsunmittelbare Burganlage. Sie gilt als die größte und mächtigste Burganlage in Südwestfalen. Sie beherbergt ein Hotel und ein Restaurant.
  • Kloster Ewig
Das ehemalige Augustiner-Kloster Ewig vor den Toren Attendorns beherbergt einen Teil der Justizvollzugsanstalt (JVA) Attendorn.
  • Hospitalkirche St. Barbara
Sehenswert ist auch die ehemalige Hospitalkirche St. Barbara.
  • Erlöserkirche
Die Erlöserkirche Attendorn ist denkmalgeschützt.
  • Türme der Stadtmauer
Von der 1812 abgebrochenen Stadtbefestigung sind der Pulverturm und der Bieketurm aus dem 13. Jahrhundert erhalten. Der Bieketurm wird von der Schützengesellschaft Attendorn 1222 e. V. als Zeughaus genutzt. Fahnen, Königsketten, Panzer etc. können von Mai bis Oktober jeweils samstags von 11 bis 13 Uhr besichtigt werden. An der Turmseite zum Feuerteich ist noch die Höhe der ehemaligen Stadtmauer im Maueransatz abzulesen.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Atta-Höhle[Bearbeiten]

Die berühmteste Sehenswürdigkeit der im Südsauerland gelegenen Stadt ist die Atta-Höhle, die 1907 beim Kalkabbau freigelegt wurde und eines der größten zusammenhängenden Höhlensysteme Deutschlands darstellt. Ihre Entstehung beruht im Wesentlichen auf den Kalkvorkommen in der Attendorn-Elsper-Doppelmulde.

Biggetalsperre[Bearbeiten]

Im Süden des Stadtgebietes befindet sich der Staudamm der Biggetalsperre. Zusammen mit der Listertalsperre und dem Ahauser Stausee bildet sie ein großes Naherholungsgebiet für die Stadt und deren Umgebung.

Sport[Bearbeiten]

Hansastadion

Die Stadt Attendorn verfügt über zahlreiche Sportvereine verschiedener Art. Die meisten Mitglieder hat der TV Attendorn, der als klassischer Breitensport-Verein viele Sportarten anbietet, jedoch im Tischtennis, im Radfahren und Triathlon die größten Erfolge feiern kann. Fußball wird in der Kernstadt in drei Vereinen angeboten, von denen der SV 04 Attendorn der erfolgreichste ist. Dieser spielt als ehemaliger Landesligist seit der Saison 2007/08 in der Bezirksliga. Des Weiteren gibt es die Tennis-Vereine TC Blau-Weiß und TC Milstenau, den Handballverein SG Attendorn-Ennest, die Bogensportfreunde, den Leichtathletik-Club, den Schwimmverein Schwarz-Weiß, den Golfclub Repetal, den Motorsportclub Lennetal-Bamenohl-Attendorn sowie weitere Vereine, die nahezu sämtliche Sportarten anbieten.

Die Stadt Attendorn verfügt über ein Hallen-Schwimmbad, ein Lehrschwimmbecken, ein Naturrasen-Leichtathletik-Stadion, Kunstrasen-Fußballplätze in allen Stadtteilen sowie mehrere Sporthallen, Tennisplätze, einen Segelflugplatz, einen Golfplatz und weitere Sportstätten.

Musik[Bearbeiten]

In Attendorn gibt es zahlreiche Musikvereine sowie eine Zweigstelle der Musikschule Attendorn-Finnentrop, die sich in gemeinsamer Trägerschaft der Stadt Attendorn und der Gemeinde Finnentrop befindet. Außerdem stellt das Jugendzentrum einen Proberaum für junge Bands zur Verfügung.

Gesellschaftliche Vereine[Bearbeiten]

Das Attendorner Vereinsleben bereichert auch eine Reihe von sozial und zivilgesellschaftlich aktiven Vereinen, z. B. die Kolpingfamilie, der Arbeitskreis Eine Welt, die Initiative Bürgerhaus Alter Bahnhof und die AG Begegnung Attendorn.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Attendorn ist mit 12.336 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Stand 06/2011) das Arbeitsplatzzentrum im Kreis Olpe. 9232 Einwohner der Stadt sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Der Arbeitskräftebedarf kann aus der eigenen Bevölkerung bei Weitem nicht gedeckt werden. Dies äußert sich in einem positiven Pendlersaldo und einer Arbeitslosenquote von nur ca. 4,2 %.

