Auburn Automobile Company

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Auburn 8-90 „Boattail“ Speedster 1929, die Urform
Ebenfalls Auburn 8-90 „Boattail“ Speedster 1929
Auburn 851 „Boattail“ Speedster

Auburn Automobile Company war ein US-amerikanischer Automobilhersteller, der von 1900 bis 1937 tätig war.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Auburn Automobile Company ging aus dem Kutschenbau von Frank und Morris Eckhart, Söhne eines deutschen Einwanderers, hervor. Eckhart Carriage Company wurde im Jahr 1875 von Charles Eckhart (1841–1915) gegründet in Auburn, Indiana. Eckharts Söhne, Frank und Morris, starteten 1903 mit tür- und dachlosen Einzylinder-Runabouts, kauften dann zwei weitere lokale Autoproduzenten und zogen 1909 in eine größere Fabrik. Das Unternehmen war einigermaßen erfolgreich, bis durch Materialknappheit während des Ersten Weltkriegs die Fabrik geschlossen werden musste.

Die Firma wurde 1919 an eine Investorengruppe aus Chicago verkauft. 1924 übernahm Errett Lobban Cord die Firma. Er bereinigte das Typenprogramm und die unübersichtliche Zuliefererstruktur. Auf sein Bestreben hin wurde die über die Motorhaube geschwungene Sickenlinie eingeführt.

Ab 1927/28 wurden Reihen-Achtzylinder von vier bis fünf Litern Hubraum (z.  B. den Typen 8-90 und 8-125, wobei die hintere Zahl die SAE-PS bedeutete), die aus der ebenfalls zum Cord-Konzern gehörenden Firma Lycoming stammten, angeboten. Die Modelle wurden mit Hydraulikbremse und Zentralschmierung ausgestattet. Das Flaggschiff war die Ausführung mit Speedster-Karosserie, eine schmale Spitzheckkonstruktion mit geneigter und in der Mitte abgewinkelter Windschutzscheibe. Diese Modelle erreichten Höchstgeschwindigkeiten von 130 bis 145 km/h. Die Limousinen erreichten etwa 110 km/h. Später kam auch ein Zwölfzylindermotor dazu, sowie Kompressormodelle. Weiterentwicklungen am Chassis blieben aber aus.

1929 gründete Errett Lobban Cord die Cord Corporation als Holding, unter der seine Unternehmen Auburn, Duesenberg, Lycoming sowie die neue Automarke Cord zusammengefasst wurden. Die Modelle der neuen Marke wurden bei Auburn produziert.

Ab 1932 gab es eine zweistufige Hinterachsuntersetzung. In der Wirtschaftskrise von 1931 bis 1933 sank die Produktion von 34000 auf nur noch 5000 Auburn.[1] Dennoch kam 1932–34 das preisgünstigste V12-Modell auf den Markt (6,4L, 160 PS), gefolgt von einem Achtzylinder-Kompressor. Dieser Motor wurde auch in den neuen Speedster eingebaut, von dem 1935 bis 1936 noch 500 Stück gebaut wurden.

1936 liefen die Cord-Finanzen endgültig aus dem Ruder.

Museum[Bearbeiten]

In Auburn erinnert heute ein im ehemaligen Verkaufs- und Verwaltungsgebäude der Firma eingerichtetes Museum mit vielen betriebsfähigen Exponaten an die in Indianapolis beheimateten Konzernmarken Auburn, Cord und Duesenberg sowie an den Designer Gordon Buehrig. Am Labor-Day-Wochenende gibt es dort seit mehr als 50 Jahren das Treffen des Auburn-Cord-Duesenberg-Clubs, bei dem regelmäßig um die 300 dieser Autos und ihre Eigentümer zusammenkommen.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Lee Beck, Josh B. Malks: Auburn and Cord. MBI Publ. Company, 1996.
  •  Don Butler: Auburn Cord Duesenberg. MBI Publ. Company, 1992.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Auburn-Automobile – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Automobilrevue Nr. 49 / 8. Dezember 2010, „Es war einmal…“