Auderath

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Auderath
Auderath
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Auderath hervorgehoben
50.1868257.00255460Koordinaten: 50° 11′ N, 7° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Ulmen
Höhe: 460 m ü. NHN
Fläche: 6,19 km²
Einwohner: 629 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56766
Vorwahl: 02676
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 005
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
56766 Ulmen
Webpräsenz: www.ulmen.de
Ortsbürgermeister: Paul Laux
Lage der Ortsgemeinde Auderath im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch) Eppenberg (Eifel) Laubach (Eifel) Leienkaul Müllenbach (bei Mayen) Hauroth Urmersbach Masburg Düngenheim Kaisersesch Landkern Illerich Eulgem Hambuch Gamlen Zettingen Kaifenheim Brachtendorf Ulmen (Eifel) Alflen Auderath Filz (Eifel) Wollmerath Schmitt Büchel (Eifel) Wagenhausen (Eifel) Gillenbeuren Gevenich Weiler (bei Ulmen) Lutzerath Bad Bertrich Urschmitt Kliding Beuren (Eifel) Moselkern Müden (Mosel) Treis-Karden Lütz Lieg Roes Möntenich Forst (Eifel) Dünfus Brohl Binningen (Eifel) Wirfus Brieden Kail Pommern (Mosel) Briedel Altlay Peterswald-Löffelscheid Haserich Sosberg Forst (Hunsrück) Altstrimmig Reidenhausen Mittelstrimmig Blankenrath Panzweiler Walhausen Schauren (bei Blankenrath) Tellig Hesweiler Liesenich Moritzheim Grenderich Zell (Mosel) Neef Bullay Sankt Aldegund Alf (Mosel) Pünderich Greimersburg Klotten Faid Dohr Bremm Bruttig-Fankel Senheim Nehren (Mosel) Ediger-Eller Mesenich Valwig Ernst (Mosel) Beilstein (Mosel) Ellenz-Poltersdorf Briedern Cochem Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Mayen-Koblenz Rhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild

Auderath ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Ulmen an. Auderath ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Auderath liegt etwa 3 km südöstlich von Ulmen. Nach Alflen und dem Fliegerhorst Büchel in Büchel im Osten sind es 2 km. Im Süden liegen Schmitt und Gillenbeuren, im Südwesten Filz und Wollmerath. Der Fremdenverkehrsort in der Vulkaneifel liegt zwischen Trier (Entfernung ca. 75 km) und Koblenz (Entfernung ca. 60 km, jeweils Autobahn).

Zu Auderath gehören auch die Wohnplätze Waldfrieden und Wilhelmshöhe.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die möglicherweise älteste urkundliche Erwähnung von Auderath stammt aus dem Jahre 1447. In dieser Urkunde aus dem Trierer Bistumsarchiv ist davon die Rede, dass der Weihbischof Gerhardus von Trier, von 1432 bis 1448 im Amt, am 9. August 1447 in „Udenrait eine Kapelle konsekrierte“ und Ablässe verlieh.

Dass in vor- und frühgeschichtlicher Zeit in der Gemarkung Auderath gesiedelt wurde, bezeugen die in den Jahren 1936 bis 1940 gemachten Ausgrabungen römischer Grabhügel, Mauerreste und Tonscherben im Distrikt „Seitert" und „Hinterschläf“. Auderath selbst ist in der hochmittelalterlichen Rodungszeit entstanden. Der zweite Wortteil -rath/ -rait weist darauf hin (rath → Rodung).

Auderath stand unter der Herrschaft von Kurtrier und der Herren von Ulmen. 1573 erlangte Kurtrier endgültig die Landeshoheit. Auderath gehörte zum kurtrierischen Amt Ulmen. Ab 1794 stand Auderath unter französischer Herrschaft. 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter Preußen gehörte der Ort zur Bürgermeisterei Lutzerath und ab 1816 zum Kreis Cochem. Seit 1946 ist er Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.[4]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Auderath besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die zwölf Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen. Bei den vorhergehenden Wahlen fanden Mehrheitswahlen statt.[5]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt oben die Krone der Rosenkranzkönigin (Patronin der Kirchengemeinde), vorne weisen Korb und Brot auf das Sebastianusbrot hin, hinten steht eine Henkelurne für die Besiedlung in keltischer und römischer Zeit (archäologische Funde).[6]

Sprache[Bearbeiten]

In Auderath wird ein moselfränkischer Dialekt gesprochen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Katholische Kirche Maria Rosenkranzkönigin

In Auderath befinden sich einige unter Denkmalschutz gestellte Kulturdenkmäler.[7]

  • Die Katholische Kirche Maria Rosenkranzkönigin, ein Saalbau von 1734, erweitert 1952; im Inneren einen Altar aus Kalkstein, sowie eine Glocke aus dem Jahre 1481.
  • Das Pestkreuz steht vor dem Gotteshaus und stammt von 1657.
  • Ein Ziehbrunnen mit einem Pyramilialdach aus dem 18. Jahrhundert.
  • Etwas außerhalb, in der Gemarkung Waldfrieden, ist das Kloster St. Josef der Unbeschuhten Karmelitinnen, die hier seit 1953 leben. Der Klosterkomplex stammt aus den 1920er und 1930er Jahren.
  • Die Auderather Mühle ist ein Fachwerkbau, teilweise verschiefert (Gemarkung Ulmen).

Siehe auch:

Vereine und Veranstaltungen[Bearbeiten]

Alljährlich findet ein Waldfest an der Matteshütte an Pfingsten statt. Die Kirmes findet am 1. Wochenende im Oktober statt.

Vereine:

  • Freiwillige Feuerwehr Auderath
  • Sportverein Alemannia Auderath
  • Reitverein Auderath
  • Frauenchor Auderath
  • Männergesangverein Liederkranz Auderath
  • Möhnenverein Auderath
  • Kath. Jugendgruppe Auderath
  • Auderather Dorfkapelle
  • Theatergruppe "Auderather Platt(e)spieler"
  • Karnevalverein "Ka(r)thause" Auderath

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Auderath – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 22 (PDF; 2,3 MB)
  4. Infos von der Feuerwehr Auderath
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Infos von Jörg Pellenz
  7. Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Cochem-Zell, Seite 4 (PDF; 1,8 MB)