Attendorns gewerbliche Wirtschaft wird von mittelständischen Unternehmen der eisen- und metallverarbeitenden Industrie geprägt. Diese sind zu einem Großteil weltweit tätige Automobilzulieferer, wie z. B. Mubea (1072 Beschäftigte vorort), GEDIA (813 Beschäftigte), Kirchhoff Automotive (799 Beschäftigte) und die Kemmerich Group (407 Beschäftigte). Eine weitere bedeutende Branche ist die Haus- und Sanitärtechnik. Die größten Arbeitgeber sind hier Viega (1366 Beschäftigte), Aquatherm (270 Beschäftigte) und BeulCo (228 Beschäftigte).

Die Steuersätze von Attendorn liegen bei der Grundsteuer A (für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft) bei 170 %, der Grundsteuer B (für die meisten anderen Grundstücke) bei 315 % und der Gewerbesteuerhebesatz bei 395 %. Alle drei Steuersätze liegen deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Trotz einer in Attendorn vorhandenen beachtlichen Kaufkraft verliert der Einzelhandel an Boden. Die von der Gesellschaft für Konsumforschung ermittelten Daten zur Handelszentralität (= Verhältnis von Einzelhandelsumsatz je Einwohner zur Einzelhandelskaufkraft je Einwohner) beläuft sich für 2013 auf 74,3 und weist damit auf einen größeren Abfluss an Kaufkraft nach auswärts hin (Kennziffern der Nachbarorte zum Vergleich: Olpe 117,1 und Lennestadt 102,7). Für das Jahr 2014 ist in Attendorn keine Trendwende zu erwarten. [20]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Attendorn

Attendorn ist nicht direkt ans Autobahnnetz angeschlossen. Die nächstgelegene Autobahn ist die A 45, die westlich des Stadtgebiets liegt. Die Anschlussstelle Olpe ist ca. 14 Kilometer entfernt und über die L 512 zu erreichen. Die Anschlussstelle Meinerzhagen ist über die L 539 zu erreichen und liegt ca. 20 Kilometer entfernt. Die nächstgelegene Bundesstraße ist die B 54/B55 bei Olpe bzw. die B55 bei Lennestadt. Insgesamt existieren im Stadtgebiet 222,29 km Gemeindestraßen, wovon ca. 42,62 km Ortsverbindungsstraßen, 29,95 km Wirtschaftswege und ca. 149,72 km sonstige Straßen, sind. Hinzu kommen Landes- und Kreisstraßen, die insgesamt ca. 30,90 km umfassen.[21]

Die Stadt liegt an der Biggetalbahn (KBS 442), auf der der Biggesee-Express (RB 92) verkehrt und der mehrere Haltepunkte und Bahnhöfe auf dem Stadtgebiet anfährt. Die Bahn ermöglicht die Fahrt nach Olpe und Finnentrop im Einstundentakt. Am Bahnhof Attendorn begegnen sich beide Züge, so dass hier zwei Gleise vorhanden sind. In Finnentrop besteht Anschluss an die Ruhr-Sieg-Strecke, die von Siegen bis Hagen führt.

Auf dem Biggesee fahren von April bis Ende Oktober zwei Ausflugsschiffe der Personenschifffahrt Biggesee, das MS „Westfalen“ und das MS „Bigge“. Diese fahren zwei Haltepunkte auf Attendorner Stadtgebiet an sowie drei weitere im Olper Teil des Sees. Eine Zusteigemöglichkeit davon befindet sich am Biggedamm, wo Anschluss an die Touristen-Wegebahn „Biggolino“ besteht, die im Stundentakt zwischen Atta-Höhle, Innenstadt und Biggedamm verkehrt.

