Attnang

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Attnang (Stadt)
Ortschaft
Attnang (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Vöcklabruck (VB), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Vöcklabruck
Pol. Gemeinde Attnang-Puchheim
Koordinaten 48° 0′ 48″ N, 13° 43′ 22″ O48.01333333333313.722777777778416Koordinaten: 48° 0′ 48″ N, 13° 43′ 22″ O
Höhe 416 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 3412 (2001)
Gebäudestand 683 (2001)
Postleitzahl 4800f1f0
Vorwahl +43/07674f1
Offizielle Website
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 12400
Zählsprengel/ -bezirk Attnang-Zentrum, Attnang-Nord, Attnang-West (41703 000,001,002)
Teile der Stadt auch im Zählsprengel Niederstraß (003)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS

Attnang ist ein Ort im Vöcklatal des Hausruckviertels von Oberösterreich, und Hauptort und Ortschaft der Stadtgemeinde Attnang-Puchheim im Bezirk Vöcklabruck.

Lage[Bearbeiten]

Attnang ist heute eine Stadt, und umfasst etwa 700 Gebäude mit 3500 Einwohnern. Sie erstreckt sich auf der Terrasse zwischen Kohlaichbach und Redlbach/Lehbach, entlang des Bahnhofs Attnang-Puchheim und der Bundesstraße 1 Wiener Straße.

Der historische Ortskern lag im Norden, am Redlbach, wo die Salzburger Straße/Linzer Straße, die alte Fernstraße, diesen quert, zwischen dem Spitzberg und dem Hügel Hargl – er wird heute Alt-Attnang genannt. Dort steht auch noch die Alte Pfarrkirche Attnang St. Martin, und der Ortsfriedhof befindet sich westlich davon.

Der heutige Ortskern, ursprünglich Neu-Attnang am Bahnhof, mit Pfarrkirche Hl. Geist und Rathaus, wurde nach 1945 weitgehend neu errichtet, und erstreckt sich zwischen Bahnhofstraße (B1), Römerstraße und Spitzberg.

Auf der anderen Seite des Bahnhofs, an der Salzburger Straße, befinden sich weitere Ortsteile, die Grenzen zur Ortschaft Puchheim wie auch zu Niederstraß sind nicht erkennbar.

Nachbarorte und -oschaften
Hohenbaumgarten (Gem. Redlham)
Steinhübl Nachbargemeinden Niederstraß
Puchheim Puchheimer Au
Wankham (Ortsch., Gem. Regau)
Sicking (Ortsch., Gem. Desselbrunn)
Puchheimer Au zählt zur Ortschaft Puchheim, sodass Wankham nicht direkt angrenzt

Geschichte[Bearbeiten]

Bahnhof Attnang-Puchheim, Stadtseitiger Vorplatz an der B1

Attnang war ursprünglich eine kleine Ansiedlung. Es ist als Otenang 1242 urkundlich ersterwähnt, und hatte um 1800 etwa 40, und um 1900 etwa 120 Gebäude. Es hatte aber schon im Mittelalter politische Bedeutung, und war Sitz des Amts Attnang der Herrschaft Wartenburg. Es war auch immer größer als der alte Gemeindehauptort Puchheim, dem es mit Errichtung der politischen Gemeinden nach 1849 zugeordnet wurde.

Schon vor der Jahrhundertwende gewann Attnang als Standort des Bahnhofs der k.k. privilegierten Kaiserin-Elisabeth-Bahn an Bedeutung, als Kohlenumschlagplatz der Niederstrasser-Bahn nach Thomasroith, und ab 1877 dem in der Zeit der aufkommenden Sommerfrische zunehmend wichtigen Knoten mit der der Kronprinz-Rudolf-Bahn (heute Salzkammergutbahn): Zwischen 1890 und 1910 verdreifachte sich die Bevölkerung auf über 2000 Einwohner. 1912 wurde der Gemeindename Puchheim aufgrund der wachsenden Bedeutung des Ortes auf Attnang-Puchheim abgeändert.

Am 21. April 1945,[1] wurde die Bahnhofumgebung durch amerikanische Bombenangriffe stark verwüstet, und der Ortskern neu aufgebaut. Mit der Verlagerung des Gemeindeamts an Neu-Attnang wurde Attnang zum Hauptort der Marktgemeinde ab 1955, Stadtgemeinde ab 1990.

Bevölkerung und Gebäudestand[2]
Kgr. Bayern Krld. Österr. o.d.Enns (1.) Rep. Österr. Dt. Reich (2.) Rep. Österreich
1811 1825 1869 1880 1890 1900 1910 1923 1934 1939 1951 1961 1971 1981 1991 2001
214 319 433 634 1153 2232 2566 2705 2642 3152 3384 3580 3586 3452 3412
42 43 53 65 71 122 209 226 296 316 410 490 607 642 683
Vor 1800, beim Herzogtum Österreich bzw. Fürstentum/Kronland Österreich ob der Enns, sind keine eigenständigen Zählungen belegt, für das Amt Attnang finden sich 1649 51 Häuser.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Attnang-Puchheim

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helmut Böhm: 1945 – der Tag der Tränen. Attnang-Puchheim im Bombenhagel zweier US-Luftflotten. Dokumentation nach neuesten Forschungsergebnissen. Moserbauer, Ried im Innkreis 2007. ISBN 978-3-902121-86-8.
  2.  Kurt Klein (Bearb.), Vienna Institute of Demography (VID) d. Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Oberösterreich Teil 2, o.D. (aktual.), Attnang, S. 104 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl., beide; pdf).
    Spezielle Quellenangaben:  1811: Zählung der bayrischen Verwaltung des Salzachkreises (Montgelas’sche Zählungen). In:  Franz Xaver Weilmeyr: Topographisches Lexikon vom Salzach-Kreise. 1812. · 1825 Militär-Konskription 1823/30; zitiert nach Benedikt Pillwein: Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogtums Österreich ob der Enns und des Herzogtums Salzburg. 1827/32; Neue Ausgabe 1843. · 1869:  Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im österreichischen Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder. 1871 ff. · 1880, 1890: Statistische Central-Commission: Spezial-Orts-Repertorien der im österreichischen Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder. 1883 resp. 1892 ff. · 1900: Statistische Central-Commission: Gemeinde-Lexikon der im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder. 1903 ff. · 1910: Statistische Central-Commission: Spezial-Repertorien. 1915 ff. · 1923:  Bundesamt für Statistik/Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis. (Ergebnisse der Volkszählungen). 1934: Bundesamt für Statistik (Bearb.): Ergebnisse der Volkszählung. 1935. · 1939: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich auf Grund der Volkszählung 1939. Hg. vom Statistischen Reichsamt, 2. Auflage, 1941; Umrechnung auf die heutigen Gebietsstände: Volkszählung 1991 – Wohnbevölkerung nach Gemeinden mit der Bevölkerungs- entwicklung seit 1869. In: Beiträge zur österreichischen Statistik 1030/0, 1992. · 1951 und später:  Österreichisches Statistisches Zentralamt/Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis. (Ergebnisse der Volkszählungen).
  3. Grüll Georg: Bauernhaus und Meierhof. Forschungen zur Geschichte Oberösterreichs 13, 1975, S. 122; zitiert nach Historisches Ortslexikon