Zwerg-Holunder

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Zwerg-Holunder
Sambucus ebulus 002.jpg

Zwerg-Holunder (Sambucus ebulus)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Moschuskrautgewächse (Adoxaceae)
Gattung: Holunder (Sambucus)
Art: Zwerg-Holunder
Wissenschaftlicher Name
Sambucus ebulus
L.

Der Zwerg-Holunder oder Attich (Sambucus ebulus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Holunder (Sambucus). Sie enthält Bitterstoffe und Blausäureglykosid und ist giftig. Vor allem die Beeren sollen frisch gegessen Durchfall und Erbrechen auslösen.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Der Zwerg-Holunder ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 150 Zentimeter erreicht und unterirdische Ausläufer bildet.[2] Die Blätter sind gefiedert und bestehen aus sieben bis neun lanzettlichen, 5 bis 15 Zentimeter langen, fein gesägten Fiederblättchen.[3] Die Nebenblätter sind blattartig.[2] Die weißen Blüten stehen zahlreich in flachen, dolden-rispigen Blütenständen. Die Dolden werden 5 bis 10 Zentimeter lang, die Einzelblüten haben einen Durchmesser von etwa 7 Millimeter.[1] Die Staubbeutel sind rot und färben sich später schwarz.[2] Der Zwerg-Holunder blüht von Juni bis August. Als Früchte werden schwarze, beerenartige Steinfrüchte gebildet. Der Zwerg-Holunder hat einen widerlichen Geruch.[1]

[Bearbeiten] Vorkommen

Der Zwerg-Holunder kommt im Mittelmeerraum, im warmgemäßigten Europa bis einschließlich Mittel-Deutschland sowie im Nord-Iran und in Turkmenien vor.[2]

In Österreichisch kommt der Zwerg-Holunder in allen Bundesländern häufig bis zerstreut vor.[4]

Die Art wächst an Gebüsch- und Waldrändern, auf Lichtungen und Ödland,[1] auf frischen Waldschlägen und in ruderalen Staudenfluren.[2] Im Tiefland tritt sie nur vereinzelt auf, ebenso in kalkarmen Gebieten, sonst wächst sie zerstreut und ist meist bestandsbildend. Sie bevorzugt stickstoffsalzreiche und basische Böden.[1]

Der Pollen der Blüten wird gern von Rosenkäfern gefressen

[Bearbeiten] Nachweise

  1. a b c d e Dietmar Aichele, Marianne Golte-Bechtle: Was blüht denn da?. 57. Auflage. Kosmos, Stuttgart 2005, ISBN 3-440-10212-2, S. 104.
  2. a b c d e Werner Rothmaler (Begr.), Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Band 5. Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Springer, Spektrum Akademischer Verlag, Berlin, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8, S. 419. 
  3. Thomas Schauer, Claus Caspari: Der BLV Pflanzenführer für unterwegs. 2., durchgesehene Auflage. BLV, München 2008, ISBN 978-3-8354-0354-3, S. 462.
  4. Manfred A. Fischer, Karl Oswald & Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verb. Auflage. Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9, S. 804. 

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Zwerg-Holunder – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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