Rund um den Biggesee und die Listertalsperre gibt es ein geschlossenes Radwegenetz. Dieses führt u. a. vom Staudamm in Attendorn bis ans Südufer des Biggesees in Olpe sowie bis nach Finnentrop. Ebenso ist man an das Radverkehrsnetz NRW angeschlossen.

Bei Attendorn liegt der Flugplatz Attendorn-Finnentrop, der hauptsächlich für den Segelflugsport verwendet wird, jedoch auch den Status eines Sonderlandeplatzes innehat.

Medien[Bearbeiten]

Zeitung[Bearbeiten]

Als Tageszeitung erscheinen in Attendorn die Lokalausgaben der

Die Lokalteile beider Zeitungen sind seit dem Jahr 2009 jedoch identisch. Seinerzeit wurden die Lokalredaktionen der im gleichen Verlag (Zeitungsgruppe WAZ) erscheinenden Zeitungen zusammengelegt. In Attendorn besteht weiterhin ein Redaktionsbüro.

Mittlerweile hat sich das Verbreitungsgebiet der Siegener Zeitung in den Kreis Olpe hinein ausgebreitet, sodass es auch eine Lokalausgabe für dieses Gebiet gibt, in der über Attendorn berichtet wird.

Außerdem erscheint mittwochs und sonntags das kostenlose Anzeigenblatt Sauerlandkurier in einer speziellen Ausgabe für Attendorn und Umgebung mit Informationen aus dem Kreis Olpe. Weitere Anzeigenblätter sind der Sonntags-Anzeiger und der Sauerländer Wochenanzeiger (Erscheinungstage: Mittwoch und Sonntag) die jeweils von der Siegerländer Wochen-Anzeiger GmbH & Co. KG, einer Tochterfirma der Siegener Zeitung, herausgegeben werden.

Radio[Bearbeiten]

Der Kreis Olpe verfügt als einer der wenigen in NRW über kein eigenes Lokalradio. Aktuelle Nachrichten über Attendorn kann man nur über das Radioprogramm des WDR 2 aus dem Regionalstudio Siegen empfangen, das immer zur halben Stunde Nachrichten aus Südwestfalen sendet. Mit einer Entscheidung vom 28. April 2006 ist jedoch der Kreis Olpe durch die LfM, die zuständige Aufsichtsbehörde für den Rundfunk in NRW, als mögliches Verbreitungsgebiet für Lokalfunk ausgewiesen worden. Eine Veranstaltergemeinschaft existiert seit vielen Jahren. Im April 2010 sollte eine Probeausstrahlung beginnen. Ziel war es, eine Reichweite von 68 Prozent der Bevölkerung zu erreichen, so dass am 1. Januar 2011 ein eigenes Lokalradio für den Kreis Olpe den Betrieb hätte aufnehmen können. Das Lokalradio ist nie an den Start gegangen.[22] In manchen Bereichen des Stadtgebietes ist es möglich die benachbarten Lokalradios Radio MK (Märkischer Kreis) und Radio Siegen zu empfangen.

Fernsehen[Bearbeiten]

Attendorn gehört zum Redaktionsgebiet des Studios Siegen des WDR Fernsehens. Die Lokalzeit Südwestfalen berichtet über die Region.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Behörden und Institutionen[Bearbeiten]

Sämtliche kommunale Behörden sind im Zentrum der Stadt im Rathaus untergebracht, welches u. a. auch das Bürgerbüro, den städtischen Kinderclub sowie die Verwaltung der Musikschule Attendorn-Finnentrop beherbergt.

Lokaler Energieversorger sind die Stadtwerke Attendorn.

Die Post wurde im Jahr 2008 geschlossen. Ihre Aufgaben werden seither von einer Postagentur übernommen.

Im Stadtteil Ewig befindet sich seit 1968 die Justizvollzugsanstalt Attendorn. Zunächst war hier nur ein Offener Vollzug möglich. Zwischen 2008 und 2010 wurde das Gefängnis in Attendorn umgebaut und erweitert. Durch den Bau eines zusätzlichen Gebäudekomplexes, der Ende 2010 fertiggestellt wurde, war es möglich, den Geschlossenen Vollzug der bisherigen Zweiganstalt in Siegen aufzulösen und die Haftplätze ab Mitte Januar 2011 nach Attendorn zu verlagern. Die Zahl der Gefangenen soll auf 390 beschränkt bleiben, 270 im Offenen, 120 im Geschlossenen Vollzug. [23][24]

Der Brandschutz wird in Attendorn durch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Attendorn sichergestellt. In den acht Einheiten (zwei Löschzüge und sechs Löschgruppen) leisten 289 Feuerwehrkameraden ihren Dienst. Hinzu kommt die Betriebsfeuerwehr eines großen metallverarbeitenden Betriebs.

Es besteht eine Polizeiwache, die rund um die Uhr besetzt ist. Hier arbeiten Beamte des Wachdienstes, des Bezirksdienstes und des Verkehrskommissariats.

Der Rettungsdienst wird vom Standort Krankenhaus St. Barbara aus gewährleistet. Koordiniert wird das Rettungswesen vom Kreis Olpe. Für den Krankentransport steht das DRK zur Verfügung, ebenso wie für sanitätsdienstliche Betreuung bei Veranstaltungen. Im Zuge der Notdienstreform in Westfalen, die am 1. Februar 2011 in Kraft trat, wurde im Krankenhaus St. Barbara eine Notdienstpraxis eingerichtet.

Bis 1979 besaß Attendorn ein eigenes Amtsgericht. Seitdem gehört Attendorn zum Bezirk des Amtsgerichts Olpe.

Im Stadtteil Neu-Listernohl befindet sich eine Außenstelle des Regionalforstamtes Kurkölnisches Sauerland, zudem ist dort der Forstbetriebsbezirk Biggetalsperre des Ruhrverbands angesiedelt, von dem die Wälder entlang der Biggetalsperre und auf der Gilberginsel betreut werden.

Öffentliche Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]

Die Stadthalle Attendorn hat ein Fassungsvermögen von 1.074 Sitzplätzen oder 1.597 Stehplätzen. Es finden hauptsächlich lokale Veranstaltungen (z. B. Schützenfest, Karneval) Comedy-/Kabarett-Veranstaltungen und Konzerte statt. In der Innenstadt liegt das Hallenbad, das sich in Trägerschaft der Stadtwerke Attendorn befindet, das Strandbad Waldenburger Bucht wird von der Biggesee GmbH betrieben. Außerdem stellt die Stadt mehrere Sporthallen, Sportplätze und einen Skaterplatz zur Verfügung und unterhält ein Jugendzentrum.

Krankenhäuser und Fachkliniken[Bearbeiten]

Das einzige Krankenhaus im Stadtgebiet ist das ehemals städtische Krankenhaus St. Barbara, das seit 1999 eine 100-prozentige Tochter der Rhön-Klinikum AG, Bad Neustadt/Saale, ist. Das Krankenhaus verfügt über 286 Betten sowie über zwölf Plätze für tagesklinische Behandlung.[25].

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Als Schulstandort hat Attendorn regionale Bedeutung.

Die Stadt Attendorn verfügt über 13 Kindergärten, 3 Kindertagesstätten und 1 Schulkinderhort, von denen sich 10 Einrichtungen in der Kernstadt befinden. Jeweils ein Kindergarten liegt in Windhausen, Listerscheid, Helden, Röllecken und Ennest, während in Neu-Listernohl zwei Kindergärten sind.

Insgesamt sechs Grundschulen sind für die Bildung der Kinder in der Primarstufe zuständig. Drei davon liegen im Gebiet der Kernstadt, jeweils eine in Ennest, Helden und Neu-Listernohl.

Darüber hinaus gibt es zwei Hauptschulen, welche ebenfalls in Attendorn liegen und sich in direkter Nachbarschaft zueinander befinden. Es handelt sich hierbei um die Gemeinschaftshauptschule und die Katholische Kardinal-von-Galen-Schule. Die Zusammenlegung der beiden Schulen ist beschlossen. Die Katholische Hauptschule nimmt keine neuen Schüler mehr an und geht sukzessive in der Gemeinschaftshauptschule, einer Ganztagsschule, auf.

Die einzige Realschule auf Attendorner Gebiet, die St.-Ursula-Realschule, befindet sich in privater Trägerschaft der katholischen Kirche. Da sie nicht alle Schüler, die diese Schulform besuchen möchten, aufnehmen kann, nutzen einige Schüler das Angebot in Finnentrop.

In Attendorn existieren außerdem zwei Gymnasien, von denen eines in städtischer Trägerschaft steht: das Rivius-Gymnasium. Die Vorläufer dieser Schule wurden bereits 1515 gegründet. Momentan werden hier 655 Schüler unterrichtet. Das zweite Gymnasium, das St.-Ursula-Gymnasium, befindet sich genau wie die Realschule in der Trägerschaft des Erzbistums Paderborn. Den Ursprung hat diese Schule in einem Kloster des Ursulinen-Ordens, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Attendorn kam. Aktuell besuchen ca. 800 Schüler dieses Gymnasium. Die Attendorner Gymnasien werden ebenfalls von Schülern aus der Gemeinde Finnentrop sowie aus der Nachbarstadt Plettenberg stark genutzt. In der Oberstufe existiert eine Kooperation zwischen beiden Gymnasien, die die Durchführung von Leistungs- und Grundkursen in weniger stark frequentierten Fächern ermöglicht.

Für berufliche Schulen ist der Kreis Olpe Schulträger der Zweigstelle Attendorn des Berufskollegs des Kreises Olpe. An diesem Standort werden hauptsächlich Auszubildende aus gewerblichen Berufen im Rahmen des dualen Ausbildungssystems schulisch unterrichtet. Allerdings werden auch vollzeitschulische Bildungsgänge vor oder nach einer Berufsausbildung, die vollzeitschulische Berufsausbildung und Weiterbildungsmaßnahmen angeboten.

Zudem gibt es die Förderschule St. Laurentius, die speziell Kinder und Jugendliche mit geistigen Behinderungen betreut, und die Albert-Schweitzer-Schule, die den Förderschwerpunkt Lernen gesetzt hat. In der Martinus-Schule werden sprachbehinderte Kinder der Primarstufe unterrichtet.

Die Musikschule Attendorn-Finnentrop befindet sich in gemeinsamer Trägerschaft der Stadt Attendorn und der Gemeinde Finnentrop und hat an beiden Orten Standorte. Das Abendgymnasium Attendorn befindet sich im Gebäude des Rivius-Gymnasiums und ermöglicht berufstätigen Menschen die Erlangung des Abiturs. Außerdem dient die Akademie Biggesee in Neu-Listernohl der Erwachsenenbildung und bietet verschiedene Seminare an. Des Weiteren finden in Attendorn verschiedene Kurse der Volkshochschule Olpe statt. Die nächstgelegene Hochschule ist die Universität Siegen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Ehrenbürger der Stadt Attendorn sind:

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Sonstige mit Attendorn in Verbindung stehende Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Willibrord Benzler (1853–1921), Bischof des Bistums Metz von 1901 bis 1919, besuchte in Attendorn das Gymnasium
  • Carl Schmitt (1888–1985), Staatsrechtler und politischer Philosoph wohnte als Junge im katholischen Konvikt in Attendorn und besuchte das Gymnasium.
  • Heinz Günther Konsalik (1921–1999), Schriftsteller mit dem bürgerlichen Namen Heinz Günther, lebte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Attendorn, wo seine Mutter aus Köln evakuiert war. Er schrieb seinen ersten Roman Liebesspiel mit Jubilar mit einer Handlung in Attendorn. Konsaliks Ehefrau war Lehrerin in Attendorn.
  • Paul-Werner Scheele (* 1928), emeritierter Bischof von Würzburg, legte am 8. Oktober 1946 in Attendorn das Abitur ab
  • Paul Josef Cordes (* 1934), emeritierter Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche, legte am 1955 in am Rivius-Gymnasium das Abitur ab
  • Frank Beckehoff (* 1954), Politiker (CDU), Landrat des Kreises Olpe seit 1999, lebt in Attendorn

Literatur[Bearbeiten]

  • Rainer Ahrweiler: Die Höhlen der Attendorn-Elsper Doppelmulde. Mit Beiträgen von Elmar Hammerschmidt zu den neuentdeckten Teilen der Attendorner Tropfsteinhöhle und Joachim Hoberg zur Antiquitätenhöhle, Noakenhöhle und Frettermühler Durchgangsspalte. In: Karst und Höhle 1991/92. München 1995.
  • Josef Brunabend: Attendorn, Schnellenberg, Waldenburg und Ewig. Ein Beitrag zur Geschichte Westfalens. 2. Auflage, im Auftrage der Stadt Attendorn überarbeitet von Prof. Julius Pickert, zu Ende geführt von Karl Boos Münster (1958) (die erste Auflage erschien 1878 in Münster)
  • Ferdinand G. B. Fischer: Walter Viegener – Lebensskizzen. Mensch, Unternehmer, Pionier, Bürger. Attendorn, 2002.
  • Norbert Henkelmann: Attendorner Zunftbücher, 1564–1988. Schriftenreihe "Aus Attendorner Archiven", Band 2. Attendorn, 2001.
  • Otto Höffer: Die Pfarrkirche St. Johannes Baptist zu Attendorn. Westfälische Kunststätten, Heft 28, hrsg. vom Westfälischen Heimatbund in Verbindung mit dem Westfälischen Amt für Denkmalpflege. Münster 1983 (Inzwischen 2. Auflage 2003).
  • Otto Höffer, Ralf Breer, Rainer Scholz: Schützenfest in Attendorn. Attendorner Geschichten, Band 1. Attendorn, 2006.
  • Otto Höffer, Ralf Breer, Rainer Scholz: Ostern in Attendorn. Attendorner Geschichten, Band 2. Attendorn, 2007.
  • Otto Höffer, Ralf Breer, Rainer Scholz: Karneval in Attendorn. Attendorner Geschichten, Band 3. Attendorn 2007.
  • Otto Höffer, Ralf Breer: Hansestadt Attendorn, historischer Stadtführer. Attendorn, 2001.
  • Otto Höffer: Rundflug über Attendorn wie es früher war. Gudensberg-Gleichen, 2001.
  • Otto Höffer (Red.): Im Bann des Wassers. Die Orte der Pfarrei Neu-Listernohl einst und heute und die Geschichte der Biggetalsperre. Schriftenreihe der Stadt Attendorn, Band 1. Attendorn 1993.
  • Otto Höffer; Harald Kröning, Herbert Keseberg: Versilberte Stadtgeschichte. Das Attendorner Schützensilber seit der Barockzeit. Ein Beitrag zur Geschichte der Schützengesellschaft Attendorn 1222 e.V.. Attendorn, 1997.
  • Otto Höffer: Vasenacht, Fasslowend, Karneval. Eine Dokumentation zur fast 400jährigen Attendorn Fastnacht, zum 125. Veilchendienstagszug (1863–1988), zum 75jährigen Bestehen der Karnevalsgesellschaft Attendorn e.V. (seit 1912). Attendorn, 1987.
  • Otto Höffer, Ralf Breer: Kirchen und Kapellen in Attendorn, Lennestadt und Kirchhundem. Hrsg. v. Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem. Attendorn, 1999.
  • Höffer Otto, Ralf Breer: Osterbräuche in Attendorn, herausgegeben von der Sparkasse Attendorn. Attendorn, 1983.
  • Otto Höffer, Ralf Breer: Attendorn, Portrait zur Jahrtausendwende. Attendorn, 1997.
  • Hermann Hundt: Stadtbilder aus Attendorn. Leipzig, 1995.
  • Eva von Broecker: Suchet der Stadt Bestes – Evangelisch in Attendorn – 150 Jahre Evangelische Kirchengemeinde. Attendorn, 1988.
  • Westfälischer Städteatlas; Band: II; 1 Teilband. Im Auftrage der Historischen Kommission für Westfalen und mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hrsg. von Heinz Stoob † und Wilfried Ehbrecht. Stadtmappe Attendorn, Autor: Heinz Stoob, ISBN 3-89115-344-9; Dortmund-Altenbeken, 1981.
  • Zusammenstellung weiterer Literaturhinweise auf der Seite der Stadt Attendorn: Attendorn in der Literatur.
  • Kreis Olpe: Landschaftsplan Attendorn-Heggen-Helden Nr. 3. Olpe 2006.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Attendorn – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. Kommunalminister Jäger genehmigt die ersten Zusatzbezeichnungen bei Städten und Gemeinden Innenministerium Nordrhein-Westfalen 19. März 2012
  3. VSU GmbH: Begründung zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes 2020 der Stadt Attendorn, Herzogenrath, 2008, S.22
  4. Heinrich Gottfried Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 63–65 in der Google-Buchsuche
  5. Jüdisches Leben in Attendorn zur NS-Zeit. Ein Projekt der Klasse 9b des St.-Ursula-Gymnasiums Attendorn (Schuljahr 2006/07), abgerufen am 10. Februar 2010.
  6.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 89.
  7. Attendorn / Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid Plettenberg. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg, abgerufen am 26. Februar 2010.
  8. Seiten der Freikirche
  9. http://wahlen.kdvz-frechen.de/kdz/kwew2014/05966004/index.htm
  10. a b http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/bk/de/karten/bk Biotopkataster NRW
  11. Kreis Olpe: Landschaftsplan Attendorn-Heggen-Helden Nr. 3. S. 16–40.
  12. Kreis Olpe: Landschaftsplan Attendorn-Heggen-Helden Nr. 3. S. 41–46.
  13. Kreis Olpe: Landschaftsplan Attendorn-Heggen-Helden Nr. 3. S. 52–63.
  14. Kreis Olpe: Landschaftsplan Attendorn-Heggen-Helden Nr. 3. S. 47–51.
  15. Kreis Olpe: Landschaftsplan Attendorn-Heggen-Helden Nr. 3. S. 75–82.
  16. News. Schützengesellschaft Attendorn 1222 e.V., abgerufen am 1. Juni 2011.
  17. „Kattfiller" statt „Alaaf" oder „Helau". Karnevalsgesellschaft Attendorn e.V., abgerufen am 10. Februar 2010.
  18. Gauklerfest. Jugendzentrum und Kulturbüro Attendorn e.V., abgerufen am 10. Februar 2010.
  19. Attendorner Feuerwehrfest. Feuerwehr der Stadt Attendorn, abgerufen am 25. Juni 2011.
  20. vgl. Artikel Gutes Beispiel für eine schlechte Entwicklung-In Attendorn verliert der Einzelhandel an Boden. Olpe, Lennestadt und Finnentrop legen zu, in: Westfalenpost, Zeitung für Lennestadt und Kirchhundem, Ausgabe vom 29. Juli 2014
  21. Zahlen, Daten, Fakten. Stadt Attendorn, abgerufen am 10. Februar 2010.
  22. Ludwig Schieffer: Neues NRW-Netz: Streit um die Kölner Frequenz. In: radioszene.de. 12. März 2012, abgerufen am 2. Mai 2012: „Unklar seien mögliche Koordinierungen im Kreis Heinsberg (Ex-Frequenzen des Lokalsenders „Welle West”) und des nie an den Start gegangenen Lokalradios im Kreis Olpe.“
  23. Hubertus Heuel: Gefängnis-Leiter Wulf geht in Ruhestand. In: Der Westen. WAZ-Mediengruppe, 6. Februar 2009, abgerufen am 10. Februar 2010.
  24. justiz.nrw.de: JVA Attendorn startet mit Tag der offenen Tür ins Neue Jahr, Zugriff am 3. Januar 2011
  25. Krankenhaus St. Barbara Attendorn GmbH. Rhön-Klinikum AG, Bad Neustadt/Saale, abgerufen am 10. Februar 2010.